National Institute of Informatics - Digital Silk Road Project
Digital Archive of Toyo Bunko Rare Books

> > > >
Color New!IIIF Color HighRes Gray HighRes PDF   Japanese English
0383 Die Teufel des Avesta und Ihre Beziehungen zur Ikonographie des Buddhismus Zentral-Asiens : vol.1
The Devils of Avesta and their Relationship to Iconography of Buddhism in Central Asia : vol.1
Die Teufel des Avesta und Ihre Beziehungen zur Ikonographie des Buddhismus Zentral-Asiens : vol.1 / Page 383 (Color Image)

New!Citation Information

doi: 10.20676/00000193
Citation Format: Chicago | APA | Harvard | IEEE

OCR Text

es am besten, wenn wir zur allerersten Gruppe
zurückkehren, und zwar so wie sie dasteht,
nachdem wir den verborgenen Namen SPITAMÓ
herausholten. Diesmal haben wir zwei Kolonnen
vor uns, der Zusammenhang der oben zurecht-
gerückten Zeichen ist zerrissen, und ganz anders
muß nun die Wirkung der oberen Zeichen auf
die unteren werden. Wir stehen also vor der
Gegenprobe für die obere, immerhin noch
hypothetische Analyse. Die erste untere
Figur steht unter zwei Halbbogen, die dach-
förmig sind. Also eine zerfallende, vergäng-
liche Scheibe steht über dem Himmel und in
der folgenden Kolonne die volle Scheibe über
einem entstellten Zeichen, das die Vollsonne
nachbilden will. Die zwei Kolonnen gehören
zusammen, aber, wie wir oben die Vollsonne
und die Himmelsstütze zusammenschoben, um
SPITAMÓ zu erhalten, so müssen wir jetzt diese
normalen Formen, die als Basen beigefügt
sind, abstellen und die Entstellungen zusammen-
schieben. Wir sehen sofort, daß das paßt,
die gespaltene, abgefallene Scheibe ersetzt
einen Scheinhimmel über dem unteren Gebilde,
das einen spindelförmigen Keim inmitten von
je drei Zacken darstellt. Also ein entstelltes
S über einem entstellten T und je drei spitze
Zacken daneben. Es folgen noch darunter
die schräggestellten paarigen Striche. Sie
machen den Eindruck, als wären sie gleich-
wertig oder wenigstens angeähnelt an die
Streber der Himmelsstütze. Dann ist die spin-
delförmige Figur, obwohl entstellte Sonne,
doch der dortigen Mittellinie gleich. Sie stellt
sich der Sonne gleichberechtigt gegenüber
und ihre Zacken annullieren so die Halb-
scheiben der durch die hier selbständig auf-
tretende Mittelfigur beseitigten jungen Sonne.
Eine dämonische Neubildung schafft also das
Licht weg und behält auch hier wieder nur
den die Zeitlichkeit bezeichnenden Zwischen-
raum. Es bleibt also für unten, wie in ACISTOM,
nur ein beginnendes A. Dieses A steht
nun gleich mit der geplatzten Scheibe
vorher. Diese Scheiben ersetzen also den
Himmel, zwei folgen aufeinander und doch
nur ein entstelltes S bildend. Aber vor ihnen
hat der sich aufblähende Keim die Vorhand.
Nun tritt die Gleichung mit dem langen I
der Parallelhieroglyphe wieder in Kraft, die
Beziehungen nach oben fehlen, sie liegen unten.

Setzen wir ein E ein und lassen wir das
modifizierte S als S folgen, so bleiben uns
nur die Zacken übrig. Sie sind leere Wieder-
holungen der Mittelfigur. Wieder greift die
Parallelfigur ein, deren Mittelstrich und Streber
beseitigt sind und es bleibt uns nur der sich
zum Himmel umformende halbe Kreis und
das Feld dahinter. So erhalten wir das selt-
sam durch SPITAMÓ desinfizierte AESMÓ „den
Teufel des Zornfeuers", was vortrefflich paßt.
Damit ist eigentlich die schwierigste Gruppe
erledigt. Kehren wir zu der Gruppe mit dem
Vogel zurück, so sehen wir, daß der Vogel
den Sonnenkeim enthält, die geborstone Scheibe,
und mit zwei überschüssigen Elementen auch
das kurze I, das Gegenstück der zwei Striche
in der Sonne, also bloß oben Überschüssiges
in beiden Figuren ebenso annulliert, wie dies
bei der vorigen Gruppe der Fall ist. Das
Auge weist graphisch auf den Mittelpunkt
der Sonne. Der Vogel bildet also kein neues
Wort und ist zum Verständnis in Z. 1, wo
er zerstört ist, ebenso nötig wie in Z. 3. Die
Richtigkeit unsrer Methode beweisen aber noch
andere tiefgreifende Dinge, die uns eine ähnlich
verkapselte Mitteilung bieten werden, wie die
Gruppe vor der Hand des Priesters. Das
Schriftsystem ist im übrigen, wenn nicht mit
der vollen Autorität geredet wird, viel einfacher
und erstaunlich klar, aber nur diese zuerst von
uns enthüllten Gruppen geben uns am schnell-
sten und sichersten die Lettern. Eine Gruppe
besonderer Art, deren etruskische Lösung in
magischen Formeln die Verklärung des Zau-
berers zum Ausdruck bringt, fällt durch ihre
Wiederholung (Z. 2, 4, 7, 8) auf — daneben
erscheint das erste Zeichen noch in einer
anderen Gruppe und ebenso das zweite ge-
trennt in zwei Gruppen — es ist die bewaffnete
Hand und der Schuh. Sie scheint dem solaren
System ganz fremd zu sein. Folgen wir aber
der Andeutung, die die etruskischen Formeln
geben, so bedeutet sie die Weihe in Flammen
für den Zauberer, das gelungene Experiment,
den Blitz herabzuziehen. Also muß auch die
medische Auffassung eine ähnliche sein. Auch
hier ist, durch SU-Figuren angedeutet, ocker-
gelbe Farbe maßgebend. Es liegt also etwas
Böses zugrunde. Wirkungsvoll für beide ist
also die SU-Figur des Messers in der Hand
und die an der Seite des Schuhs, also eine