National Institute of Informatics - Digital Silk Road Project
Digital Archive of Toyo Bunko Rare Books
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| 0208 |
Die Teufel des Avesta und Ihre Beziehungen zur Ikonographie des Buddhismus Zentral-Asiens : vol.1 |
| The Devils of Avesta and their Relationship to Iconography of Buddhism in Central Asia : vol.1 |
Citation Information
OCR Text
Verstorbenen. An dies gewonnene TE muß
sich nun die vordere Armlinie, das Θ anschließen,
daran das uns unbekannte Zeichen der Nase;
dann muß die trennende Hieroglyphe einsetzen
und endlich das I schließen. Die Haupt-
schwierigkeit liegt in dem Zeichen, das, die
Kappe bildend, das I ablöst. Dieses Zeichen
scheint als Ganzes genommen werden zu
müssen und zwar deswegen, weil es sonst in
der Rücklinie völlig zerfließt; daraus aber geht
hervor, daß eine Hieroglyphenform als Ganzes
hineingepaßt wird in einen Rahmen, der sich
eines Teiles der Hieroglyphe, um das Ganze
formen zu können, bemächtigt, und diese
Hieroglyphe kann, obwohl unten zugespitzt,
nur die Entstellung der ägyptischen Hiero-
glyphe KA „das Eidolon" sein. Wenn wir
also dem Zeichen den ägyptischen Wert CA
gäben, so erhielten wir eine ägyptische Wieder-
holung des etruskischen TE, mit dem das ganze
Bild beginnt, also ein: TE·Θ·x·CA; also fehlt
uns vor dem CA noch immer jene unten schon
vermißte Letter. Das Lautgebilde, das sich
so ergibt, ist keineswegs zufriedenstellend.
Es liegt also entweder eine falsche Bestimmung
vor oder die Reihenfolge der Zeichen ist eine
andere. Die Schwierigkeit wird beseitigt unter
den folgenden Beobachtungen. Das Mittelstück
der Figur, auf dessen Anlehnung an das
später als SU bestimmte Zeichen wir schon
oben (56) aufmerksam gemacht haben, muß
zunächst geschlossen herausgeholt werden,
also die innere Linie des Arms, der Nase
und der Kappe.
Damit nun erhalten wir außer dem begin-
nenden T zwei noch nicht sichere Zeichen als
die dem T folgenden Lettern, das Θ der Anfangs-
kontur fiele mit dem E der Rückenlinie zu-
sammen zu einer Silbe und es folgte dann
als Schluß der Schädel als I, und die darunter
folgende abgetrennte obere Verlängerung von
E gäbe ein schließendes E, die Gleichung mit
CA (KA) ist aber dann unmöglich. Auch dadurch
erreichen wir keine befriedigende Lautwiedergabe, obwohl das schließende I·E mit Bezug auf
den Inhalt des Folgenden recht wahrscheinlich
ist. Wir müssen also für die Mitte eine andere
Lautwiedergabe zu finden wissen, um damit
auch für die andern zwei Köpfe die Lösung
zu gewinnen. Dort ist eigentlich nur eine Letter
als Schluß für das emphatische VE (UE) „Jungfrau"
möglich: P, und mit diesem P, das uns für den
folgenden Kopf UE·P·I·N gibt, für den in Z. 4
stehenden aber ein UE·P·NI·N, müssen wir hier
eine Gegenprobe durchmachen. Wenn das
Mittelstück des Mannes am Anfang herausge-
löst die Form des SU-Zeichen nachahmt, aber
aus anderen drei Elementen besteht, so muß
das Resultat des SU κατ' ἐξοχήν sein, also eine
Form darstellen, die mit P beginnend die dä-
monische Gestalt so bezeichnet, daß damit
das Thema der Inschrift, das wir ja aus den
Bildern allein ahnten und von dem die bisher
gelungenen Lösungen bereits gleichwertige
Proben geben, umfassend angedeutet ist. Es
stehen nur drei Schriftelemente zur Verfügung:
P, eine gekrümmte Linie, und ein T, die beiden
letzteren Lettern allerdings zur Herstellung
der Figur langgezogen, aber doch deutlich als
P·U·T „Gestank" eine Bedeutung, die auch die
Figur selbst sich die Nase zuhaltend deutlich
ausdrückt, auf dieses PUT folgt ein Θ, ferner I
und E, auch diese Lettern Θ und E sehr lang
gezogen, so daß also hier der Trenner nichts
ausmachen würde; es scheint aber die Be-
rechtigung vorzuliegen, daß der lange Rückstrich
unter der Kappe als Stielung aufgefaßt werden
muß, so daß wir also das köstlich drastische,
freilich fast unübersetzbare PUT·Θ·I·E·N er-
halten. Damit ist uns für diese Inschrift Tür
und Tor geöffnet. Nach diesem Seitenweg, der
uns zwang, die Anfangshieroglyphe zu lösen,
kehren wir zu Z. 4 zurück. Auf dies UE·P·NI·N
„was ist das, die selbstentstandene Jungfrau?"
folgt nun der oben erwähnte aufquellende Keim,
der sich, oben fast zwei Stufen bildend, ab-
rundet. Diese terrassenartige aufsteigende
Bewegung führt das nächste Bild fort; der
aus der Scheibe grinsend hervortretende Gold-
sohn, die „VE·P" ist also da, er steigt py-
ramidenartg auf. Nun sehen wir deutlich,
daß, wenn das SU-Zeichen, das wir erst als
Ganzes, als Silbenzeichen nahmen, zerlegt
werden muß in den S-Haken und das folgende
U, dieses Zeichen, das den Agramer Binden
usw. nach ein HU sein muß, uns in der ersten
den Knick und eine leichte Kuppe bildenden
Linie ein H gibt. Die Antwort HU „der
Stufenkegel", „die Himmelsleiter" ist treffend.
Nach dieser „Himmelsleiter" mit der darüber
erscheinenden „Jungfrau" müssen wir die
Weiterentwicklung, so ekelhaft sie ist, anfassen,
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