National Institute of Informatics - Digital Silk Road Project
Digital Archive of Toyo Bunko Rare Books
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| 0177 |
Die Teufel des Avesta und Ihre Beziehungen zur Ikonographie des Buddhismus Zentral-Asiens : vol.1 |
| The Devils of Avesta and their Relationship to Iconography of Buddhism in Central Asia : vol.1 |
Citation Information
OCR Text
stehend diesem fügen; das verändert ihn
natürlich auch physisch und gibt ihm
äußerlich die allen erkennbaren Abzeichen
der dämonischen Beseeltheit. Zunächst müssen
wir uns hier mit der Abbildung begnügen,
bis der Zusammenhang auch hier das ein-
zusetzende Wort erzwingt, für das bei der
Häufigkeit des Zeichens uns die Gegenbeweise
sicherlich nicht fehlen werden. Diese Nase
kehrt aber schon im folgenden längeren, höchst
grotesken Absatz wieder und zwar offenbar
so, daß sie parallel gestellt mit dem Zeichen,
das wir oben xa lasen, wie dieses, unter
einer neuen Variation von rasna steht. Es
gehört also zu den wesentlichen Vorzügen
eines solchen Mannes, aber mit dem rasna
muß dann noch etwas vorgegangen sein. Wir
haben wieder rasna vor uns, aber der Raum,
in dessen Mitte sonst das Strichelchen steht,
das uns das e gibt, ist förmlich verkeilt durch
einen breiteren Strich, der den ganzen Zwischen-
raum ausfüllt. Es ist also in das Wort rasna
etwas eingeschoben, das absichtlich von dem
einfachen Strich unterschieden wird. Dieser
Einschub muß das Resultat eines Vorganges
sein, den die vorhergehende groteske Gruppe
darstellt. Von dem ersten Zeichen, das
zweifellos wieder einen spukhaften Vorgang
ausdrückt, ist oben schon die Rede gewesen,
nur tastend identifizierten wir die seltsame
Figur mit Dahâka; hier nun, nachdem der
Weg gebahnt ist, können wir klärend eingreifen.
Der eingepferchte Drache auf der Stange, wie
wir die Figur nannten, kann nur jener furchtbare
Dämon sein, der nun den Besessenen beherrscht,
aber auch stark und furchtbar macht. Er also
prägt ihm jene groteske Form auf, die durch
die abgewendete Nase zum Ausdruck gebracht
ist, aber warum ist die Nase abgewendet?
Das ersetzen uns Überlieferungen, die mit
Hexenprozessen zusammenhängen; so ab-
gewendet empfängt der Zauberer und die Hexe
die gewalttätige Inspiration Satans. In der
Ecke über der großen Figur sind noch Umrisse
eines nach oben gerichteten Keils erkennbar,
genau dieser Keil findet sich oben zwischen
den Doppelkreuzen und dem Pfluge in Z. 2
und, wie sich ergeben wird, hat auch ein Keil hier
gestanden. Die Vorstellung, die diese Hiero-
glyphen wählen ließ, ist in der Tat ein Aus-
druck maßloser Verachtung für ein Gesindel,
das solche „Mythologie" als Basis seiner heiligen
Bücher hatte. Es muß hier zum Ausdruck ge-
bracht sein, daß der über dem abgewendeten
Opferer herantobende Dämon, der nun durch
das Opfer gestärkt dem Geist des Ermordeten
folgt, den neuen Sohn der dämonischen Be-
gattung vor sich sieht. Der Keil ist also die
drastische Darstellung jenes hochsteigenden
Kegels, der uns später begegnen wird, er ist
der neue Sohn und dieser Sohn steckt noch
im rasna der folgenden paarigen Hieroglyphen.
Der Dämon selbst aber repräsentiert eine Va-
riation eines später zu behandelnden Bildes,
hier dem Sinne nach angepaßt an die Bedeutung,
die wir oben dem Schuh geben mußten: an
den Verwesungsgestank. Gehen wir weiter,
so folgt, fast dem Dämon parallel gestellt, eine
steilere Figur der oben als l erkannten, die
wir wegen dieser Stellung in Bezugnahme auf
die drastische Bedeutung des Wörtchens e „der
Mann" unbedenklich sofort le lesen können,
der Opferer verjüngt und neu ermannt ist durch
den Dämon zum le geworden. Dieser Figur
folgt, zunächst von den beiden Halbkreisen
abgesehen, wieder der s und eine Variante
des Stammes ra, die wieder des abschließenden
Striches entbehrt, aber die unteren Striche so
anordnet, daß die seitlichen sich unten ver-
binden und in der Mitte ein ebenso breites
kürzeres Stück von oben herabhängt, wie in
den zwei erwähnten Parallelvarianten von rasna
vorher, es liegt also hier dieselbe Sache vor,
aber zweifellos wieder spielerisch auf den Stamm
re übertragen. Daß also zwischen den letzten
zwei Kolonnen der Zeile und dem Vorher-
gehenden eine Beziehung paralleler, vielleicht
gegensätzlicher Art, vielleicht weiterführender
bestehen muß, zeigen schon die Figuren allein.
Also im Schluß ist wieder die neue Sonne da,
im vorhergehenden Absatz zweimal, also em-
phatisch eine Variante vom ra „der Auswahl".
Und hierin muß die Lösung liegen, es muß
dastehen, daß der nun mit dem Goldsohn im
Innern unter der Leitung des Satans durch
seine Auswahl irgendwie vermehrt, verstärkt,
langlebend, ewig gewordene Opferer nun jetzt
als himmelstürmender Held le eine neue Sonne
geworden ist. Wenn wir nun auch den Inhalt
dieser furchtbaren Stelle so immerhin noch
rein äußerlich feststellen, da das, was sie bieten
muß, die Fortsetzung des Vorhergehenden sein
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