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Digital Archive of Toyo Bunko Rare Books
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| 0326 |
Die Teufel des Avesta und Ihre Beziehungen zur Ikonographie des Buddhismus Zentral-Asiens : vol.1 |
| The Devils of Avesta and their Relationship to Iconography of Buddhism in Central Asia : vol.1 |
Citation Information
OCR Text
das daneben gestellte kürzere E das N (wer?)
bewußt als das Transszendente bezeichnet ist.
Eine Gegenprobe dafür bietet die Blitzform
I·N·A·N, deren dreideutiger Sinn sich unten er-
geben wird; hier sind beide Silben mit deutlichen
Lettern geschrieben. So betrachtet ergibt die
TI·N gelesene Gruppe doch in dem daneben
gestellten Strich, der den auflohenden Brand
darstellt, ein E, da das N schon an der ersten
Figur angehängt ist. Sehen wir uns die
verschiedenen Formen Fig. 19, Z. 4, 5, 7,
Fig. 28, Z. 1, 3, 4, ferner die besonderen
Bildungen Fig. 20, Z. 4; Fig. 28, Z. 3 und die
unter sich so verschiedenen Fig. 28, Z. 3, 4,
6 an, so ist, wozu noch ganz besonders Fig.
19, Z. 3 kommt, unabweisbar, die Anähnlichung
an das konturierte Gesicht zu erkennen. Nicht
nur die oben E·L und TU·N·E·L gelesenen
Formen aus Fig. 35, Z. 1, 3, 4 oder die
merkwürdigen Varianten in Fig. 22, Z. 1;
33, Z. 1, 2, 3; 34, Z. 1; 35, Z. 3 und 37, Z. 1
kommen aber in Betracht, sondern auch die
nasenartigen, so häufigen Hieroglyphen RE·P
und I·P; ja es gehört dazu eine mehrmals
erscheinende Zusammenrückung eines ähnlichen
Doppelzeichens, das auf das Zeichen ΘVE
aufgesetzt wird, z. B. Fig. 28, Z. 6 (Mitte) und
Z. 7 (erstes Zeichen). Die kursive, aber un-
gemein deutliche Hieroglyphe eines mundlosen
Gesichtes in Fig. 37, Z. 1 und eine zweite,
noch kursivere, die sicher trotz des fast
naturalistischen Auges gleichwertig sein muß,
Fig. 34, Z. 1, sind, da sie das Auge, das in
den übrigen Varianten fehlt, sehr stark betonen,
zunächst besonders zu behandeln. Das Auge
von Fig. 37, Z. 1 ist ein klares TI, aber das
von Fig. 34 macht Schwierigkeiten. Die
Grundform ist TU, das I ist als Pupille hinein-
geschrieben; es soll also den Vokal U in I
verwandeln und der Haken, der vom Augen-
winkel an aufsteigt, wird erklärlich dadurch,
daß der Augendeckel die Form des Auges
selbst umgekehrt wiederholt; es ist also
nur eine Verstärkung des Grundelements,
die zugleich auf das hineingezeichnete I durch
einen übergreifenden Strich hinweist. Der
Gesichtskontur dieser Form bildet eine einzige,
nicht abgeteilte Linie, und an die Linie ist
als Nasenflügel ein zweites I angerückt. Dies I
muß der ersten Silbe folgen, und dem dann
das umgewendete sehr große C. Wir erhalten
also das abstoßende Wort TI·I·C, das uns klar
werden wird. Der Kontur des Gesichtes von
Fig. 37, Z. 1 ist nicht so einfach; er muß
auch zweifellos zerlegt werden. Die starke
Biegung der Stielung zeigt uns, daß wir kein N
dafür einsetzen dürfen, es bleibt also ein stark
geknicktes L mit einem Haken als Nasenflügel
und einer abgesetzten Verlängerung nach oben.
Der an die Nase als Flügel angesetzte Haken
ist ein C, und die Verlängerung nach oben
soll nur darauf hinweisen, wie das C von der
L-Linie abzulösen ist. Wir erhalten also für
die ganze Figur die Lesung TI·CL, die dem
Sinne nach kaum etwas anderes ist, als das
Vorhergehende. Wir sehen, daß das Suffix L,
das die Bedeutung des Übernatürlichen, des
Magischen hat, hier das sonst so häufige N
„vollendet" ersetzt, ferner, daß ihm gegenüber
das angehängte P, in der Bedeutung des
Ebenentstandenen, Neuen, eine Gegenbildung
ausdrückt. Neben der E·L gelesenen Form,
die Mund und Kinn nur durch eine Rundung
umschreibt, erscheint aber auch eine kursive
Form des Zeichens in Fig. 33, Z. 1, 2, 3, die
zwei Rundungen gibt, also den Mund noch
besonders ausdrückt. Wenn wir nun hier das E
der Stirn abheben, bleibt uns statt der Ein-
buchtung des L ein dreifacher Haken übrig,
der nach unten die Biegung des L beibehält.
Dieser dreifache Haken erscheint, aber in
ein N auslaufend, einmal verbunden, Fig. 28, Z. 6,
einmal losgelöst, Fig. 28, Z. 4, von einem langen,
senkrechten Strich (E); es steht also in diesen
Fällen das E dahinter. Diese doppelten Aus-
buchtungen sind aber nichts weiter als gra-
phische Verschleifungen eines eingeschobenen I,
so daß also die ersteren Formen in Fig. 33,
da die betonte Mitte beginnt, I·E·L gelesen
werden müssen, die letzteren Formen Fig. 28
aber I·N·E. Die seltsamste Form, Fig. 35, Z. 3,
die das ganze Gesicht nur mit einer langen
Senkrechten, die oben und unten Ecken bildet,
gibt, ist nur ein E·L, eine aus zwei zusammen-
geschobenen Lettern bestehende Hieroglyphe
ohne graphische Anähnlichung, die in diesem
Falle absichtlich vermieden ist. Die mit ein-
zelnen Vollhieroglyphen gebildete augenlose
Larve von Fig. 22, Z. 1 ist durch die folgende
ungewöhnliche Gruppe von Zeichen eine der
auffallendsten Erscheinungen des Schriftsystems.
Schon die Auflösung in Einzellettern, die
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