National Institute of Informatics - Digital Silk Road Project
Digital Archive of Toyo Bunko Rare Books
|
|
Color Thumbnail -
Page Number -
Biliographic Information (Metadata) -
Caption -
Color Image -
Gray HighRes. Image -
Facing Pages -
Graphics -
| 0190 |
Die Teufel des Avesta und Ihre Beziehungen zur Ikonographie des Buddhismus Zentral-Asiens : vol.1 |
| The Devils of Avesta and their Relationship to Iconography of Buddhism in Central Asia : vol.1 |
Citation Information
OCR Text
Eingang eines Brennofens nannten, erhielt
oben in einer nach unten gerade auslaufenden
Form den Lautwert TU; das nach oben strebende,
fast treppenartige Zeichen, das hier offenbar
eine hervorragende Rolle spielt (Z. 1, 3, 4, 5, 6),
erhielt oben steilgestellt die sich fast wider-
sprechenden Bedeutungen PE und LE und eine
Variante davon sicher den Lautwert L; der
gehobene Deckel in Z. 3, 6 die Bedeutung C,
für zwei Varianten der hier so stark vertretenen
Wucherpflanze erhielten wir oben die Be-
deutungen N und TE, die vier kurzen Geraden
die Bedeutung N, häufig (Z. 3, 4, 5, 6) erscheint
auch der Pfahl mit der Leiche PU.
Ganz aus der ägyptischen Unterlage fällt
aber eine Hieroglyphe heraus, deren groteske
Umbildungen schon oben ausführlich be-
sprochen wurden (56), ich meine den Esels-
kopf, der in der Inschrift Fig. 28 eine so
hervorragende Rolle spielt. Dieser Kopf
muß zerlegt werden; denn er ist offenbar
aus jenem interessanten System von Einzel-
elementen, also wirklichen Buchstaben, zu-
sammengeschoben, deren erste Proben wir
bereits oben feststellen konnten. Sofort ist
aber auch, wenn man die in der Inschrift
vorkommenden Formen vergleicht, klar, daß
höchstens die Ohren dasselbe Element und
zwar doppelt verwendet bieten und dieses
Element ist der blattförmige Keim, der allein
und vielfach verwendet zu anderen Bilder-
hieroglyphen (ich erinnere nur an die Drachen-
köpfe in Z. 2, an den Turmaufsatz in Z. 4,
an das groteske, augenlose Gesicht in Z. 3)
vorkommt. Das zweite, hier wenigstens in
drei Formen (Z. 1, 3, 4) vorkommende Element
ist der kleine Kreis, der das Auge in diesen
Fällen darstellt. Wohl zu unterscheiden davon
ist das auf eine Spitze gestellte Quadratchen
einer einzigen und zwar der ersten Form,
die die Inschrift enthält. Für nicht weniger
wie fünf Formen bildet die Maulpartie jene
dreigestrichene Hieroglyphe, deren Grund-
element wir oben in dem Worte RAS·E·NA
erkannten (Z. 1, 3, 4 [bis], 6). Die bloß zwei-
gestrichene, die wir in RASNA erkannten, findet
sich nur einmal (Z. 6). In einem einzigen
Falle (Z. 2) liegt dies Element nicht vor,
sondern die Stirnlinie wie die Backenlinie
bilden zwei getrennte Elemente, von denen
das erstere, allerdings mit dem vorderen Ohr
verbunden ist. Wenn wir zunächst von der
Wangenrundung absehen, die allein ein Zeichen
darzustellen scheint, so bleibt als letztes Element
die so verschiedene, auf das dreigestrichene
Zeichen aufgesetzte Wölbung, die die Stirne
in allen Fällen, bis auf zwei Eselsköpfe in Z. 6
darstellt. Mindestens zwei Formen bietet
uns diese Wölbung, in Z. 1, 2, 4 einen leichteren
Knick, in Z. 3 aber eine sehr stark aus-
buchtende Rundung, fast einen Halbkreis, und
diese Figur stellt auch noch auf den dritten
Strich einen sehr auffallenden, ebenfalls fast
einen Halbkreis bildenden Haken. Die Reihe
dieser Hieroglyphenvariationen gibt uns also
nicht weniger als acht bis neun Schriftelemente:
blattförmiger Keim, kleiner Kreis, Quadratchen
auf eine Spitze gestellt, dreigestrichene und
zweigestrichene Hieroglyphe, geknickte Linien
mit Ausbuchtung nach vorn und rückwärts,
derbe Ausbuchtung auf eine Gerade gesetzt,
entgegengewendeter Haken ebenso behandelt.
Halten wir also zunächst diese neun Elemente
fest und sehen wir uns auch in dem übrigen
Hieroglyphenmaterial komplizierterer Art um,
so machen wir schon bei einem flüchtigen
Überblicken die Beobachtung, daß, mit Aus-
nahme des ungemein häufigen Zeichens, die
übrigen Elemente ziemlich selten sind. Diese
furchtbare, aber entscheidend wirkende Hiero-
glyphe des aus verschiedenen Elementen zu-
sammengeschobenen Eselskopfes erhält nun eine
Beleuchtung von einer Seite her, die zunächst
fernstehend scheint, aber durch das daraus
sofort sich Ergebende als höchst bedeutend
bezeichnet werden muß. In fünf Fällen hat
der Eselkopf ein Maul (Z. 1, 2, 3, 4 [bis], 6);
hier sitzt also dieses E im Zentrum, das wir
in der dreigestrichenen Hieroglyphe RASENA,
gegenüber dem zweigestrichenen RASNA oben
bereits beobachtet haben. Also ein E steht
in der Mitte des unteren Teils und bildet das
Maul. Wo die drei Striche vorliegen, muß
nun ebenso, wie bei den zweigestrichenen
Formen das Wort RA da sein. Bei der Eigen-
tümlichkeit der zusammengeschobenen Zeichen
mit der Mitte zu beginnen, muß die erste
Letter in der Mitte liegen, aber nur in zwei
Fällen, Z. 1 und Z. 3, vielleicht auch noch in
der ersten Figur von Z. 4 ist eine Mittelfigur
da, nämlich der kleine Ring, der das Auge
bildet. Dieser Ring muß also das Wort
1
.
.
.
.
|
.
.
.
.
11
.
.
.
.
|
.
.
.
.
21
.
.
.
.
|
.
.
.
.
31
.
.
.
.
|
.
.
.
.
41
.
.
.
.
|
.
.
.
.
51
.
.
.
.
|
.
.
.
.
61
.
.
.
.
|
.
.
.
.
71
.
.
.
.
|
.
.
.
.
81
.
.
.
.
|
.
.
.
.
91
.
.
.
.
|
.
.
.
.
101
.
.
.
.
|
.
.
.
.
111
.
.
.
.
|
.
.
.
.
121
.
.
.
.
|
.
.
.
.
131
.
.
.
.
|
.
.
.
.
141
.
.
.
.
|
.
.
.
.
151
.
.
.
.
|
.
.
.
.
161
.
.
.
.
|
.
.
.
.
171
.
.
.
.
|
.
.
.
.
181
.
.
.
.
|
.
188
189
190
191
192
.
.
.
|
.
.
.
.
201
.
.
.
.
|
.
.
.
.
211
.
.
.
.
|
.
.
.
.
221
.
.
.
.
|
.
.
.
.
231
.
.
.
.
|
.
.
.
.
241
.
.
.
.
|
.
.
.
.
251
.
.
.
.
|
.
.
.
.
261
.
.
.
.
|
.
.
.
.
271
.
.
.
.
|
.
.
.
.
281
.
.
.
.
|
.
.
.
.
291
.
.
.
.
|
.
.
.
.
301
.
.
.
.
|
.
.
.
.
311
.
.
.
.
|
.
.
.
.
321
.
.
.
.
|
.
.
.
.
331
.
.
.
.
|
.
.
.
.
341
.
.
.
.
|
.
.
.
.
351
.
.
.
.
|
.
.
.
.
361
.
.
.
.
|
.
.
.
.
371
.
.
.
.
|
.
.
.
.
381
.
.
.
.
|
.
.
.
.
391
.
.
.
.
|
.
.
.
.
401
.
.
.
.
|
.
.
.
.
411
.
.
.
.
|
.
.
.
.
421
.
.
.
.
|
.
.
.
.
431
.
.
.
.
|
.
.
.
.
441
.
.
.
.
|
.
.
.
.
451
.
.
.
.
|
.
.
.
.
462
.
.
.
.
|
.
.
.
.
473
.
.
.
.
|
.
.
.
.
483
.
.
.
.
|
.
.
.
.
493
.
.
.
.
|
.
.
.
.
503
.
.
.
.
|
.
.
.
.
513
.
.
.
.
|
.
.
.
.
523
.
.
.
.
|
.
.
.
.
533
.
.
.
.
|
.
.
.
.
543
.
.
.
.
|
.
.
.
.
553
.
.
.
.
|
.
.
.
.
563
.
.
.
.
|
.
.
.
.
573
574
Copyright (C) 2003-2026
National Institute of Informatics
and
The Toyo Bunko. All Rights Reserved.