National Institute of Informatics - Digital Silk Road Project
Digital Archive of Toyo Bunko Rare Books
|
|
Color Thumbnail -
Page Number -
Biliographic Information (Metadata) -
Caption -
Color Image -
Gray HighRes. Image -
Facing Pages -
Graphics -
| 0287 |
Die Teufel des Avesta und Ihre Beziehungen zur Ikonographie des Buddhismus Zentral-Asiens : vol.1 |
| The Devils of Avesta and their Relationship to Iconography of Buddhism in Central Asia : vol.1 |
Citation Information
OCR Text
gesetzt wird. Dreckgeburt im Feuer ist das
Ergebnis, und diese Hieroglyphe beginnt die
furchtbaren Inschriften Fig. 19, 20; die Anfangs-
zeilen beider Inschriften, die die Symbole der
königlichen Macht tragen, sind also Anreden
an Untertanen des iranischen Königs, deren
verstecktes Ritual in seiner vollen Bestialität
dabei offen behandelt wird. Das ist jene
„nordische Landschaft", jenes traumhafte Para-
dies, dargestellt auf Befehl einer königlichen
Majestät, die sich in Ewigkeit zu sichern, von
Unberechtigten derartige Gräuel als Krafthand-
lungen verübt werden, die sie aber doch nicht
fassen und festhalten können. Wir sehen also,
wie sich der erste Eindruck, den ein unbe-
fangener Blick auf diese Hieroglyphenreihen
darbietet, auch durch die Analyse der Zeichen
selbst bestätigt; dieses Feld voll zerrissener
Glieder, zerschlagener Gebeine, voll Spuk-
larven und Teufelsköpfen, voll Unflat, Feuer, Blitz
und Donner erinnert sofort an Sodom. Die
Anrede in Z. 1 enthält also wirklich die Namen
der Teufel und damit ihrer Anhänger, denen
die in Z. 2, 3 zugeschriebenen Opfer gelten.
Wir haben neben P-NU-EL, dem Hauptteufelsnamen folgt, noch drei mit E-NA be-
zeichnete, also zweisprachige Hieroglyphen.
Diese vier Schreckensnamen wollen wir, ehe
wir das Ganze aufrollen, zunächst zu bestim-
men suchen.
Die nächste Hieroglyphe, eine Doppel-
hieroglyphe, weist schon durch die folgende
aufkräuselnde Flamme auf Brand; deshalb
nannten wir sie oben einen Rost. Die
Hieroglyphe hat den Charakter des primären
Systems schon dadurch, daß sie von vorne
sich darstellt. Zwei auf die Spitze gestellte,
etwas verschobene Vierecke sind mit einem
inneren Rand versehen, der an den Seiten
nach innen etwas anschwillt und so ein durch
eine breitere Bahn, die selbst wieder durch
eine Senkrechte geteilt ist, halbiertes Mittelfeld
mit Seitenkerben bildet. Die beiden Zeichen
stehen ziemlich übereinander, an dem oberen
ist nach unten eine kurze schräge Linie
angefügt. Dasselbe Zeichen erscheint in
der Schwertinschrift Fig. 20 mit anderen
Hieroglyphen, aber unmittelbar auf P-NU-EL,
doch keineswegs so ausgeführt, wie hier; es
hat in der Mitte nur zwei Senkrechte, die
den Kontur nicht erreichen; der innere Rand
fehlt. Die Zeichnung ist also kursiver und
zeigt uns durch Weglassung der weiteren
Ausstattung die Hauptelemente. Wir sehen
zunächst von den übrigen Varianten ab, um
zu Ende zu kommen; denn die Unterlagen
zur Lösung des Ganzen sind bereits gewonnen.
Der Doppelstrich der kursiveren Form ist hier
nur einer, der allerdings eine Bahn teilt; er
kann also dem Doppelstrich nicht entsprechen,
daraus geht hervor, daß die zwei kleinen Felder
je einem Strich entsprechen. Wenn so, dann
sind diese beiden inneren Felder ebenfalls für die
kursive Form von oben gesehen, also zwei
hervortretende Dinge, die nebeneinander aus
der Mitte des umgestellten Quadrates den
inneren Teil einer Umrahmung bilden. Die
Verdoppelung der Hieroglyphe wird durch die
Differenzierung schwieriger; denn die angesetzte
schräge Linie gibt der oberen Figur zweifellos
mindestens eine andere Endung, als der unteren,
die dieser Zutat entbehrt. Folgen wir der
früher angewandten Methode, so ergibt sich
daraus, daß zwei quadratische Unterbauten
da sind, auf denen sich zwei parallele Wände
erheben, die oben Einkerbungen haben. Der
Unterbau muß also das Grundwort bilden,
auf dem die Zutaten aufgebaut sind. Diese
zwei Unterbauten können nur die zwei Pfeiler
sein, die den Himmel tragen, aber ob der
dort ihnen beigelegte Lautwert auch hier, wo
sie nicht die lästige Absperrung, sondern die
Stützen, die Träger sind, gegeben werden
darf, ist doch kaum anzunehmen. Es muß
also ein anderer Lautwert gesucht werden,
und dieser ergibt sich aus einer anderen Stelle.
Auf derselben Inschrift erscheint das erste
Zeichen allein in der Mitte von Z. 6, begleitet
von zwei gerandeten, übereinander stehenden
Keilen, die an der Rückseite ein Strich
angesetzt ist; merkwürdig genug folgt das
obere Zeichen nicht der Schriftrichtung; denn
die angehängte Schräge steht nach vorne.
Man hat den Eindruck, als ob die untere
quadratische Figur sich aufgelöst hätte in zwei
keilförmige übereinander, so daß der halbierte
innere Rand zweig brach und die Dreiecke
sich zu Keilen streckten; da aber auch hier
die innere Umrandung glatt und ohne Kerbe
blieb, so steht Keil auf Keil. Also eine erst
quadratische Fläche mit bereits geteiltem,
beiderseitigen Aufbau teilte sich von selbst
1
.
.
.
.
|
.
.
.
.
11
.
.
.
.
|
.
.
.
.
21
.
.
.
.
|
.
.
.
.
31
.
.
.
.
|
.
.
.
.
41
.
.
.
.
|
.
.
.
.
51
.
.
.
.
|
.
.
.
.
61
.
.
.
.
|
.
.
.
.
71
.
.
.
.
|
.
.
.
.
81
.
.
.
.
|
.
.
.
.
91
.
.
.
.
|
.
.
.
.
101
.
.
.
.
|
.
.
.
.
111
.
.
.
.
|
.
.
.
.
121
.
.
.
.
|
.
.
.
.
131
.
.
.
.
|
.
.
.
.
141
.
.
.
.
|
.
.
.
.
151
.
.
.
.
|
.
.
.
.
161
.
.
.
.
|
.
.
.
.
171
.
.
.
.
|
.
.
.
.
181
.
.
.
.
|
.
.
.
.
191
.
.
.
.
|
.
.
.
.
201
.
.
.
.
|
.
.
.
.
211
.
.
.
.
|
.
.
.
.
221
.
.
.
.
|
.
.
.
.
231
.
.
.
.
|
.
.
.
.
241
.
.
.
.
|
.
.
.
.
251
.
.
.
.
|
.
.
.
.
261
.
.
.
.
|
.
.
.
.
271
.
.
.
.
|
.
.
.
.
281
.
.
.
285
286
287
288
289
.
291
.
.
.
.
|
.
.
.
.
301
.
.
.
.
|
.
.
.
.
311
.
.
.
.
|
.
.
.
.
321
.
.
.
.
|
.
.
.
.
331
.
.
.
.
|
.
.
.
.
341
.
.
.
.
|
.
.
.
.
351
.
.
.
.
|
.
.
.
.
361
.
.
.
.
|
.
.
.
.
371
.
.
.
.
|
.
.
.
.
381
.
.
.
.
|
.
.
.
.
391
.
.
.
.
|
.
.
.
.
401
.
.
.
.
|
.
.
.
.
411
.
.
.
.
|
.
.
.
.
421
.
.
.
.
|
.
.
.
.
431
.
.
.
.
|
.
.
.
.
441
.
.
.
.
|
.
.
.
.
451
.
.
.
.
|
.
.
.
.
462
.
.
.
.
|
.
.
.
.
473
.
.
.
.
|
.
.
.
.
483
.
.
.
.
|
.
.
.
.
493
.
.
.
.
|
.
.
.
.
503
.
.
.
.
|
.
.
.
.
513
.
.
.
.
|
.
.
.
.
523
.
.
.
.
|
.
.
.
.
533
.
.
.
.
|
.
.
.
.
543
.
.
.
.
|
.
.
.
.
553
.
.
.
.
|
.
.
.
.
563
.
.
.
.
|
.
.
.
.
573
574
Copyright (C) 2003-2026
National Institute of Informatics
and
The Toyo Bunko. All Rights Reserved.