National Institute of Informatics - Digital Silk Road Project
Digital Archive of Toyo Bunko Rare Books
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| 0231 |
Die Teufel des Avesta und Ihre Beziehungen zur Ikonographie des Buddhismus Zentral-Asiens : vol.1 |
| The Devils of Avesta and their Relationship to Iconography of Buddhism in Central Asia : vol.1 |
Citation Information
OCR Text
bilde, das wir gelegentlich der rein äußerlichen
Beschreibung einen vom Blitz getroffenen,
ausgebrannten Turm nannten. Zwischen diesen
zwei Zeichen steht das su-Zeichen. Ein Um-
stand ist aber beachtenswert in der Gruppe;
die sonst in „Nestern" so regelmäßigen Ent-
sprechungen sind hier dadurch unterbrochen,
daß die erste Kolonne eine auf der Trennungs-
linie aufsitzende Begleithieroglyphe hat, die
eine Variante jenes Zeichens ist, das wir oben
ra·t·um lasen, das hier aber sicher ganz anders
gelesen werden muß, da die Wurzel ra völlig
fehlt und auch sonst Unterschiede vorliegen.
Es liegt aber klar zutage, daß eine zweite
Parallele besteht zwischen diesem Zeichen und
dem in die Mitte gestellten su, daß also
einerseits die emporstrebende Bewegung der
„Wucherpflanze" die darüberliegende Hiero-
glyphe angleicht an die folgenden Turmhiero-
glyphe, die ebenfalls diese aufstrebende Be-
wegung ausdrückt, andererseits als dritte
Gleichung die zwei langgezogenen Zeichen
hinzutreten; sie bilden den schließenden Wider-
part zu der überschüssigen Hieroglyphe der
ersten Kolonne und dem ihr folgenden su.
Alle diese Hieroglyphen müssen zerlegt werden;
eine besondere Schwierigkeit liegt bei keiner
vor, aber es ist unabweisbar auch das Folgende
zuzuziehen. Übergeleitet durch die einzige
Hieroglyphe, dem Pfahl, erscheint ein zweites
„Nest", das vier Hieroglyphen um eine Variante
des Eselskopfes gruppiert, es folgt das e·a-
Zeichen, ein längliches Viereck, von dem ein
kleines Quadrat abgestrichen ist und ein
abenteuerliches Zeichen, das fast einer plumpen
Hand mit drei derben Fingern ähnelt. Dies
Zeichen enthält offenbar das Fazit des Vorher-
gehenden und muß sachlich der Variante jener
Stelle einigermaßen gleichstehen, von der wir
ausgegangen sind. Das „Nest", dessen Mittel-
stück der Eselskopf ist, ist selbst eine Parallele
der vorhergehenden Gruppe, offenbar glossiert
es das dort in der Mitte stehende su, was
schon dadurch sich ergibt, daß der je zweiten
und dritten Hieroglyphe unter dem Viereck
und dem Turm in diesem „Nest" je ein su
entspricht, das vorher im Zentrum ist. Fassen
wir zunächst die sonderbarste aller Hiero-
glyphen heraus, so ist dieser Eselskopf dadurch
merkwürdig, daß sein Auge, ein ziemlich
derber Ring, auf der dritten Linie des ra-
Zeichens aufsitzt just da, wo oben das kleine
Quadrat ist (Z. 1). Schon dieser Umstand zeigt
für die ganze Stelle die Bezugnahme auf die
erste Zeile. Maßgebend ist ferner, daß das
Emporsteigen in beiden Stellen stark betont
ist, freilich auch fast in der ganzen vorher-
gehenden Zeile. Wenn wir nun die erste Figur
Kolonne 2, Z. 4 auflösen wollen, so sehen wir,
daß wir auch hier dies Eck bekommen, aber
durch das aufgesetzte Quadrätchen gehoben,
dies Quadrätchen unterbricht die obere Linie
und zwar so, daß das Grundelement doch
stehen bleibt, und das besteht darin, daß der
lange Strich, der vom Eck ausgehen müßte,
wegblieb und der Grund liegt darin,
daß die Schrift selbst die Aussprache des
Quadrats als a betonen wollte und dies ge-
schieht dadurch, daß der untere Strich weg-
blieb und so aus den übrigen Konturen oben
ein umgelegtes a gebildet wurde, wir sehen
also, daß mit Emphase der Vokal a zum
Ausdruck kommt; das zeigt uns umgekehrt
die Aussprache des ⌐ Zeichens in Z. 1,
in dem dort der hinten stehende senkrechte
Strich als e betont ist, dieser Vokal konnte
an sich schon aus dem langen Strich des ⌐
geschlossen werden. Das häufigste Wortspiel
etruskischer Ritualtexte ist uns bekannt: es
handelt sich ja auch, wie wir von Anfang an
annahmen, um einen „Keim" also va, was in
Z. 4. so ausdrücklich als beginnende Silbe
der Hieroglyphe verlangt wird, während oben
⌐ als ve „Jungfrau" uns nebenbei zufällt.
Die übrigen Striche des Zeichens haben keine
Schwierigkeit mehr; es ist einfach vane zu
lesen. Fassen wir die Parallele dazu, den
„ausgebrannten Turm" an. Es läßt sich nicht
leugnen, daß dieses groteske Zeichen mit der
dritten Figur von Z. 3 die Eigentümlichkeit
teilt, daß ihr abgewendeter Umriß ein fratzen-
haftes abgewendetes Gesicht bildet, freilich
ohne Auge. Natürlich muß das Zeichen zerlegt
werden. Das scheint schwierig zu sein, da
wir wieder nicht recht erkennen können, wo
wir einzusetzen haben. Eine Mittelfigur fehlt,
und die sonst beginnende Basis scheint nur
ein verbindender Strich zu sein, der entweder
der ersten oder der zweiten Linie angehört.
Wir haben in diesem Zeichen, wie in den
beiden Varianten Z. 3 Lettern vor uns, die
eine gewisse Ähnlichkeit haben mit dem
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