National Institute of Informatics - Digital Silk Road Project
Digital Archive of Toyo Bunko Rare Books
|
|
Color Thumbnail -
Page Number -
Biliographic Information (Metadata) -
Caption -
Color Image -
Gray HighRes. Image -
Facing Pages -
Graphics -
| 0355 |
Die Teufel des Avesta und Ihre Beziehungen zur Ikonographie des Buddhismus Zentral-Asiens : vol.1 |
| The Devils of Avesta and their Relationship to Iconography of Buddhism in Central Asia : vol.1 |
Citation Information
OCR Text
übrigen Inschrift bietet. Für diese drei Zeichen
steht uns wieder etruskische Lesung zur Ver-
fügung: CA·R U·P·U·L·H·E·N SU·LE·NU.
Die Bedeutung dieser Formel ist (wobei,
wie das zweite Wortgebilde andeutet, hier
LE·N·U abgeteilt werden muß), wenn wir mit
dem letzten Worte beginnen: „Gold, Feuer,
das ein Held wurde, ein Fascinum aus dem
Kegel, ein überirdisches Feuer, dieses eben
entstandene Feuer, damit es ein KA (ein Eidolon)
sei." Wenn wir nun das hier Gewonnene in
verständlicher Sprache aus den etruskischen
Formeln herausholen, erhalten wir vom Anfang
an folgenden Vorgang. Ein flammender Spuk
eines Teufels fährt nach vergeblichen Versuchen,
die Idealform aus eigner Kraft herzustellen
in ein Erdgeschöpf, gestaltet sich in dä-
monischer Form, um Gott gleich zu sein, mit
einem andern, wodurch ein hundsköpfiger
Teufel erzeugt wird. Dieser wirkt in derselben
Weise weiter. Also entsteht durch Teilung
der Scheibe ein Wesen, das diesem Frevel
ein hinfälliges Dasein verdankt. Denn aus
einem solchen Paare in menschlicher Form
wächst der Urteufel auf, der in spukhaften
Flammen usw. imstande ist, die Funktionen
eines Eidolons auszuüben, d. h. besessen zu
machen usw. Also wieder dasselbe, was alle
diese „Tusca" bieten, aber hier in einer Form,
die durch ihre Kürze, Präzision und dadurch,
daß sie uns die andere Lösung auf einen
Schlag gibt, einzig ist. Gehen wir, wieder
gestützt durch die etruskische Unterlage, die
hier kein voller Zaubertext ist, sondern nur
dem Kundigen Stichwörter bieten soll, daran,
die iranische Fassung zu suchen, so bieten uns
schon die im Anfange abgebildeten, absprin-
genden Flammen, die nur Ausdrücke eines
rasendwütigen Temperaments sein können,
sowie das im Schluß dreimal, mit allen magi-
schen Machtvollkommenheiten erwähnte Feuer,
das noch weiterhin besessen machen kann,
den Namen eines Teufels, der als gefürchteter
Satan des Zorns auch uns bekannt ist: Asmo-
däus. Es ist anzunehmen, daß dieser Satan,
den unsere Überlieferung AESMADAEVA schreibt,
an irgend einer Stelle dieses ersten Satzes
erwähnt ist.
Auch die Feststellung des Namens und
dessen, was dazu gehört, ist eine seltsame
und ungewöhnliche. Wir haben die Unter-
suchungen über die kleinen Striche und Ecken
zunächst wieder aufzunehmen. Ersichtlich ist
sofort, daß die zwei Strichpaare oben außer
dem kleinen Köpfchen Z. 1, Kol. 4 nur dem
CA·R-Zeichen oben beigegeben sind, unten
aber nur dem Paare in Z. 1 und dem dämonischen
Zeichen (Z. 2) folgen. Die Identität der zuerst
genannten Zeichen ist nach den übrigen Ana-
lysen bereits außer Zweifel. Die zweite
Gleichung ist freilich viel schwerer sachlich
zu begründen. Allein soviel ist klar, daß die
Stelle Z. 2 eine Erklärung oder Ausführung
irgendwelcher Art zu dem Paare sein muß.
Vielseitiger ist die Verwendung der neun, in
Triaden gruppierten Striche. Doch zeigen sie
uns einen unverhofften Weg. Zuerst erscheinen
sie unter der etruskisch ś gelesenen Letter
Z. 2, dann zwischen LE und U·P·U·L·H·E·N
in Z. 4, 6 und endlich hinter dem Paare Z. 5
über einem Eselskopf. Sie stehen stets auf-
recht und anscheinend zwischen zwei voll-
wertigen Zeichen, in Z. 4, 6 in derselben
Phrase, so daß man auf die Idee kommen
könnte, daß sie gleichwertig seien mit dem
etruskischen ś, welches „oder" im Sinne einer
Gleichsetzung bedeutet. Daraus ergäbe sich
dann, daß die Gruppe Menschenkopf, SU·LE·NU
und ś gleichwertig wäre mit dem Worte MU·SE.
Aber störend wirkte da das etruskische
ś, weil es überflüssig wäre, es sei denn, daß
absichtlich vorher ein auf ś endigendes Wort
vor MU·SE gebraucht wäre, um einen Wink
zu geben. In Z. 4, 6 wäre die Gleichsetzung
durch „oder" möglich, aber warum steht dann
zwischen zwei etruskisch leicht zu lesenden
Wörtern nicht ś? Für Z. 5 ferner ist die Mög-
lichkeit nicht zu erweisen. Diese Bedeutung,
ohnehin von unserer früheren Hypothese ab-
gehend, ist also unwahrscheinlich, aber wahr-
scheinlich ist der Umstand, daß damit, wenn
auch in anderem Sinne, die zwei Personen des
Paares, aber getrennt bezeichnet sind. Es sind
also vom zweiten Teil Z. 2 an bis Z. 4 und
in Z. 5 ff. zwei Personen aufgeführt, sicher als
Vertreter solcher Anschauungen, so daß wir also
auf das früher Vermutete zurückgeleitet werden.
Bei dem zweiten setzen nun die zahlreichen
Gruppen ein, die mit E·A entweder eingeleitet
oder (einmal) von ihm begleitet sind. Schon
dadurch, wie durch den größeren Umfang des
dem zweiten gewidmeten Textes (volle vier
1
.
.
.
.
|
.
.
.
.
11
.
.
.
.
|
.
.
.
.
21
.
.
.
.
|
.
.
.
.
31
.
.
.
.
|
.
.
.
.
41
.
.
.
.
|
.
.
.
.
51
.
.
.
.
|
.
.
.
.
61
.
.
.
.
|
.
.
.
.
71
.
.
.
.
|
.
.
.
.
81
.
.
.
.
|
.
.
.
.
91
.
.
.
.
|
.
.
.
.
101
.
.
.
.
|
.
.
.
.
111
.
.
.
.
|
.
.
.
.
121
.
.
.
.
|
.
.
.
.
131
.
.
.
.
|
.
.
.
.
141
.
.
.
.
|
.
.
.
.
151
.
.
.
.
|
.
.
.
.
161
.
.
.
.
|
.
.
.
.
171
.
.
.
.
|
.
.
.
.
181
.
.
.
.
|
.
.
.
.
191
.
.
.
.
|
.
.
.
.
201
.
.
.
.
|
.
.
.
.
211
.
.
.
.
|
.
.
.
.
221
.
.
.
.
|
.
.
.
.
231
.
.
.
.
|
.
.
.
.
241
.
.
.
.
|
.
.
.
.
251
.
.
.
.
|
.
.
.
.
261
.
.
.
.
|
.
.
.
.
271
.
.
.
.
|
.
.
.
.
281
.
.
.
.
|
.
.
.
.
291
.
.
.
.
|
.
.
.
.
301
.
.
.
.
|
.
.
.
.
311
.
.
.
.
|
.
.
.
.
321
.
.
.
.
|
.
.
.
.
331
.
.
.
.
|
.
.
.
.
341
.
.
.
.
|
.
.
.
.
351
.
353
354
355
356
357
.
.
.
361
.
.
.
.
|
.
.
.
.
371
.
.
.
.
|
.
.
.
.
381
.
.
.
.
|
.
.
.
.
391
.
.
.
.
|
.
.
.
.
401
.
.
.
.
|
.
.
.
.
411
.
.
.
.
|
.
.
.
.
421
.
.
.
.
|
.
.
.
.
431
.
.
.
.
|
.
.
.
.
441
.
.
.
.
|
.
.
.
.
451
.
.
.
.
|
.
.
.
.
462
.
.
.
.
|
.
.
.
.
473
.
.
.
.
|
.
.
.
.
483
.
.
.
.
|
.
.
.
.
493
.
.
.
.
|
.
.
.
.
503
.
.
.
.
|
.
.
.
.
513
.
.
.
.
|
.
.
.
.
523
.
.
.
.
|
.
.
.
.
533
.
.
.
.
|
.
.
.
.
543
.
.
.
.
|
.
.
.
.
553
.
.
.
.
|
.
.
.
.
563
.
.
.
.
|
.
.
.
.
573
574
Copyright (C) 2003-2026
National Institute of Informatics
and
The Toyo Bunko. All Rights Reserved.