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Digital Archive of Toyo Bunko Rare Books
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| 0325 |
Die Teufel des Avesta und Ihre Beziehungen zur Ikonographie des Buddhismus Zentral-Asiens : vol.1 |
| The Devils of Avesta and their Relationship to Iconography of Buddhism in Central Asia : vol.1 |
Citation Information
OCR Text
sohn", einen „Spuk" (KA), einen „Gesiegelten",
einen „Doppeltbeseelten", so muß die primärste
Form dieser Reihe die Vorstufe aller dieser
Veränderungen vor und nach dem Tode jene
Figur sein, die von der Erde zum Himmel
emporsteigt, der Kegel oder die Spielfigur HU.
Erdenkreatur, aber aufgerichtet stehend stellt
dies HU die kreatürliche, in die Höhe treibende
Kraft der Erde dar, vor allem das männliche
Prinzip, das begattende Element, und so finden
wir diese Hieroglyphe als H (U) E in Fig. 35,
Z. 1 durch ein langes E anders vokalisiert und,
mit einem Querstrich versehen, zu H·E·N ver-
ändert. Mit einem inneren Kontur versehen,
erhält es nach der primären Methode den
Ausdruck des ewig Bestehenden, und dieser
hineingeschriebene Kontur beginnt: A·HU wurde
bereits erwähnt. Etwas abgestumpft und innen
mit kleinen Senkrechten beschrieben verändert
es den Sinn insofern, als wir damit ein
angähneltes, aber zerlegbares Zeichen erhalten,
dessen lautliche Wiedergabe ESV durch die drei
E-Zeichen auffallend ist. Da schon in der
nächsten Zeile ein fast flaschenförmiges, hohes
Gebilde mit einem langen E in der Mitte
erscheint, das füglich ebenso gelesen werden
muß, muß der Inhalt der Inschrift den Unter-
schied erklären, und das geschieht dadurch, daß
das erstere Zeichen, das übrigens beschädigt
ist, auf eine der zweiten sehr ähnliche
Figur folgt, die aber außerdem noch schraffiert
ist. Diese Schraffierungen bezeichnen, wie
wir wissen, das beständige Ansteigen, sie
entsprechen den Stufen der Pyramide. Also
drücken sie die Dauer aus und würden im
HU-Zeichen den Vokal in A, der nun von E
gefolgt ist, verändern. Da aber nur eine An-
ähnlichung vorliegt, so erhalten wir, dem vorigen
folgend, ein E·A·SV für diese Variation, ganz
andere Elemente aber für die wunderlichen
Bildungen in den Figg. 23—25. Hier sind
direkt Hörner gewollt; die einfachste Form
des schraffierten Horns Fig. 19, Z. 1 HA·R „daß
ein Stier sei", beweist das. Diese gekrümmte
Form der Hieroglyphe erscheint besonders
häufig in den Figg. 23—25, aber sehr starken
Veränderungen unterworfen. Doppelt reprä-
sentiert sie als beginnende Hauptfigur, der
sich die hinzutretenden Schriftelemente fügen
müssen, den HA „den Stier", und das durch
den Zwischenraum entstehende E macht das
Ganze zum gehörnten Mann, zum „Stiermann"
HA·E Fig. 23,1; 24,1; 25,2, daraus entsteht
durch ein angeschobenes S ein HA·E·S, Fig. 24,
Z. 2, oder durch Abrücken des einen Horns
und Dazwischenschieben eines N in der Basis
ein HA·E·N, Fig. 23, Z. 2. Alle drei Inschriften
bieten aber noch eine Form des Hörnerpaares,
das in der Mitte ein langgezogenes, hoch-
gestelltes TU-Zeichen als Zwischenraum bildet,
Fig. 23, Z. 2 (undeutlich), Fig. 24, Z. 2, 3 und
Fig. 25, Z. 2, das also HA·TU „dämonische
Liebe des Stiers" gelesen werden muß. Diese
Hörner sind alle stumpf, da die Anlehnung
an die Form SU maßgebend ist, wie wir sehen
werden. Die spitzen Hörner in Fig. 21, Z. 5,
paarig Fig. 21, Z. 1 müssen ebenfalls HA gelesen
werden, und ebenso das dort Z. 2 oben etwas
kegelartige Horn; denn sie sind dort in einem
Zusammenhang, der diese Form verlangt.
Eine ganz abenteuerliche Bildung ist das Horn
mit Beigabe, Fig. 20, Z. 2. Dies schon einmal
besprochene Zeichen schiebt zwei wichtige
Hieroglyphen zusammen: das primäre, aus SU
umgebildete CA, dessen Umformung zu C·E
und C·I·A wir ebenfalls bereits kennen, ist
angerückt an HA, also liegt eine Kombination
von zwei Schlüsselzeichen, wie die Chinesen
sagen würden, vor. Wir haben also den CA,
den Spuk eines „Stiers" (HA) vor uns. Die
häufigen, einfachen Brettspielfiguren gleichen-
den Zeichen mit Schraffierungen; Fig. 22, Z. 1;
27, Z. 2; 33, Z. 1, die auch paarig vorkommen,
Fig. 22, Z. 1, sind ebenfalls HA zu lesen, ihre
Form bedingt den Inhalt. Die zwei kleinen
Dreiecke in Fig. 38, Z. 1 sind nur kursive
Entstellungen der normalen Formen HU und HA.
Eine Serie von der größten Bedeutung für
die richtige Erklärung dieser Schrift sind die
Darstellungen der Blitze. Das erste Zeichen
dieser Art, Fig. 28, Z. 1, 3, 4, haben wir oben
in einer Form gefunden, die uns die Lesung
TI·N nahelegte: es ist ein senkrechter Strich
mit zwei spitzen Zacken mit dem Lautwerte
TI und einem davon losgelösten Striche N.
Wir haben ein primäres Zeichen vor uns, das
in der Methode der Lettern insofern um-
gestaltet ist, daß das Zeichen des Vollendeten,
des Transzendenten, das N angehängt, aber
gelegentlich nach Bedürfnis daneben gestellt
wird. Hier ist die Anlehnung an das N der
Hieroglyphe der Z. 1 N·N·NE, in welcher durch
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