National Institute of Informatics - Digital Silk Road Project
Digital Archive of Toyo Bunko Rare Books
|
|
Color Thumbnail -
Page Number -
Biliographic Information (Metadata) -
Caption -
Color Image -
Gray HighRes. Image -
Facing Pages -
Graphics -
| 0201 |
Die Teufel des Avesta und Ihre Beziehungen zur Ikonographie des Buddhismus Zentral-Asiens : vol.1 |
| The Devils of Avesta and their Relationship to Iconography of Buddhism in Central Asia : vol.1 |
Citation Information
OCR Text
Zeichen, wie sie jetzt vor uns liegen, geordnet
werden, und wenn wir das zum Schluß unserer
Untersuchungen tun, so werden die so auf-
dringlichen Bilderhieroglyphen dabei völlig
wegfallen, und nur ein erstaunlich einfaches
System von allerdings ziemlich vielen Zeichen
ergibt sich als die Grundlage einer Monu-
mentalschrift allerdings malerischer Art, die
zwei Werte hat, also ein Resultat, das zum
erstaunlichsten gehört, was wir als Schrifttum
kennen. Allerdings läßt sich nicht leugnen,
daß die Absicht, in dieselben Zeichen zwei
total verschiedene Sprachen hineinzulegen, in
gewissen Fällen kleine Unregelmäßigkeiten in
Form und besonders Anordnung erzwingt.
Wir werden sehen, daß die scheinbare Wirr-
heit mancher und besonders dieser Inschrift
mit Rücksicht auf den Haupttext verständlich
wird. Wir haben dies hier eingeschaltet, da
hier ein Fall vorliegt, dessen Eigenart erst
aus der zweiten Lesung ganz verstanden werden
kann. Die meisten Zeichen dieser furchtbaren
Inschrift sind entweder in „Nestern" geordnet
oder zusammengesetzt aus sehr einfachen
elementaren Zeichen. Wir haben im obigen
eine ganze Anzahl bereits mit mehr oder
weniger Sicherheit festgestellt und vor allem,
was sehr wichtig ist, Vokale gewonnen. Wir
haben E als einfache schräge Gerade, I als
kleinen Bogen mit der Öffnung nach vorne,
U als abgerundete Gerade und endlich ein A
in Form einer geknickten, unten etwas ge-
bauchten Linie. Es fehlt uns also O und vielleicht
ein kürzeres A oder ein kurzes E, obwohl diese
Unterscheidungen in der etruskischen Unterlage,
der die oben erwähnten Vokale vollkommen
genügen, nicht nötig waren; genauere Differen-
zierungen aber verlangen natürlich nichtetrus-
kische Namen, besonders dann, wenn sie mit
Emphase gebraucht von etwa gleichgeschrie-
benen unterschieden werden oder im Gegensatz
den Laut genau ausdrücken sollen. Wie sich das
System mit ägyptischen Unterlagen abfindet,
haben wir in den beiden Namen XU N A TUN
und MENTU gesehen. Wenn wir also tastend vor-
gehen und annehmen, daß der Knick an der
Stirne des Hammels doch ein A, wenn auch
nicht ein so volles wie das mehr abgerundete
Bogens erinnern, der im dreigestrichenen
RASENA-Zeichen ein S ausdrückt, so erhalten
wir für den Kinnbogen, der den Namen be-
ginnen muß, und der darauffolgenden Stirne
ein SA. Die Maul- und Nasenlinie ist aber
hier unmöglich ein N, sondern in die Ab-
rundung ist ein kleines Quadrätchen eingepaßt.
Das Quadrat in der Bedeutung Unendlichkeit
mit dem Lautwerte A ist uns aber wohlbe-
kannt, es bleibt also nur die hakenförmige
Biegung der Nase, in die das Quadrätchen
eingepaßt ist. Dies kleine, schwer herauszu-
lösende Zeichen bildet offenbar mit dem Qua-
drätchen eine Ligatur, die kaum etwas anderes
bieten kann, als einen Halbvokal oder Palatal,
der ein A als Vokalstütze hat. Wenn wir es
wagen, hier schon den Namen Σαδυάτης zu
lesen und den Kopf in S A DI A TU zu zer-
legen, so wird das Folgende die Richtigkeit
erproben. Wir sehen aber, wenn hier
wirklich der lydische Gegner des Kyaxa-
res gemeint ist, daß die Inschrift von
näher liegendem zu fernerem übergeht,
wenn sie unten von den Hyqsos und Chu-
en-aton redet. Es ist aber vor allem der vor-
hergehende Kopf zu prüfen. Das beginnende
Zeichen ist hier ein kleines NA, das darauf
folgende, das die Kinnlade des Kopfes darstellt,
ist uns so nicht begegnet, nehmen wir einen
Konsonanten K dafür an, so ist das folgende
E und das N sicher, die Nasenkonturierung
bildet hier einen kleinen Bogen, kein kleines
Quadrat. Und darauf folgt wieder die End-
silbe TU. Es muß hier also ein Eigenname
stehen, der ebenfalls ein Gegner des Kyaxares
war, aber ähnlichen Kultformen anhing, wie
die bereits erwähnten. Und nun ist es nötig,
auch die zwei vorhergehenden, augenlosen Ham-
melköpfe genauer anzusehen, deren Kinnlade
eine vorne hochgebogene Schräge ist. Es
fängt also hier eine uns noch unbekannte Letter
an, darauf folgt ein E, eine durch die Nase
dargestellte Letter und schließlich wieder TU.
Es muß erwähnt werden, daß die Stellung
beider Zeichen eine beachtenswerte ist. Der
erste dieser Hammelköpfe steht nämlich unter
der aufwärts führenden Bahn hinter dem Esels-
kopfe, den wir oben als umgeworfene Wage
der Psychostasie bezeichneten. Damit kehren
wir zu der versteckten Unterlage des etruskischen
Teiles der Inschrift zurück, dem Kapitel 17
des Totenbuches. Wir sehen mit grimmigem
Hohn hier verwendet hintereinander als Ver-
1
.
.
.
.
|
.
.
.
.
11
.
.
.
.
|
.
.
.
.
21
.
.
.
.
|
.
.
.
.
31
.
.
.
.
|
.
.
.
.
41
.
.
.
.
|
.
.
.
.
51
.
.
.
.
|
.
.
.
.
61
.
.
.
.
|
.
.
.
.
71
.
.
.
.
|
.
.
.
.
81
.
.
.
.
|
.
.
.
.
91
.
.
.
.
|
.
.
.
.
101
.
.
.
.
|
.
.
.
.
111
.
.
.
.
|
.
.
.
.
121
.
.
.
.
|
.
.
.
.
131
.
.
.
.
|
.
.
.
.
141
.
.
.
.
|
.
.
.
.
151
.
.
.
.
|
.
.
.
.
161
.
.
.
.
|
.
.
.
.
171
.
.
.
.
|
.
.
.
.
181
.
.
.
.
|
.
.
.
.
191
.
.
.
.
|
.
.
199
200
201
202
203
.
.
|
.
.
.
.
211
.
.
.
.
|
.
.
.
.
221
.
.
.
.
|
.
.
.
.
231
.
.
.
.
|
.
.
.
.
241
.
.
.
.
|
.
.
.
.
251
.
.
.
.
|
.
.
.
.
261
.
.
.
.
|
.
.
.
.
271
.
.
.
.
|
.
.
.
.
281
.
.
.
.
|
.
.
.
.
291
.
.
.
.
|
.
.
.
.
301
.
.
.
.
|
.
.
.
.
311
.
.
.
.
|
.
.
.
.
321
.
.
.
.
|
.
.
.
.
331
.
.
.
.
|
.
.
.
.
341
.
.
.
.
|
.
.
.
.
351
.
.
.
.
|
.
.
.
.
361
.
.
.
.
|
.
.
.
.
371
.
.
.
.
|
.
.
.
.
381
.
.
.
.
|
.
.
.
.
391
.
.
.
.
|
.
.
.
.
401
.
.
.
.
|
.
.
.
.
411
.
.
.
.
|
.
.
.
.
421
.
.
.
.
|
.
.
.
.
431
.
.
.
.
|
.
.
.
.
441
.
.
.
.
|
.
.
.
.
451
.
.
.
.
|
.
.
.
.
462
.
.
.
.
|
.
.
.
.
473
.
.
.
.
|
.
.
.
.
483
.
.
.
.
|
.
.
.
.
493
.
.
.
.
|
.
.
.
.
503
.
.
.
.
|
.
.
.
.
513
.
.
.
.
|
.
.
.
.
523
.
.
.
.
|
.
.
.
.
533
.
.
.
.
|
.
.
.
.
543
.
.
.
.
|
.
.
.
.
553
.
.
.
.
|
.
.
.
.
563
.
.
.
.
|
.
.
.
.
573
574
Copyright (C) 2003-2026
National Institute of Informatics
and
The Toyo Bunko. All Rights Reserved.