National Institute of Informatics - Digital Silk Road Project
Digital Archive of Toyo Bunko Rare Books
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| 0179 |
Die Teufel des Avesta und Ihre Beziehungen zur Ikonographie des Buddhismus Zentral-Asiens : vol.1 |
| The Devils of Avesta and their Relationship to Iconography of Buddhism in Central Asia : vol.1 |
Citation Information
OCR Text
sammelt, um einen neuen Tagesgeist zu bilden,
geben, wenn wir ferner, gestützt auf frühere
Beobachtung bedenken, daß an dem irdischen
Kreuz nach der Schlachtung der Kadaver hing,
was das Köpfchen oben andeutet, so können
wir das Kreuz P·IN·C lesen, erhalten also so
ein Wort, das zum Folgenden vortrefflich
paßt und auch für das Vorhergehende von
entscheidender Bedeutung ist. Die furchtbare
Atmosphäre, in der wir uns befinden, die
empörend schmachvollen „religiösen" Anschau-
ungen einer RASENA sich nennenden Horde,
wird aber erst aus dem Folgendem klar und noch
klarer durch den ebenso grandiosen, wie er-
schütternden medischen Text. Und wenn wir
nun weitergehen im Texte, so sehen wir auch
hier wieder, daß der „Held" LE folgt. Dahinter
aber setzt eine lange Reihe ein, die wahre
Mustersammlung der schwerwiegendsten Zei-
chen ist, die aber auch sicher in Bezug steht zum
Schluß von Z. 3. Schon die erste Gruppe vor
der brennenden Figur, die übrigens den Anfang
unseres Textes bildet, hat den Charakter eines
die Kolonnenanordnung durchbrechenden „Ne-
stes". Wie oben hinter dem Throne erscheint
ein Zeichen in der oberen Kolonne links und
auf der anderen Seite unten noch einmal,
während die übrigen Zeichen sich nicht wieder-
holen. Sicher bekannt ist uns nur das unterste
Zeichen, ein T. Die Mittelfigur, die wir oben,
sachlich vorauseilend, einen Ölkrug nannten,
ist so wohl ein Unikum, das erste Zeichen
erinnert in seiner Form an die Hieroglyphe
der großen Inschrift von Babylon, die wir dort
den Unterbau eines Ziegelbrennofens mit
hingelegtem Ziegel nannten, sonst erscheint
vor dem T nur der halbe Bogen mit dem
Lautwerte I; die gegenständigen Zeichen sind
aufzüngelnde Flammen mit kräuselndem Rauch.
Es ist zu beachten, daß dasselbe Zeichen oben
steht und unten wieder, ferner, daß der Unter-
teil des Ziegelofens hochsteht und geradelinig
nach unten weist in derselben Weise, wie
vorhin das Kreuz. Es sind also oben Brände
und unten Brände und die Hinweisung des
ersten Zeichens bezeichnet, wie vorhin, das
Ganze als eine einzige Aktion; da auch eine
brennende Figur folgt, so ist eine Umgebung
von Flammen, ein Flammenkreuz gemeint und
wir sehen also das vor uns, was nach den
Mumienbinden als sofort der Schlachtung
folgend bis jetzt vermißt wurde, ein Flammen-
ring um das Opfer selbst, der auch das Opfer,
d. h. seine Reste, den Eingeweidekegel, ver-
brennt. Der sogenannte Ölkrug ist nichts
anderes, als dieser Eingeweidekegel, dessen
Seitenscheiben (54) so dargestellt sind, daß
die eine herabfällt, während die zweite noch
hinter dem Kegel sitzt, also die gespaltenen
„Berge" der Leber von Piacenza und der erst
von ihnen gedeckte Kegel, der nun in Flammen
aufgeht. Die lautliche Wiedergabe dieses
Flammenkranzes ist, wie wir durch die Gleichung
XA·S·RI der etruskischen Mumienbinden wissen,
RI, wie aber diese Silbe RI mit den noch
unklaren Lautwerten der übrigen Zeichen zu
verbinden ist, ist an sich nicht schwer fest-
zustellen, aber seltsam, für uns ungewohnt.
Da RI außen steht, steht es am Schluß einer
Wortgruppe; da der Eingeweidekegel, der aus
den „Bergen" sich löst, im Ritual des neuge-
borenen Tag, das neue Goldkind der Sonne,
bezeichnet, das die Scheibe, die es umgab,
bricht und absplittert, also eine Weiterent-
wicklung des in der Sonne stehenden kreuz-
förmigen Gesperres ist, wie es die Gruppe
P·IN·C bot, so ist auch hier die sprengende
Kraft gemeint, die der neue Morgen, umgeben
von Strahlenkränzen RI, bringt; also müssen
wir diesen zentralstehenden, das Mittelstück
eines gedachten Kreuzes bildenden Eingeweide-
kegel des Opfers oder die kegelförmige Figur
des neuen Goldsohnes der Sonne, ebenfalls
IN lesen und erhalten so die zwei Wörter
IN·RI „Strahlenkranz der Macht", Worte, die
vortrefflich zum Benachbarten und Folgenden
passen. Aber damit ist nur das Mittelstück
gewonnen: denn die erste und letzte Hiero-
glyphe der Gruppe ist damit sicher nicht
gedeckt. Der untere Eingang des Brennofens
mit dem obenaufliegenden Stein kann nur der
Ausdruck für den Modus sein, durch den das
Feuer inmitten der Sonnenscheibe oder des in der
Mitte befindlichen Kreuzes entflammt: eine unbe-
schreibliche schmachvolle Phantasie, die aber
durch das später sehr oft vorkommende Wort
außer allem Zweifel ist. Dies Wort kann nur TU
sein oder eine Form, die von diesem Stamm
gebildet ist. Das der ganzen Gruppe folgende
T kann unmöglich zum folgenden gehören,
da dies furchtbare Zeichen höchstens vom
Doppellesezeichen begleitet erscheint, und
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