National Institute of Informatics - Digital Silk Road Project
Digital Archive of Toyo Bunko Rare Books
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| 0188 |
Die Teufel des Avesta und Ihre Beziehungen zur Ikonographie des Buddhismus Zentral-Asiens : vol.1 |
| The Devils of Avesta and their Relationship to Iconography of Buddhism in Central Asia : vol.1 |
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Citation Information
OCR Text
nicht schädlich sein für mich, o ihr, die ihr
auf euren Altären sitzt; denn ich bin unter
denen, die Neb-en-t'er folgen nach dem
Buche des Werdens: Ich fliege, wie ein
Habicht, ich schnattere, wie eine Gans; ich
schlage immer, wie die Sonnengöttin Nehebka.
O Re Tum, Herr des großen Hauses (Helio-
polis: On), Fürst, du Leben, Heil und Kraft
aller Götter, bewahre du mich vor dem Gotte,
dessen Antlitz einem Hunde gleicht, der
Brauen hat, wie ein Mann, der sich von den
Toten nährt, der wacht an der Bucht des
Feuerpfuhls, die Leiber der Toten verschlingt
und ihre Herzen, der Schmutz herauswirft,
aber selbst unsichtbar bleibt. O der Herr
des Schreckens über beide Länder, Herr der
roten Glut, bereitet den Schlächterblock; er
lebt von Eingeweiden. Bewahre mich vor
dem Gotte, der die Seelen faßt, Unreinheit
frißt und Schmutz verschlingt, dem Herrn der
Finsternis, der im Lichte lebt. Die Unglück-
lichen zagen vor ihm".
Auf diese Gruppe folgt die Szene, wie die
Katze die Schlange beim Persea-Baum von
Heliopolis zerstückelt, während die kurze
Textstelle dazu schon oben vorkam. Sie
bildet also eine Art Abschluß zu dem Vor-
hergehenden. In der allegorischen Art dieser
alten Texte kann durch die Darstellung zum
Ausdruck gebracht sein, daß ein tückischer,
sich in den Sonnendienst einschleichender
Anschlag durch den Gott selbst, der auch im
Dunkel sieht, zunichte gemacht wurde.
Der Schluß, den wir noch brauchen, zeigt
dem Vorhergehenden zugewendet eine Barke,
die auf dem Zeichen des Himmels hinfährt.
Die Inschrift dazu lautet: „O Xepera in
seinem Boote, die doppelte Schar der Götter
ist sein Leib". Die Bedeutung dieser letzten
Gruppe wird, wie die des Ganzen sich aus
dem Folgenden ergeben.
Wir haben aus den bisher geführten Unter-
suchungen erkannt, daß ein etruskischer Text,
der einem in ägyptischen Hieroglyphen und
ägyptischer Sprache geschriebenen unterlegt
wurde und zwar so, daß die ägyptischen
Worte in etruskischem Sinne verstanden wurden,
woraus sich ein geradezu empörend gemeines
und grausames doppeltes Opferritual ergab,
trotz mancher noch bestehender Lücken und
unsicheren Stellen, vorliegt; daraus ergibt sich
für die Lösung der medischen, vulgo hethiti-
schen Schrift die erstaunliche, jetzt schon
völlig sichere Tatsache, daß mehr oder weniger
entstellte ägyptische Hieroglyphen und zwar
der schwerwiegendsten Art wie Originalzitate
zwischen die medischen Zeichen eingereiht
sind, nicht als ägyptische im Sinne des
ägyptischen Textes, sondern als Zitate eines
offenbar für heilig gehaltenen Buches dieser
Ur-Rasena selbst. Es wird sich ergeben, aber
nicht mehr im Verlauf dieser Arbeit, daß auch
die italischen Rasena diesen Tradition bei-
behielten und, wie die semitischen Glossen in
ihren Schriftresten beweisen, wohl lange noch,
als die zurückgebliebenen asiatischen Stammes-
verwandten bereits durch ihre Nachbarn oder
durch das Volk, zwischen das sie sich ein-
gedrängt hatten, semitisiert waren, mit ihnen
weiter in Konnex blieben. Eine Probe eines
solchen Hieroglyphenrestes konnte ich, Aß-
manns genialer Entdeckung folgend, bereits
feststellen: es ist der Berg mit der dahinter
aufgehenden Sonne, der auf dem Griff eines
etruskischen Spiegels vorkommt, während die
Agramer Binden XA·Š·RI „das ägyptische
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