National Institute of Informatics - Digital Silk Road Project
Digital Archive of Toyo Bunko Rare Books
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| 0359 |
Die Teufel des Avesta und Ihre Beziehungen zur Ikonographie des Buddhismus Zentral-Asiens : vol.1 |
| The Devils of Avesta and their Relationship to Iconography of Buddhism in Central Asia : vol.1 |
Citation Information
OCR Text
Variationen: drei E nebeneinander, zweimal
zwei nebeneinander, dreimal drei und längere
Reihen, hier aber zweimal paarig schiefgestellt.
Wenn wir die bereits bestimmten, allerdings
ungewöhnlichen Formen auslassen, weil sie die
Hieroglyphenbilder nicht beeinflussen, wenn
wir auch noch von den zusammengesetzten
absehen, so bleiben uns sieben höchst einfache
Zeichen übrig: ○ )( △ □ | also ein Kreischen,
ein nach vorne geöffneter Halbkreis, ein nach
rückwärts geöffneter, ein Dreieckchen, ein
Quadratchen, ein Eckchen und ein kleiner
senkrechter Strich. Von Farben, die dafür
in Betracht kommen, ist zunächst nur die
kleine Scheibe als goldfarbig gesichert. Die
Bestimmung der folgenden zwei ist just das,
dessen wir bedürfen, um die Übergangshiero-
glyphe zwischen Kreuz und E·A-Zeichen zu
bestimmen und zugleich die beiden in
Z. 1, 3 zu gewinnen. Denn die gegenständigen
Ecken der Hieroglyphe bilden, durch Striche
kreuzweise verbunden, einen wichtigen Teil
des Zeichens, das übrigens selbst eine Variante
des Quadrates ist. Daß dem Grundzeichen,
so auf die Spitze gestellt und verschoben,
der Grundgedanke der Vergänglichkeit im
Gegensatze zum Quadrat innewohnt, wissen
wir; ebenso auch, daß den abgesprungenen
geteilten Scheiben die Verblassung anhängt.
Wenn wir ferner recht haben, daß die Grund-
hieroglyphe die Erde darstellt, so werden wir
ihr als Feldfarbe grün zubilligen müssen.
Grün aber ist keine heraldische Grundfarbe,
sondern nur eine Nebenbildung zu blau; da-
mit gewännen wir also für die Grundfarbe
des Quadratchens blau. Die Ecken der
grünen Erde bilden vier Berge, deren Farbe
als Teile eines Kreises, der verblaßt aus der
Sonne herabsank, nie silbern sein kann, aber
doch wohl mit gewissen Unterschieden, die
nur darin bestehen können, daß im ersten
Falle, dem etruskischen I, die Goldfarbe noch
bleibt, aber, da dies Zeichen nie allein vor-
kommt, durch die Begleithieroglyphe eine
Bindung besonderer Art erhält. So bleiben
uns nur noch das Dreieckchen, das Eckchen
und der Strich (E) mit seinen Nebenformen.
Daß dieser die Grundfarbe hochrot haben
muß, da seine Abarten feuerrot und braunrot
bieten, scheint wahrscheinlich zu sein. Damit
sind, mit Ausnahme von schwarz, die heraldischen
Grundfarben erledigt, aber es blieben uns
noch das Dreieckchen und das Eckchen, das
ein Teil des Kreuzes ist. Hier ist zu beachten,
daß diese beiden Elemente eigentlich selten
sind. Das Dreieckchen hat eine Bedeutung,
die am deutlichsten hervortritt in den zahl-
reichen Kegeln, Pyramidchen und hörner-
förmigen Figuren. Die Grundidee ist die aus
der Erde nach oben treibende Kraft. Ja, die
etruskische Entartung legt uns sogar nahe,
an Düngung zu denken, so daß wir also, was
für E·HU gegenüber E·Θ gut paßt, eine etwas
drastische Nebenfarbe für gold, demnach
braun für alle kegel- und hörnerförmigen
Hieroglyphen erhalten. Das Eckchen ist ein
Stück des Kreuzes, das Kreuz ein Symbol
des mit ausgebreiteten Armen stehenden und
betenden Menschen, also ist, wie die An-
näherung an das hochrote Strichzeichen (E)
schon nahelegt, für alle Kreuze und ecken-
förmigen Figuren ein lichtes Rot einzusetzen.
Damit haben wir das Grundschema fest-
gestellt.
Diese Farben stimmen nicht genau zu
denen der Zinnenkränze von Ekbatana, wie
Herodot loc. cit. sie beschreibt. Es fehlt
purpurrot und die dort in der Reihenfolge
vorhergehenden Farben weiß und schwarz.
Es ist zu beachten, daß jene drei keinen
solaren Charakter haben können, der für die
Schrift sichtlich maßgebend ist. Weiß und
purpur oder braunrot sind Untergruppen für
silber und hochrot, schwarz kann nur dä-
monischen Charakter haben.
Bevor wir nun an die Permutationen dieses
Systems gehen, ist die Frage zu beantworten:
wenn die Figuren in der Tat ausgemalt waren,
warum sind dann die Zeichen für die Farben
noch besonders beigeschrieben? Der Grund
liegt darin, daß eine Gleichmäßigkeit erzielt
werden soll; *da nämlich die normalen Farben
innerhalb der Hieroglyphen selbst spielen, die
unnormalen (feuerrot, braunrot, ockergelb)
nicht in die Hieroglyphen eingreifen, so er-
halten sie die freistehenden Zeichen, um
damit die fremden Formen äußerlich zu
zeigen d. h. auf ihre Doppelsprachigkeit auf-
merksam zu machen. Sie sind also wirkliche
Lesezeichen. Am deutlichsten kommt dies
bei dem* E·NA *gelesenen zum Ausdruck.* Dieses
ungemein häufige Zeichen müßte für E hoch-
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