National Institute of Informatics - Digital Silk Road Project
Digital Archive of Toyo Bunko Rare Books
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| 0250 |
Die Teufel des Avesta und Ihre Beziehungen zur Ikonographie des Buddhismus Zentral-Asiens : vol.1 |
| The Devils of Avesta and their Relationship to Iconography of Buddhism in Central Asia : vol.1 |
Citation Information
OCR Text
hobener, mit der Kraft der Sonne ausgestatteter
Mensch, der Sohn eines ebenso geweihten
Paares, der Sohn der gespaltenen Ewigkeit.
Also auch hier ist der Vorstellungskreis der
Mumienbinden vor uns, dieser Gerechtfertigte
ist der RE·P dieser Texte. Freilich ist mit
dieser zweifellos richtigen Erklärung der Figur
eine lautliche Wiedergabe noch nicht gewonnen,
aber wir sehen doch, was da stehen muß.
Es ist bereits erwähnt, daß dies Zeichen zu
den En-face-Zeichen jener Vorlage gehört, die
als Beleg, wie wir beweisen werden, in den
übrigen Text eingeschoben sind, also bedarf
dies Zeichen einer ganz anderen Erklärungsmethode. Wenn wir mit der Mittelscheibe
beginnen, so können wir, dem erkannten Sinne
folgend, nur die lautliche Wiedergabe RE·P
einsetzen. Das darauffolgende Paar rechts und
links entspricht aber als vergangene Sonnen
unmöglich mehr dem Lautwerte RE oder REP,
der einzig passende Lautwert für dies Paar
scheint schwierig festzustellen. Heben wir aber
die Mittelfigur ab, so bleibt uns ein zweizackiges
Gebilde mit je einer kleinen Scheibe an der
Spitze. Diese Figur aber ist eine Zusammenziehung des folgenden Zeichens E·A, aber so,
daß statt der kleinen Quadrate kleine Scheiben
gesetzt sind, mit andern Worten, die beiden
Repräsentanten von A sind in Scheiben, also
in Personen verwandelt. Dies merkwürdige
Zeichen kommt aber in den Inschriften vor,
bisweilen sogar so, daß jede der kleinen
Scheiben durch einen Punkt oder ein Ringelchen
bezeichnet ist: Fig. 23 – 29. Nehmen wir aus
dieser Reihe als hierher gehörig die unpunktierten in Fig. 23, 1, 2, Fig. 24, 1, 2, Fig. 25,
2, 3 und Fig. 26, 2, so sehen wir es fast
immer begleitet von einem großen halben
Kreis, aber denselben Kreis in allen vier Inschriften in der ersten Zeile in Gefolgschaft
eines zwischen einem Strich und einem Eck
stehenden Kopfes mit einem augenlosen Wurms.
Wir müssen also zur Erklärung der oben besprochenen Hieroglyphe weiter ausgreifen, aber
wir kommen dabei auf den eigentlichen Kern
der furchtbaren Vorstellung. Es muß hier
betont werden, daß keine Inschrift allein aus
sich selbst ihre Lösung finden kann, und wenn
ich hier hin und her springe, um das erklärende
Material zusammenzuholen, so geschieht es
doch in der Weise, daß aus einer ganzen
Reihe von Versuchen nur diejenigen ausgewählt
werden, die Ergebnisse brachten, ferner so, daß
eine Erklärung die andere stützt und Heraufgeholtes uns später, da es sich bestätigt hat,
zugute kommt. Der Punkt nun, bei dem
wir stehen bleiben müßten, greift so tief in
das Ganze ein, daß es längerer Umwege bedarf,
um zur Lösung dieser so wichtigen Zeile (Fig.
20, Z. 5) wertvoll zu sein. Die vier so nahe
verwandten, stellenweise sogar identischen Inschriften Fig. 23—26 haben vor allem gemeinsam,
daß keine Gruppenteilung durch E·NA vorliegt,
ferner enthalten sie eine Reihe von Hieroglyphen sehr eigentümlicher Art, die sonst
nicht vorkommen und die zu den groteskesten
gehören. Ohne uns nun mit weiteren Parallelen aufzuhalten, wollen wir vor allem die
zuletzt erwähnte Gruppe des blinden Reptilienkopfes zwischen ungewöhnlichen Lesezeichen
genauer uns ansehen. Die Inschriften Fig. 23,
24 und 26 enthalten stark veränderte Formen
desselben Reptils, Fig. 25, die manches Eigentümliche hat, allerdings nicht, welcher Ersatz
dort dafür eintritt, werden wir sehen, aber
daß die Erstgenannten das durch die erste
Figur Eingeleitete in ihrer Art fortführen, ist an
sich klar. Die erste Form der Hieroglyphe legt
sich gestreckt in allen vier Inschriften zwischen
eine Modifikation des E·NA-Zeichens, die darin
besteht, daß das E bleibt, aber statt des Halbkreises ein Eck folgt, aber dahinter folgt
jedesmal ein großer Bogen, also wohl ein
großes NA, und der Gedanke liegt nahe, daß
wohl der Lautwert des Bogens bestehen bleibt,
nicht aber die Funktion des Wörtchens als
Nominalsuffix, sondern als selbständiges Wort,
also als das etruskische Demonstrativpronomen
NA „dieser". Darin liegt aber schon der
Hinweis, daß die vorhergehende Gruppe
ebenfalls eine Person, vielleicht den Namen
eines Dämons, vielleicht aber auch den Namen
einer Stadt enthält, wogegen nun allerdings
das E Veto einlegen könnte. Wenn wir indes
die umgeformte Hieroglyphe in Z. 2 der
Inschriften Fig. 23, 24 beachten, so sehen wir
dort über dem sich aufrichtenden Reptil, das
in beiden Fällen starke Unterschiede zeigt,
daß die vorgehenden fünf Hieroglyphen
fast ganz gleich sind, daß eine Larve darunter
ist und daß über dem Reptil eine eckige Figur
erscheint, die fast die Konturen des umgekehrt
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