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0237 Die Teufel des Avesta und Ihre Beziehungen zur Ikonographie des Buddhismus Zentral-Asiens : vol.1
The Devils of Avesta and their Relationship to Iconography of Buddhism in Central Asia : vol.1
Die Teufel des Avesta und Ihre Beziehungen zur Ikonographie des Buddhismus Zentral-Asiens : vol.1 / Page 237 (Color Image)

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doi: 10.20676/00000193
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besonders geordnete Gruppen folgen. Zunächst
der Stierkopf und der Hebel, unter jedem
eine Variante der Wucherpflanze; dann eine
Art „Nest": zwei gleiche Zeichen oben und
zwei gleiche unten und in der Mitte eine
vergrößerte Wiederholung des unteren Zeichens.
Zwei Zeichen, von denen das untere leider
zerstört ist, folgen. Es fragt sich nun, wie
verhält sich der Anfang des Absatzes zu dem
Ganzen? Es ist nicht zu leugnen, daß dieser
Anfang gewissermaßen das Thema zu dem
Ganzen ist, das in den beiden folgenden
Absätzen vielleicht nur den Anfang erklärt
und dann nur mit einer einzigen Kolonne
schließt. Daß der Inhalt ein gräulicher, übrigens
uns fast genau so bekannter sein muß, zeigt
uns die Gruppe mit dem F·U-Zeichen: der
Sinn ist offenbar, daß wehendes (F) Feuer
(U) aus der Luft in Verbindung tritt mit
irdischem; daß ein Stierkopfdämon einem neuen
Nachwuchs entgegentritt, daß eine von oben
wirkende Kraft die Keimfähigkeit des Nach-
wuchses steigert. Wir haben also klar und
deutlich das unter brüllendem Donner herab-
tosende Blitzfeuer vor uns, die rite herab-
geholt den Nachwuchs mehrt, also muß die
so seltsame erste Gruppe diese Opferart
darstellen, bei der speziell der stierköpfige
Teufel sich einstellt und die, die sie vollzogen
haben, wieder verjüngt. Wir haben oben,
gestützt auf den ägyptischen Lautwert des
Rundtöpfchens, ein NU, sogar ein P · NU erkennen
wollen und in dem augenlosen Schlund ein U
(„Feuer"); sachlich, wie wir sehen werden,
richtig; denn nun haben wir die Mittel, uns
zu helfen. Die sonderbar wirre Anordnung
der zweiten und dritten Kolonne scheint der
Umstand zu verschulden, daß unter dem Rund-
töpfchen eine fast kreuzförmige, nun etwas
beschädigte kleine Hieroglyphe eingeschoben
ist, der, oben dazwischengeschrieben, noch
eine Variante der Stangenhieroglyphe folgt.
Das sieht wie eine Korrektur aus oder wie ein
eingeschobenes „hört, hört". Auch muß es
sich auf das Zeichen, das wir PEN lesen und
dem wir erst nur den Lautwert P(U) geben
wollten, beziehen. Über diesem PEN steht ein
großer Halbkreis NA und vorher ein E·A, vor
dem wieder ein NA steht, es ist also deutlich
von einer Person E · A die Rede, von einer
Person, die ein P · E · N ein E der Verwesung

geworden ist, und dies selbige „ewige E", das
wir oben mit „Pest" gaben, muß also einer-
seits der blinde Drachenschlund sein, anderer-
seits, freilich nach einer noch nicht bestimm-
baren Aktion, als F U mit dem Opferer in
Verbindung treten, als Stierkopfteufel Unkraut
aufschießen lassen u.s.w. Das Rundtöpfchen
hat mit Ausnahme der fehlenden zwei kleinen
Senkrechten offenbar den Lautwert U · S
„brennen", aber die folgenden zwei kleinen
Zeichen zu bestimmen, scheint schwierig und
doch sind gerade diese zwei Zeichen zweifellos
das geradezu entscheidende. Nehmen wir an,
daß das eingezwängte zweite Zeichen eine
Glosse oder Erklärung des vorhergehenden
ist, so ist klar, daß das fehlende E in U · S
hier angesetzt ist, und wenn wir so weit gehen
dürfen, daß wir dies E auch in dem vorher-
gehenden Zeichen suchen, so liegt die Mög-
lichkeit vor, die zwei nach rückwärts laufenden
Striche dafür anzusprechen. Es bleibt uns
dann ein Quadratchen mit zwei langen Strichen
nach unten, also N, N und einem oben deckenden
und einem vorne das Quadratchen deckenden
Halbkreis. Es liegt aber hier etwas ganz
Ungewöhnliches vor, dessen Erklärung nur
durch einen anderen Fall möglich ist. Diese
lösende Parallele findet sich nicht weit von
der vorliegenden Figur. In derselben Zeile
ist in der jetzt dritten Kolonne als oberes
Zeichen eine Hieroglyphe über einem Schuh
abgebildet, die so nicht mehr vorkommt. Es
ist ein doppelter Halbkreis, der nach vorne
durch ein kleines quadratisches Eck abgeschlos-
sen ist. Wenn wir überlegen, was dem Zeichen
vorhergeht, so müssen wir in der bewaffneten
Hand, dem bösen Zeichen E · A folgt, eine
parallele Opferhandlung erkennen, die als ein
erstes Beispiel, wenigstens in dieser Zeile mit
dem Folgenden, den geradezu furchtbaren
Schluß von Z. 5 rechtfertigt. Das seltsame
Zeichen muß zerlegbar sein und zwar so, daß
die innere Figur, die zweifellos beginnt, die-
selben Formen gibt, wie die äußere, aber wenn
eine Wiederholung derselben Silbe oder des-
selben Wortes vorliegen würde, warum sind
denn dann die Zeichen nicht einfach neben-
einander hingestellt? Also muß das Einstellen
einer kleineren identischen Figur in eine größere
ganz bestimmte Bedeutung haben. Wir
haben eine ähnliche Erscheinung bei der Hiero-