National Institute of Informatics - Digital Silk Road Project
Digital Archive of Toyo Bunko Rare Books
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| 0357 |
Die Teufel des Avesta und Ihre Beziehungen zur Ikonographie des Buddhismus Zentral-Asiens : vol.1 |
| The Devils of Avesta and their Relationship to Iconography of Buddhism in Central Asia : vol.1 |
Citation Information
OCR Text
Hälften, dann aber diese quer, klappen zu-
sammen und die Figur E A ergibt sich als
die Folge eines von unten nach oben geführten
teilenden Stoßes. Dasselbe Prinzip drückt
die Variante des AR-Zeichens aus, doch so,
daß Scheiben, die vergänglich sind, geteilt
werden. Hinter dieser Figur, die sonst das
Gefolge des Zeichens I·E·E·NA·I·NA ist, er-
scheint der Tierkopf und E A. Durch diese
Teilung also, die die Scheibe als vergänglich
erweist, wird das teilende Fascinum (E) un-
sterblich (A). Damit haben wir mit etruskischen
Mitteln die Unterlage geschaffen, um entschei-
dend eingreifen zu können.
Auch hier ist also dieselbe Grundidee, wie
oben. Gerade wegen des uns fast unbegreiflichen,
abstoßenden, menschenunwürdigen Inhalts,
der allen etruskischen Dingen eigen ist,
ist es wichtig, zu zeigen, daß nur auf Grund
dieser Bestialitäten die grandiose Hauptsache
möglich ist. Wir müssen uns aber auch den
Vorgänger, den Spuk, der den Nachfolger
besessen macht oder sich in ihm verkörpert,
noch genauer ansehen. Es ist wenig, was
wir über den äußerlich angezeigten Inhalt zu
sagen haben. Doppelte Feuerzeichen beginnen,
es folgt ein baumartiges Gestell, das den
Himmel in eckiger Form hochhält, dann das
Zeichen I·E·E·NA·I·NA, dann die sich aufblähende
und vergeblich Arme bildende Hieroglyphe,
die zwei Paar Striche, dann ein Menschenkopf,
unbärtig, mit glatt anliegender Kappe, dann
SU·LE·NU·S, die neun Striche, MU·SE, dann
I·E·E·NA·I·NA, das beschriebene A R-Zeichen
und ein Vogel, eine nach oben gewendete
Hand, N·N·NE . . . . . . nach dieser Lücke:
U·P·U·L·H·E·N SU·LE·NU, die zwei Paar Striche,
CA·R, dann aber vor der Gruppe, die in Z. 6
wiederkehrt, ein paar ganz ungewöhnliche
Zeichen, die wir oben ungelöst lassen mußten.
Der Tierkopf zeigt die Zunge, hat keine Ohren,
aber eine seltsame, zweilappige Bedeckung
des Hinterkopfes, während die zweite Hiero-
glyphe geradezu rätselhaft ist. So viel scheint
sicher zu sein, daß wir den Kopf eines toten
Tieres, wahrscheinlich auch eines Hundes vor
uns haben. Vielleicht ist der Kopf abgeschlagen
und deswegen hinten verdeckt. Da das
Zeichen CA·R „daß ein Eidolon sei" vorausgeht,
ist das noch wahrscheinlicher. Nehmen wir
das an, so soll der Geist eines Hundes ein
Eidolon sein. Also drückt der Hundekopf (Z. 4)
denselben Zwischenzustand aus, der oben (Z. 1)
der Zwischenzustand eines I·P·A „Ich" genannten
Geistes war, bevor er in menschliche Form
überging. Da nun mit diesem Kopfe des toten
Hundes der Absatz, der dem MU·SE genannten
gilt, schließt, so muß der zweite, der gleich
im Paare Z. 5 erscheint, von einem Manne,
der einen Hundegeist in sich hatte, behext
sein. Es fehlt aber in dieser Reihe die
rätselhafte Hieroglyphe unter dem Kopfe.
Dieses Gebilde ist so unter den Tierkopf
geschoben, daß man auf seine Zugehörigkeit
dazu aufmerksam werden soll. Die Mittellinie,
welche die Figur teilt, bildet auf der Rückseite
drei gleiche, hinten abgerundete Linien, nach
vorne jedoch eine rüsselartige Verlängerung
mit einer Volute darüber. Es ist also in
einer unglaublich plumpen Art die noch übrige
zeugende Kraft des nun als Tier Verstorbenen
zum Ausdruck gebracht. Wie unerhört dies
sich im medischen Texte löst, wird das
Folgende zeigen.
Die Gruppe, an der wir am besten zum
Ziel kommen, ist die Anfangsgruppe, und zwar
die ersten drei Kolonnen, die übergeleitet
werden zum Folgenden durch die schief ge-
stellten zwei paarigen Striche. Doch ist
unabweisbar, daß, wie die zweite Hälfte des
P am HA·R-Zeichen zeigt, auch diese Hiero-
glyphe noch dazu gehört. Warum stehen doch
die Striche dazwischen? Die nächsten stehen
zwischen dem Tierkopf und dem CA·R-Zeichen
und noch zweimal begegnen sie uns vor oder
über CA·R hinter U·P·U·L·H·E·N SU·LE·NU.
Hier werden offenbar Elemente geschieden,
feurige Erscheinungen abgehoben von anderen
Dingen, in der Luft erscheinende Irrlichter,
spukende Flämmchen als solche markiert im
Unterschiede zu irdischen Dingen. Denn in
allen Fällen liegen solche Erscheinungen vor.
Das mit dem HA·R kombinierte Köpfchen wird
sicher ohne das HA·R durch die zwei paarigen
Striche (auch durch das halbe P, also gerade-
zu doppelt) als flammende Erscheinung an-
gereiht. Wir dürfen also annehmen, daß, wenn
(was ohnehin sehr wahrscheinlich schon ist)
die Hieroglyphen bemalt waren, Z. 1, Kol. 1—3
und die Köpfchen feuerrot war, ebenso
aber auch die in Z. 2, 4, 8 so bezeichneten
CA·R-Hieroglyphen. Z. 6 wird das P·E-Zeichen
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