National Institute of Informatics - Digital Silk Road Project
Digital Archive of Toyo Bunko Rare Books
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| 0395 |
Die Teufel des Avesta und Ihre Beziehungen zur Ikonographie des Buddhismus Zentral-Asiens : vol.1 |
| The Devils of Avesta and their Relationship to Iconography of Buddhism in Central Asia : vol.1 |
Citation Information
OCR Text
Axx MANYUS. Damit ist der Name gegeben.
Die Zacken im zweiten Zeichen geben außen
ein R, die übrige keilförmige, oben geteilte
Figur kann also nur jenes N sein, für das die
Pählavî-Schrift auch ein eigenes Zeichen hat.
Der weite Raum des Keils gibt ein vom
Anfangs-A getrenntes A wieder. Wir haben
also den Namen des Erzteufels ANRAMANYUS.
So muß der Rest ein Bocksgemecker ausdrücken.
Vom Kopf ist das S verbraucht, es gehört
zum Horn und reicht weiter. Das Auge muß
beginnen. Es ist ein gesprungener Ring und
zwar ein innerer, der Punkt darin hat den
Zweck, es als maßgebend hervorzuheben im
Gegensatz zum Hundskopf. Wir haben also
ein Zeichen vor uns, das einzig ist bis jetzt.
Auf dies folgt ein U (Nase) und ein B (Kinn)
und endlich der Strich am Horn. Dieser
fällt jedoch als Umklammerung durch die
Anfangslarve weg. Das darüberstehende Horn
ist sonst dem Kegel gleich, nur krumm. Da-
mit ist der Beginn des Aufwachsens ausgedrückt,
der Lautwert bleibt derselbe. Wir müssen
hier aber ein Verb haben, also ist der geborstene
Ring doch ein T, und mit den Stützen ist die
Endung TI da. Der Rest wird klar dadurch,
daß das ME als bloßes Gemecker beginnt und
darauf ein Verb folgt, das nur UBATI „hält
zusammen" sein kann, da der Hohlraum noch
das A hinzufügt. Also lautet der Satz: I·P·A
(der „Ich") etruskisch, substantivisch wie immer
bei Spuk, und drastisch genug bei der in Flammen
zerflatternden Aktion des etruskischen I, das
eben erscheint (P) und sich ewig (A) nennt
ANRAMANYUS M·M·M ME UBATI M·M·M·ME „hält
zusammen M·M·M·E" die Böcke (etruskisch),
und nun folgt medisch BÜSYANTI MESÓ MESÓ.
Es ist aber noch eine ganz unglaubliche Sache
zu erwähnen. Es muß sein, da sie eine rätsel-
hafte Umstellung erklärt und außerdem das
Wörtchen S (statt SE „der Sohn") der übrigen
etruskischen Texte bestätigt, aber auch die
richtige Erklärung einer noch unedierten Stelle
des Kâlacakra möglich macht. S folgt unmittel-
bar auf UBATI. Es tritt hier der Fall ein, daß
eine etruskische Phrase U·P·A·TI „Zorneswut
des beständig (A) und jetzt (P) erscheinenden
Feuers (U)" als medisches Verbum „hält zu-
sammen" umgemodelt wird. Darauf folgt also
das S allein und wird als etruskisches S auch
dem großen und endlich auch den unten als
unfertig abgeplatteten Kegeln weitergegeben,
um das Wort MESÓ zu bilden.
Da die ersten zwei Zeilen uns ihren medischen
Text gegeben haben, der nur die Einleitung
ist, wollen wir Zeile für Zeile, soweit die
Hieroglyphen erhalten sind, lösen. Z. 3 beginnt,
indem es ACISTOM wieder aufnimmt. Es folgt
ein deutlicher Genitiv auf·AHE eines Namens,
dann aber jenes YÔ wieder, das Endungen
anhängt, hier jedoch mit einem schrägen Strich
nach rückwärts versehen. Damit ist der Absatz
klar und deutlich abgeschlossen, YÔ unterzu-
bringen scheint schwierig zu sein. Der Absatz
wird von dem Dämon auf das Vorhergehende,
daß Asmodaeus ihm seinen Keil zum Tode
versetzt habe, als Antwort gegeben; es muß
also eine Verhöhnung darin liegen. Wenn
wir das I in YÔ zu ACISTOM ziehen, die Stützen
dafür sind die kleinen Geraden in der Voll-
scheibe, so bleibt uns ein normales Ô und ein
anderes mit Seitenstrich. Das Ô ist eine
Entstellung des A, wie der Etrusker das
Quadrat liest, und darin muß die Verhöhnung
liegen, hier ist also, weil der Satan seine
magische Sprache redet, A statt Ô zu lesen.
Und zwar nur im zweiten Falle, in dem dann
A allein als selbständiges Wort: „Ewigkeit,
ewig" passend dem MARKÂI „dem Tode" gegen-
übersteht. Das Ô des mit der Hand Aus-
gedrückten nennt der Satan sein magisches
Wort A substituierend. Die Hand, eine Um-
formung der Scheibe, beginnt mit dem R in
der Mitte, und darauf folgt das A der Fläche,
das entstellte S der Scheibe; die nun folgenden
Finger können nur das AU in GRAETAUNAHE
sein, der Daumen ist ein deutliches N und
geht dem AU als Schluß nach. So ergibt
sich das seltsame RASAUNAHE, ein etruskisches
Wort mit anscheinend medischer Endung:
RAS·A·U·NA·HE „Person des ewigen Feuers eines
Auserwählten", travestiert also den vorher-
gehenden Namen und schiebt ein RAS·NA statt
des vermiedenen E ein. Die Stelle deckt sich
also fast mit der oben gegebenen etruskischen
Lesung wenigstens dem Sinne nach. Wir
erhalten also: ACISTOM I RAS·A·U·NA·H·E Ô A.
Damit beginnt der eigentliche Text der Inschrift,
leider durch große Lücken entstellt und schon
am Anfange schwer beschädigt. Indes gerade
die beginnende Gruppe ist so ziemlich her-
stellbar, aber nur, wenn das Folgende klar
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