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0195 Die Teufel des Avesta und Ihre Beziehungen zur Ikonographie des Buddhismus Zentral-Asiens : vol.1
The Devils of Avesta and their Relationship to Iconography of Buddhism in Central Asia : vol.1
Die Teufel des Avesta und Ihre Beziehungen zur Ikonographie des Buddhismus Zentral-Asiens : vol.1 / Page 195 (Color Image)

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doi: 10.20676/00000193
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und endlich wiederum Blitz- und Qualmlinie.
Es ist klar, daß in der ersten Gruppe eine
Reihe im „Nest" einer oberen gegenübersteht;
ein goldener Flammensohn kommt aus der
tiefstehenden kleinen Scheibe nach oben,
steigt empor und kommt als Blitz zurück,
also hat der Erfolg eines auf der Erde ge-
brachten Opfers eine elektrische Entladung
bewerkstelligt; diese Gruppe also entspricht
mutatis mutandis dem Satze „meine Stärke
ist deine Stärke": als dem zweiten des ägyp-
tischen Textes. In der zweiten Gruppe aber
steht die neue Form des Goldsohns, des su
in der Mitte und ein neues Ei erscheint oben
in der Scheibe, die Bahn nach oben ist zwar
da, aber niemand, der die Bewegung nach
oben machen könnte; die Bahn steht aber
in gleicher Höhe wie das modifizierte su-Zeichen:
der so bezeichnete Goldsohn ist also der
Vermittler, und hier ist die Entsprechung zu
der ägyptischen Stelle mangelhaft; denn es
ist nur das vorhergehende Bild fortgesetzt,
nur eine leise Andeutung des Ausdrucks „deine
Stärke" liegt in dem Umstande, daß die hoch-
stehende Sonne noch das Ei enthält. Die
arrogante Überhebung einer Macht gegenüber,
die doch jeden Augenblick ihren strafenden
Blitz senden kann, ergibt sich noch deutlicher
aus den zugehörigen Gruppen. Noch ist es
nicht möglich, den einzelnen Zeichen ihre
Lautwerte in der richtigen Reihenfolge zu geben,
da uns vor allem die Lautwerte für die Begleit-
hieroglyphen fehlen. Denn die oben an-
gesetzten Worte für den aufsteigenden Weg
können für die stark differenzierte Hieroglyphe
hier unmöglich maßgebend sein, auch die
Blitzformen unterscheiden sich von den oben
verwendeten Zeichen. Wir müssen also zu-
nächst zufrieden sein, daß wir einen neuen,
wenn auch entstellten Beweis des Zusammen-
hanges unserer Inschrift mit dem berühmten
Kapitel 17 des Totenbuches fanden. Wir
können also hoffen, noch mehr zu finden.
Es findet sich zum Glück noch mehr; fassen
wir zunächst eine Gruppe an, die schon durch ihre
Sonderbarkeit auffällt, die kurze letzte Zeile
und zwar die mit dem Doppellesezeichen be-
zeichnete Schlußgruppe: ein gestieltes Viereck
mit zwei Halbscheiben, eine Art Dreizack,
über den wir schon oben wichtige Beobach-
tungen machen konnten, ein Tierkopf, den

wir mit einem varierten Gegenstück, einen
Namen vermutend, ebenfalls schon besprochen
haben und die aus einzelnen Zeichen zusammen-
geschobene Figur der drohenden Schlange.
Die Identität des Tierkopfes im Schluß und
in Z. 1 ist außer Zweifel trotz der starken
Entstellung und Verstümmelung der Grundform
in Z. 1. Unten ist der Kopf normal und
komplett, also wiederhergestellt, wie wir oben
uns ausdrückten. Es steht am Schlusse des
ersten Abschnittes, der zu der brettspielenden
Figur des Verstorbenen gehört, die Wendung:
„Mögen die zwei Federn des Gottes Amsu
auf meinem Haupte sein." Es ist damit zum
Ausdruck gebracht, daß die Verklärung des
Verstorbenen beginnen soll. Es ist nun be-
achtenswert, daß der Kopf im ägyptischen
Texte mit dem großen Menschenkopfe im
Profil ohne weitere Hieroglyphe zum Ausdruck
gebracht ist. Das Gegenstück dazu liegt in dem
langen Texte, der zu den Messerträgern gehört.
Die entscheidende Stelle steht auch hier am
Schluß.
Der Schluß drückt den Wunsch des Ver-
klärten aus „stark zu sein auf Erden vor Re"
und sowohl das Wort wieder, das in der vorher
behandelten Gruppe (Doppelgruppe) in Z. 5
die ägyptische Unterlage bildet, als auch der
Kopf, wenn auch letzterer hier in ganz anderem
Sinne. Keines der in Z. 5 verwendeten Zeichen
kehrt aber hier wieder und doch ist, wie wir
sehen werden, sogar ein deutlicherer Hinweis
auf die ägyptische Vorlage da, als in den vor-
her behandelten Gruppen. Da das erste Zeichen
etwas Übernatürliches durch die Stielung der
quadratischen Hieroglyphe ausdrücken muß,
das folgende Zeichen aber ebenfalls, obgleich
die Scheiben an den Spitzen des Dreistabes
fehlen, so muß darin zum Ausdruck gebracht
sein, daß irgend jemand der Vertreter der
göttlichen Macht auf Erden sein soll. Das
geschieht nun dadurch, daß der Raum, wo
er sich befindet als göttlich bezeichnet, mit den
beiden Halbscheiben bezeichnet, vorangeht und
in der Mitte von zwei Seitenarmen ein E als
übernatürliches Wesen folgt. Die oben E NA
„männliche Person" gelesene kleine Einleitungs-
gruppe gibt uns das Recht, etruskische Lesung
einzusetzen und diese Lesung ist hier über-
raschend leicht und einfach. Wenn wir über-
legen, daß schon die oben gemachten Be-