National Institute of Informatics - Digital Silk Road Project
Digital Archive of Toyo Bunko Rare Books
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| 0365 |
Die Teufel des Avesta und Ihre Beziehungen zur Ikonographie des Buddhismus Zentral-Asiens : vol.1 |
| The Devils of Avesta and their Relationship to Iconography of Buddhism in Central Asia : vol.1 |
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Citation Information
OCR Text
aus einer mittelalterlichen Quelle dasselbe
werden sagen können. Damit sind wir vor
der Lösung der rätselhaften, fast hoffnungslosen
Zeichen einer Inschrift angelangt, die ihres-
gleichen nicht hat auf der Erde.
Die fünf Zeichen, die ich hier einschalten
muß, und das sechste, das Kreuz, geben uns
die Lettern des medischen Textes, erklären
uns aber auch die etruskischen Entstellungen,
die da, wo sie gelesen werden sollen, sei es
als kurze, sei es als längere Zitate mit dem
bereits als Lesezeichen bekannten etruskischen
Wörtchen E·NA „ein Mann!" bezeichnet sind.
Die Figuren sind:
1—3 bilden das solare System, 4 muß
hinzugezogen werden, weil es die Übertragung
des solaren Systems auf Menschliches ver-
mittelt. Die Farben Silber und Grün, die für
das letztere stark in Betracht kommen, zwingen
uns, auch noch die Zeichen 5 und 6 beizu-
fügen. Wie die anderen, sehr zahlreichen
Formen in den dämonisch entstellten Farben
Ockergelb, Braun, Dunkelrot und Feuerrot
sich in das System fügen und wie ihre Farben
wirken, erkennen wir rasch. Die Hauptnormen
dieser wunderbaren Schrift sind die folgenden:
1. Jede Figur repräsentiert ein ganzes Wort,
das zusammengestellt ist in determinativer
Absicht zu dem gewollten Bild, wie wir das
auch bei den etruskischen Entstellungen er-
kannt haben,
2. die Auflösung beginnt in der Mitte, aber
nur, wenn eine andere Letter hinzutrat, nicht
eine Wiederholung der Hauptfigur vorliegt,
3. an diese Mittelfigur schließen sich bis-
weilen andere Elemente an, die ihr sogleich
folgen müssen,
4. darauf folgt die Figur oder das Element,
das die Hieroglyphe zusammenfaßt,
5. sind obere Teile in die umgebende Figur
eingepaßt, so folgen sie zuletzt,
6. innere Striche teilen nicht, sondern
drücken eine Wiederholung aus.
Das sind nahezu dieselben Normen, die
wir bei den tuskisch zu lesenden Reihen fest-
gestellt haben, besonders in den Fällen, wo
es sich um die sogenannten primären Zeichen
handelte. Diese primären Zeichen sind die
Basis des medischen Systems, aus der die
Elemente in tuskischem Sinne abgeleitet sind
und zwar so, daß die Hauptelemente gewisser-
maßen übersetzt sind. Dadurch ergab sich
Entstellung des Sinnes sowohl, wie der Formen,
die bisweilen sich Verbiegungen, Umstülpungen,
Dehnungen und andere Veränderungen ge-
fallen lassen mußten. Doch wird man im
allgemeinen zugestehen, daß diese Verände-
rungen kaum schlimmer sind als in gewissen
Arten der arabischen Schrift oder indischer
Alphabete. Die durch Zerlegung zu gewin-
nenden Elemente werden wir in den anderen
wiederfinden. Was dabei zu beachten ist, ist
in den folgenden Normen zusammengestellt:
7. die Hieroglyphen in Nebenfarben: Ocker-
gelb, Dunkelrot, Braun und Feuerrot können
die Normalformen der Elemente ebensowenig
festhalten, wie sie die Grundfarben nicht zu
ertragen vermögen,
8. sie ersetzen diese Grundformen durch
verbogene, verkürzte, verbreiterte, je nach
dem Sinn grotesk zusammengeschobene, die
aber trotzdem denselben Lautwert haben, wie
die normalen in heraldischem Sinne,
9. da wir mit der etruskischen Entstellung,
gestützt auf unsere Lösung der hauptsäch-
lichsten anderen etruskischen Schriftreste, mit
Erfolg arbeiten konnten, wird uns diese Gleich-
setzung leicht sein,
10. da aber das etruskische System ur-
sprünglich auf den ägyptischen Hieroglyphen
beruhte, was, uns früh bekannt, dazu führte,
Totenbuchtexte als Stützpunkt, andere sogar
als Ausgangspunkt zur Wortbestimmung heran-
zuziehen, müssen diese dem medischen Systeme
fremden, als Zitate eingeschobenen, aber meist
doch entstellter abgehoben werden,
11. es ist zu beachten, daß in einem Falle,
der Inschrift von Babylon (Fig. 28), die sach-
liche Unterlage, wie sich durch die medische
Lösung noch mehr ergeben wird, als aus dem
etruskischen Texte selbst, das des Kapitels XVII
des Totenbuches (S. 179 ff.) ist. Infolge-
dessen nehmen die medischen Lösungen ganz
eigentümliche Formen an,
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