National Institute of Informatics - Digital Silk Road Project
Digital Archive of Toyo Bunko Rare Books
|
|
Color Thumbnail -
Page Number -
Biliographic Information (Metadata) -
Caption -
Color Image -
Gray HighRes. Image -
Facing Pages -
Graphics -
| 0204 |
Die Teufel des Avesta und Ihre Beziehungen zur Ikonographie des Buddhismus Zentral-Asiens : vol.1 |
| The Devils of Avesta and their Relationship to Iconography of Buddhism in Central Asia : vol.1 |
Citation Information
OCR Text
ohne Übergang in die angeschlossene Letter
als Stielung auftritt. Es handelt sich also in
dieser Stelle zweifellos um die Erklärung des
Wortes oder Namens, sowohl was den ersten
Teil betrifft, wie um das schließende Suffix
L oder NA. Die übrigen, eigentlich recht
einfachen Zeichen, müssen also diese Varia-
tionen erklären. Wir werden aber, um zu
sehen, worauf es hinauswill, gut tun, auch
noch den Rest mit zuziehen; der nun folgende,
schwanzlose Drache, der umgekehrt steht, hat
in seinem oberen Teile zwei A, eines an das
D angerückt wie bisher, ein zweites aber
angesetzt an die vordere Linie des D. Wir
erhalten also mit dem zweifellosen folgenden
N ein DA·AN und zwei E·E·E als zweiten Teil,
also eine vollwertige Erklärung der magischen
Doppelperson, die nach dem Tode des Opfers
durch DA besessen und ewig AN besessen,
zwei Seelen hat. Es ist also ganz genau
dasselbe, was die Agramer Mumienbinden
enthalten. Diese so leicht lösbare Hieroglyphe
steht umgekehrt, da der Opferer, wie aus
allen Zauberergebräuchen bekannt ist, nach
der Schlachtung umgekehrt den elektrischen
Schlag erwartet, den ihm der Geist des Toten
versetzt und mindestens sein Leben, wenn
nicht gar die Ewigkeit giebt; sie steht ferner
als Anfangsletter in einem „Neste", das sehr
unsymmetrisch scheint, aber fast in zwei
Kolonnen löst, wenn wir die sehr tief stehende
geteilte Scheibe gleichstellen mit den lose
angefügten zwei Strichen am Fuße der schlie-
ßenden SU-Variante. Diese SU-Variante aber
ergibt sich als eine der so merkwürdigen
Formenübergänge jener erstaunlichen Schrift;
denn genauer besehen zerfällt das scheinbare
SU-Zeichen in ganz andere Elemente, so daß
trotz der Identität der Sache, doch ein ganz
anderer Lautwert das Ergebnis sein muß. Bevor
wir aber diese zwei Schlußzeichen lösen,
wollen wir an das Vorhergehende gehen.
Zwischen DA·I·E und DA·N·I·E steht ein
kleines, unten durch N geschlossenes SU, das
aber oben zwei hörnchenartige Ausstrahlungen
hat. Diese beiden Seitenstriche müssen nach
der bisher befolgten Methode zuletzt gelesen
werden, also einem SU·N folgen. Es ist
beachtenswert, daß häufig auf die Scheibe
jenes schlangenförmige Zeichen folgt, dessen
beiderseitige Enden diesen Hörnchen ähnlich
sind. Rein graphisch genommen sind es also
Strahlen, für die Wucherpflanze aufgesproßte
Blätter, und hier können sie nur die Bedeutung
haben, daß durch dies Emporschießen das
vorherige DA·I·E zu DA·N·I·E wird, daß also
der Zustand des Besessenseins dadurch zur
Tatsache wird. Es muß also das I·E genannte
Individuum im Inneren durchdrungen und so
gewissermaßen gehörnt jener Goldkeim ge-
worden sein, der sich als göttähnlich betrachtet.
Einen weiteren Anhalt, nun einen entscheiden-
den Lautwert einzusetzen, erhalten wir aus der
Beobachtung, daß die leichte Krümmung der
beiden Striche auf ein vorkommendes U hin-
weist. Aber zwei U so verteilt hintereinander
zu lesen, scheint unangebracht. Es muß also
eine andere Lösung geben. Wenn wir näm-
lich den unteren Strich mit diesen Strahlen
verbinden, so erhalten wir als Grundhiero-
glyphe eine Art Gabel, die oben mit einer
Kuppe geschlossen ist und zugleich eine neue
Probe der eben erwähnten Formenübergänge.
Auch hier fällt also der Lautwert SU trotz
der Identität der Sache oder der Person fort.
Die Grundform ist also RA „Auslese", was
vortrefflich paßt; denn durch die DA-Behexung
tritt ja, wie wir aus den Mumienbinden wissen,
die Auslese ein. Dieses RA hat nun zunächst
ein deutliches T über sich und ein U hinter
sich, also muß die nach vorne gewendete
schräge Linie, damit der nötige Sinn heraus-
kommt, das schließende M sein; die Figur
heißt also RA·T·UM „die Auslese ist durch T
vollzogen", also ist der unter DA stehende I·E
ein besessener DA·N·I·E. Nun werden wir
auch die der Gruppe vorhergehenden einfachen
Zeichen verstehen; das untere ist ein deutlich
gestieltes E also E·N „ein Mann geworden",
die oberen drei Striche aber scheinen schwie-
riger zu sein. Es sind zwei E·EE, die einem
etwas schief stehenden Striche sich nähern,
also wieder einem N, das hier, um es von
dem aufrechten E zu unterscheiden, als Stie-
lung ohne Vollendung etwas schief gestellt
ist, wir erhalten also die groteske Spielerei
E·E·N·E·N „ein Mann und noch einer, was
ist das (N)? „ein Mann geworden". Der Sinn
ist aus dem Obigen klar und wird noch
klarer werden durch folgende Dinge. Warum
aber hier trotz der fehlenden Verbindung das
schrägliegende E benutzt ist, erklärt uns schon
1
.
.
.
.
|
.
.
.
.
11
.
.
.
.
|
.
.
.
.
21
.
.
.
.
|
.
.
.
.
31
.
.
.
.
|
.
.
.
.
41
.
.
.
.
|
.
.
.
.
51
.
.
.
.
|
.
.
.
.
61
.
.
.
.
|
.
.
.
.
71
.
.
.
.
|
.
.
.
.
81
.
.
.
.
|
.
.
.
.
91
.
.
.
.
|
.
.
.
.
101
.
.
.
.
|
.
.
.
.
111
.
.
.
.
|
.
.
.
.
121
.
.
.
.
|
.
.
.
.
131
.
.
.
.
|
.
.
.
.
141
.
.
.
.
|
.
.
.
.
151
.
.
.
.
|
.
.
.
.
161
.
.
.
.
|
.
.
.
.
171
.
.
.
.
|
.
.
.
.
181
.
.
.
.
|
.
.
.
.
191
.
.
.
.
|
.
.
.
.
201
202
203
204
205
206
.
.
.
.
211
.
.
.
.
|
.
.
.
.
221
.
.
.
.
|
.
.
.
.
231
.
.
.
.
|
.
.
.
.
241
.
.
.
.
|
.
.
.
.
251
.
.
.
.
|
.
.
.
.
261
.
.
.
.
|
.
.
.
.
271
.
.
.
.
|
.
.
.
.
281
.
.
.
.
|
.
.
.
.
291
.
.
.
.
|
.
.
.
.
301
.
.
.
.
|
.
.
.
.
311
.
.
.
.
|
.
.
.
.
321
.
.
.
.
|
.
.
.
.
331
.
.
.
.
|
.
.
.
.
341
.
.
.
.
|
.
.
.
.
351
.
.
.
.
|
.
.
.
.
361
.
.
.
.
|
.
.
.
.
371
.
.
.
.
|
.
.
.
.
381
.
.
.
.
|
.
.
.
.
391
.
.
.
.
|
.
.
.
.
401
.
.
.
.
|
.
.
.
.
411
.
.
.
.
|
.
.
.
.
421
.
.
.
.
|
.
.
.
.
431
.
.
.
.
|
.
.
.
.
441
.
.
.
.
|
.
.
.
.
451
.
.
.
.
|
.
.
.
.
462
.
.
.
.
|
.
.
.
.
473
.
.
.
.
|
.
.
.
.
483
.
.
.
.
|
.
.
.
.
493
.
.
.
.
|
.
.
.
.
503
.
.
.
.
|
.
.
.
.
513
.
.
.
.
|
.
.
.
.
523
.
.
.
.
|
.
.
.
.
533
.
.
.
.
|
.
.
.
.
543
.
.
.
.
|
.
.
.
.
553
.
.
.
.
|
.
.
.
.
563
.
.
.
.
|
.
.
.
.
573
574
Copyright (C) 2003-2026
National Institute of Informatics
and
The Toyo Bunko. All Rights Reserved.