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0261 Die Teufel des Avesta und Ihre Beziehungen zur Ikonographie des Buddhismus Zentral-Asiens : vol.1
The Devils of Avesta and their Relationship to Iconography of Buddhism in Central Asia : vol.1
Die Teufel des Avesta und Ihre Beziehungen zur Ikonographie des Buddhismus Zentral-Asiens : vol.1 / Page 261 (Color Image)

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doi: 10.20676/00000193
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(2, Fig. 35) in beiden Stellungen erscheinende
RASENA-Zeichen vermuten läßt, diese Um-
drehungen fordert. Das hier auftauchende
Problem scheint schwierig zu lösen, aber gerade
die richtige Beurteilung desselben gibt uns
ungeahnte Aufschlüsse für das so kunstvolle,
beispiellos vielseitige, aber im Grunde, wie
der Schluß zeigen wird, sehr einfache System.
Die Elemente, aus denen das Zeichen besteht,
müssen durch die Umdrehung eine ganz andere
Bedeutung erhalten, wenn nicht andere Gründe,
die im Bilde liegen, hindernd und die Haupt-
lesung bewahrend, eintreten. Der Grund muß
bei diesem Zeichen wenigstens darin liegen,
daß es, wenn es die einmal festgestellte Be-
wertung behalten soll, nicht umgewendet werden
kann, und das bestätigt sich. Es ist offenbar
ein einziger geschlossener Ausdruck. So sonder-
bar es bei der Verwandlungsfähigkeit des bis-
weilen ganz verzerrten Zeichens klingen mag,
so wird sich doch der Beweis ergeben, daß
eine Hand vorliegt, so zwar, daß sie stets die
rechte Hand mit dem Handrücken und Daumen
in einer langen, gekrümmten Linie zeigt, aber
den von rückwärts gesehenen Zeigefinger schräg
und fast beweglich nach oben gestellt. Damit
ist nun freilich für die Lösung der vorliegenden
Form nichts Besonderes gewonnen, aber wir
sehen, daß die Verwendung von Körpergliedern
doch weiter greift als im Anfang schien, obwohl
aus anderen Gründen oben die Vermutung aus-
gesprochen wurde, daß eine menschliche
Normalfigur zerlegt die Grundlage der Schrift
sei, mit Ausschluß freilich der primären Zeichen
des älteren, fremden Systems, von dem einzelne
Elemente trotzdem in das jüngere übergeführt
wurden, wie Zitate fremder Schrift und fremder
Sprache, die man absichtlich festhalten wollte.
Dieses Zeichen, als Hand erkannt, hat als
Parallele die gestielte Flammenhand zwar in
anderer Richtung, aber doch ebenso gestellt,
also eine linke Hand Fig. 19, Z. 6 und davon
in Fig. 35, Z. 3 eine abenteuerliche Variante,
die sicher etwas anderes nur der linken Hand
anähelt. Die Zerlegung der ersterwähnten,
so häufig in Fig. 35 vorkommenden Form kann
uns nur wenig Elemente bringen, denn es
stehen nur drei lösbare Teile zur Verfügung,
der schräge Strich, die gekrümmte Basis und
das Häkchen für den Daumen. Aber wie
bewerten und wo beginnen? Die nicht kursiven

Formen z. B. in Fig. 20 zeigen uns, daß die
zwei Langstriche zusammengehören, und daß
die ganze vordere Biegung mit zu dem Haken,
dort zu dem Köpfchen gerechnet werden muß,
so daß der aus Langstrichen bestehende Teil,
wenn man ihn selbst abgetrennt denkt, eine
ganze Reihe von Parallelen in heber- oder
nasenartigen Formen, die sich sogar manchen
Blitzformen nähern, erhält. So zerlegt, erhalten
wir nur zwei unten verbunden zu denkende
Striche, d. h. einen langen, schrägen Strich und
einen parallelen, leicht unten in eine Krümmung
übergehenden, der Rest aber ist in der Kursive
ein Haken, nahezu in der Form eines um-
gedrehten S. Die ungeheure Häufigkeit des
Zeichens in Fig. 35, das immer in derselben
Form auftritt, zwingt zu der Annahme, daß
das darin verborgene Wort entscheidende
Bedeutung hat, eine Bedeutung, die mit Em-
phase immer wieder hervorgehoben wird.
Nie einmal erscheint es allein hinter der
Doppelscheibe Z. 4. Die Gruppe dort folgt
auf eine ebenso schließende in drei Kolonnen,
die eines jener oft erwähnten „Nester" bilden.
Die Gruppierung wiederholt in der ersten und
dritten Kolonne dieses „Hand"zeichens als
Schluß, stellt es aber in der zweiten in die
Mitte; so entspricht der Scheibe und dem
„Hand"zeichen der dritten Kolonne in der
ersten nur ein, aber ein kombiniertes Zeichen,
nämlich der rohe Umriß eines Gesichtes ohne
Auge mit einem Haken vor der Stirne, den
wir oben wohl mit Recht eine „Stimme" nannten.
Dasselbe Gesicht ohne den Haken beginnt
den Text, ja es wiederholt sich in Z. 1 ebenso,
aber mit E NA; es kehrt so zweimal wieder in
Z. 3 und je einmal in Z. 4, ohne E NA in Z. 5,
als roher, nasenloser Umriß mit E NA in Z. 3.
Also sicher die Larve eines Toten, die nun
hier, mit der „Stimme" versehen, das Gegen-
stück bildet zu Doppelscheibe und Hand.
Neben dieser mit der „Stimme" ausgestatteten
Larve erscheint in Z. 1 in sonderbarer Grup-
pierung dasselbe Zeichen, aber die „Stimme"
oben hat nicht bloß einen Haken, sondern ein
eiförmiges Scheibchen, das fast einem darüber-
gestellten Auge gleicht. Wir sahen oben, daß
die Umrißlinie des Gesichtes einer dämonischen
Larve, einem L entspricht, wir hätten also in
den einfachen Umrissen nur ein L vor uns,
aber der obere Strich ist länger als dort, wo