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0235 Die Teufel des Avesta und Ihre Beziehungen zur Ikonographie des Buddhismus Zentral-Asiens : vol.1
The Devils of Avesta and their Relationship to Iconography of Buddhism in Central Asia : vol.1
Die Teufel des Avesta und Ihre Beziehungen zur Ikonographie des Buddhismus Zentral-Asiens : vol.1 / Page 235 (Color Image)

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doi: 10.20676/00000193
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verbindet, ein, und es bleibt also ein kleines
Quadrat mit zwei kurzen Geraden darunter und
zwei längeren nach oben. Wenn wir überlegen,
daß das Quadrätchen ein A ist und zwar mit der
Bedeutung „ewig, Ewigkeit", so können die zwei
unfertigen unteren Linien nur wieder das Nach-
wachsen, Werden, also R als Suffix ausdrücken,
die darüber stehenden zwei kleinen Senkrechten
nur ein emphatisches E, woraus wir also als Anfang
des Wortes oder der Wortgruppe, je nachdem
wir trennen, ein AR·E oder A·RE bekommen:
„ein Mann, ein Phallus, daß er ewig sei" oder
ein RE „eine Sonne der Ewigkeit". Darauf
folgt also ein N der obersten Verbindung, dem
der etwas zurückgebogene zweite Strich folgt.
Er kann trotzdem nur ein E sein und die
folgende Anfangslinie, ausgebuchtet, mit E
besetzt, gibt ein U·E, also ist das Ganze AR·E
(A RE) NE·U·E oder wenn wir umstellen AR E
(A RE) E·N·U·E und wir werden sehen, daß die
letzte Art und die eingeklammerte Lesung die
hier verlangten sind also A RE·E·N·U·E „die
Jungfrau ein E geworden, eine Sonne der
Ewigkeit". Indem wir nun wieder zu Z. 4
zurückkehren, sehen wir diese abgewendete,
augenlose Larve, wie bereits bemerkt, durch
zwei Hieroglyphen, die mit M endigen, glossiert;
ja mit einer Variante der ersteren wird das
neue „Nest" mit dem Eselskopf in der Mitte
angereiht. Dieses ganze zweite „Nest" scheint
kaum etwas anderes, als die emphatische
Wiederholung der vorhergehenden dä-
monischen Eigenschaften der in Rede stehenden
Persönlichkeit zu sein. Beginnen wir mit dem
Eselskopf, so ist der Anfang des Wortes sicher
RA·E; es folgt dann sofort ein RE und durch
Anschluß der Stirnwölbung ein U, das unmittel-
bar in die Ohrgruppe SU übergeht: wir er-
halten also die vollen Kräfte des Zauberers:
„Phallus des Auserwählten, Feuer einer Sonne:
Gold" und diese Titulatur steht in einer ge-
wissen Entsprechung zu der „Schandstange",
wie wir sie oben nannten. Die magischen
Lettern, aus denen die abgewendete Fratze
vorher zusammengerückt ist, sind aber auch
bloß rückwärts gelesen, wie wir sie in den Text
einsetzen wollen, zweideutig und können je
nachdem man die Lettern verbindet (das
unten folgende Glossar gibt die nötige Auskunft)
entweder besagen, daß die Mannheit (E) jener
gefragten Urmacht (N) zu einer Jungfrau (U·E)

werden soll (R), dann aber wieder ein I oder
„Vollendung (NE), daß er werde ein Feuerphallus
(U·E·R) und doch ein I."
Wenn nun durch den Eselskopf jene unbe-
kannte Mannheit schon auserwählt (RA) eine
neue Sonne (RE) ist, ihr Feuer hat, also Gold
wurde, so muß die dazwischen getretene Gruppe
zum Ausdruck bringen, daß der Opferer vom
Sonnenfeuer durchdrungen und so ein RA und
ein RE wurde. Die vier Figuren zwischen der
Larve und dem ersten SU (außer dem Schluß-M)
drücken auch zweifellos diese Weihe aus,
freilich in der auf solche Zeremonien ange-
setzten Strafform. Dieser furchtbar verhöhnende
Ton geht durch alle Inschriften mit Ausnahme
einer einzigen; die Lettern des verdammten
Rituals werden so verbunden, daß die volle
Verachtung in fast unerträglicher Weise zur
Schau getragen wird. Auch in diesen vier,
der Form nach fast gleichmäßigen vier Zeichen
ist ein gewisser Parallelismus, zwei sehr ähnliche
Zeichen flankieren eine Mittelgruppe, die sich
in der Mitte nach dem zweiten Zeichen der
ganzen Reihe durch ein angerücktes deiktisches
M spaltet. Da sich nun ein paralleles M erst
am Ende der Zeile findet, so ist klar, daß
der ganze lange Satz eine ausführliche, wahr-
scheinlich erklärende Glosse zu den kurzen
Absätzen vorher ist und der ganze, mit der
gestielten Larve beginnende Schluß der Zeile,
den wir oben schon herauslösen konnten,
rechtfertigt ja schon diese Vermutung. Also
muß die erste Hieroglyphe hinter „Blitz" und
M in der Tat den Zustand des Priesters oder
richtiger wohl Zauberers wiedergeben, bevor
die volle Weihe, die volle Auswahl ihm zu-
teil wurde, mit anderen Worten, die oben für
Fig. 19 angenommene Lesung PEN bestätigt
sich. Wir müssen also ein Silbenzeichen P(U)
annehmen, das die oben aufliegende kleine
Figur ausdrückt, die zwei Striche zu den Füßen
müssen das emphatisch zum Ausdruck ge-
brachte E sein und die Stange ist dann jenes
N, das wir besonders bei Larven begegnen.
Es ist also in der Tat von dem Folgenden
eine ausführlichere Erklärung zu erwarten, wie
jemand, der ein „E der Verwesung", „ein wert-
loses E gewesen ist", wie der Text am Ende
der Zeile sich ausdrückt, ein „E der Auswahl",
der ein E des Stufenkegels (H (U)·E·N) geworden
ist, genannt werden kann. Die beiden die