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0327 Die Teufel des Avesta und Ihre Beziehungen zur Ikonographie des Buddhismus Zentral-Asiens : vol.1
The Devils of Avesta and their Relationship to Iconography of Buddhism in Central Asia : vol.1
Die Teufel des Avesta und Ihre Beziehungen zur Ikonographie des Buddhismus Zentral-Asiens : vol.1 / Page 327 (Color Image)

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doi: 10.20676/00000193
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bis zu einem gewissen Grade an die Inschrift
des Männerkopfes in Fig. 19 erinnert, dient
offenbar dazu, die Lesung einer Figur zu er-
leichtern, die in der dritten folgenden Kolonne
die Gruppe zu schließen scheint. Diese kleine
Hieroglyphe ist ein Unikum; wir sehen einen
kleinen, fast affenartigen Kopf, gestielt, und
zwar mit derselben gebogenen Stielung, die
die beginnende Larve als getrennten Strich
für den Hals verwendet, aber auf dem kleinen
Kopf sitzt eine hohe Mütze mit hinten herab-
hängendem Lappen, die an das oben be-
sprochene Horn angeähnelt und schraffiert ist,
ein schraffierter höherer Kegel folgt, dann
ein Tierkopf mit zwei paarigen schraffierten
Kegeln und einer dreigestrichenen Figur, die
an die oben erwähnte von Fig. 19, Z. 4 unter
dem herausgenommenen Namen erinnert. Da
die Spitze des Doppelstabes, den der Priester
in der Linken hochhebt, noch bis zu dieser
Anfangsstelle reichte, müssen wir uns auf etwas
ganz Gewichtiges gefaßt machen. Die Be-
ziehung, die zwischen der beginnenden Larve
und dem kleinen Köpfchen besteht, ist un-
leugbar, aber einzig und rätselhaft sind die
dazwischen erscheinenden Zeichen, und doch
ist klar, daß durch sie die Umformung der
Larve zu dem Köpfchen ausgedrückt sein muß.
Lesezeichen fehlen; es ist daher sehr fraglich,
ob wir die bisher befolgte tuskische Lesung
der Lettern beibehalten dürfen.

Es liegt hier ein Fall vor, der zwar Zeichen
benutzt, die uns schon bekannt sind, dabei
aber wie in Fig. 27 sehr viele, die einen ganz
besonderen Charakter haben, auch entbehren
beide Inschriften bis auf ein paar Stellen der
Lesezeichen. Wir haben oben ein paar Zeichen
zu lösen versucht und eine Reihe von Ele-
menten des tuskischen Systems erhalten, die
im ersten Falle nicht ganz mit dem übrigen
System übereinstimmten, ohne deshalb gerade
falsch zu sein. Der Eindruck war der, daß
ein anderes System, das in dieser Inschrift
Fig. 22 das maßgebende ist, zu diesen Ab-
weichungen zwang, damit die eigentliche
Lesung, die diese Worte bergen sollte, möglich
war. Die Sache liegt nun so, daß schon die
erste Hieroglyphe, die augenlose Larve, uns
zwingt, diesem System näher zu treten, aber
wir müssen, um diese Hieroglyphe zu verstehen,
zu den noch übrigen Varianten der Blitz-

darstellungen zurückgreifen. Schon die beiden
oben behandelten Zeichen, die wir tuskisch
M·U·S·E und Θ·A·N·I·E lasen, (Varianten der-
selben finden sich auch in Figg. 21, 27) zeigen
uns eine unabweisbare Anähnlichung an die
sich aufbäumenden, kursiv geschriebenen
Drachen der Inschrift von Babylon, Fig. 28,
Z. 2, 3, 6, 7. Dort in Z. 3, 6, sowie in Fig. 19,
Z. 4, 5, 7 finden sich nun eine Reihe von Blitz-
darstellungen, deren tuskische Lesung erst fest-
stehen muß, bevor wir an die wunderbare
Inschrift Fig. 22 und an ihre Anfangshieroglyphe
gehen können. Indem wir zunächst Fig. 19
anfassen, die nur einen scheinbar einfachen
Typ bietet, sehen wir durch die aus Lettern
zusammengeschobene Variante IN·AN in Z. 3,
daß auch hier jenes Gesicht ohne Auge vor-
liegt, das in Fig. 22, Z. 1 in Elemente auf-
gelöst ist; wir sehen aber auch, daß nur eine
graphische Anähnlichung vorliegt; denn die
bezüglichen Elemente ergeben sich nicht aus
den drei Figuren, von denen eine sogar doppelt
und gegenständig erscheint. Der Eindruck,
daß hier ein primäres Zeichen vorliegt, das
nur graphisch mit IN·AN gleichgesetzt ist, ist
nicht ohne Grund. Nirgends tritt die Belebt-
heit dieser Hieroglyphen so scharf hervor,
nirgends ist der Hinweis auf das rein Pikto-
graphische so aufdringlich, wie in diesen Blitz-
zeichen. Wir haben halb tastend die Formen
in Fig. 28, Z. 1, 3, 4 TI oder TI·N gelesen und
werden nicht umhin können, diese Bestimmung
zunächst festzuhalten. Wir wissen, daß das
primäre Zeichen TU durch eine herumlaufende
Umrandung zu TI wird; teilen wir diese augen-
förmige Umrandung in der Mitte, so erhalten
wir zwei spitze Zacken, ziemlich von derselben
Form wie die der fraglichen Blitzlinien. Es
ist also ein Strahl aus dem eigentlichen Auge,
dem TU-Zeichen, hervorgebrochen, hat das
Symbol des Zornes TI gespalten und ist so
zur Blitzlinie geworden, aber nun so, daß die
beiden Zacken übereinander stehen und in
ein langes N übergehen. Wir haben also das
Recht von dieser Methode aus, die fraglichen
Zeichen TI·N zu lesen. Die Doppelfigur Z. 5
ist im ersten Falle, wo sie gegen die
Schriftrichtung erscheint, oben versehen mit
zwei kleinen E, und auf sie folgt das Zei-
chen CI und etwas zerstört freilich der
mit Armansätzen versehene Kegel. Diese