National Institute of Informatics - Digital Silk Road Project
Digital Archive of Toyo Bunko Rare Books
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Die Teufel des Avesta und Ihre Beziehungen zur Ikonographie des Buddhismus Zentral-Asiens : vol.1 |
| The Devils of Avesta and their Relationship to Iconography of Buddhism in Central Asia : vol.1 |
Citation Information
OCR Text
die Entstellung Z. 3. Die Finger sind AU, der
Daumen mit Zwischenraum NA, die Endung
ist H·E zu lesen und erklärt sich aus dem
M·M·M·M·E (Z. 1), das auch getrennt gelesen
werden kann. Die Bedeutung von A·U·NA·H·E
ist „Personifikation des ewigen Feuers, Mann
(Phallus), der ein Kegel Satans (HU) ist". Die
Gleichung E·VAZRA ist ohne Zweifel da; wir
brauchen sie unten. Kehren wir zu Z. 7 zurück,
so erhalten wir ANYARA AUNAHE, ein im zweiten
Teile noch unsicheres Wort. Lesen wir die
entstellte kleine Scheibe, die ein Dental ist,
D, so könnten wir ein ANYADR·AUNAHE „dessen,
der an einem andern Anteil hat" erzwingen.
Aber auch hier ist der Genitiv unverwendbar.
So müssen wir RA „der Auserwählte" herab-
ziehen zu A·U·NA·H·E und unter Berücksich-
tigung der offenen Stelle in der kleinen Scheibe
ANYAΔA „anderweitig" lesen. Das ist richtig;
denn nun ist von dem YAMA die Rede, der
den Verführer besessen hat. Die Gruppe
Tierkopf mit Halbscheibe muß ein Verb sein.
Die etruskische Lesung TU·A·I·U weist durch
die Umwendung von I·A in A·I (I·A steckt
auch in I·P·A) auf die Unterwelt, aber diese
etruskischen Formeln bieten kein Verb. Der
Tierkopf ist derselbe, wie Z. 6, nur fehlt das
Horn, der Kopf blickt aus dem aufrecht ge-
stellten Halbkreise. So behalten wir Ā, V, Y,
beide mit A versehen, erhalten aber scheinbar
einen andern Anfang und ein anderes, getrennt
geschriebenes Ende. Die zerstörte Scheibe
erhebt sich mit dem einen Teil, während der
andere einen Bogen bildet, der wieder den
Himmel nachahmt, also wie oben ein A als
Hohlraum enthält, da die Scheibe, welche in
Stücke ging, aus S entsteht ist, müßten wir
einen Zischlaut erwarten, aber sie bildet sich
zu einer neuen um, also gilt der Dental und
da die zu erwartende voll wird, ist das T da;
wir erhalten also die Präteritalendung TA. Der
obere Teil, der den Kopf umklammert, nimmt
teil daran, aber er steht aufrecht und hat oben
zwei Striche, die der neuen Vollscheibe vor-
ausgehen. Es bildet sich also das Horn vor,
von dem im nächsten Absatze die Rede sein
muß, jenes Horn unter dem Satan Z. 1 auf-
taucht und sich so verjüngt. Wir erhalten
also ein Präteritum KĀVAYATA „trieb Zauberei".
Es folgt nun SOI⊗ROM, aber ohne Stütze für
das I; sie liegt in den zwei Strichen auf dem
Horn von KĀVAYATA. Dann folgt DAEVŌ.
Lassen wir die Lücken zunächst außer Spiel,
so bleibt uns nur der Rest Z. 8: YAMŌ
KĀVAYOM ⊗RAETAUNAHE ‖ ⊗RAETAUNAHE VAZROM
SOI⊗ROM, aber zwischen dem dritten und vierten
Wort, das, wie wir bei der Anordnung des
Ganzen sehen werden, nur einen Abschluß
bedeutet. Bevor wir die Zeilen zusammen-
stellen und eine Übersetzung beifügen, wollen
wir doch die Lücken, soweit sie noch Lettern
bieten können, nachprüfen; hoffnungslos ist
das nicht. Am wichtigsten ist der Anfang
Z. 3, in dem noch ein merkwürdiges Zeichen,
dann SOI⊗ROM·⊗RAETAUNAHE erhalten sind. Das
erste Zeichen gleicht einer aufrecht gestellten
Fläche mit drei Bergen; auf der breiten Seite
sehen wir vier kleine Ringe. Das folgende
SOI⊗ROM ohne nachweisbare I-Stütze legt den
Gedanken nahe, daß wir es mit einer Lokalität
zu tun haben. Aber, wenn wir das oben über
EDEN·I·A·ŠA (S. 264 ff.) Gesagte hierher ziehen,
ist die Ähnlichkeit unverkennbar. Die von
der Seite gesehene Fläche ist umgestürzt, ge-
wissermaßen hochgezogen zu denken, sie hat sich
gedreht und aufrecht gestellt. Die Bewegung nach
oben erklärt uns, wie wir lösen müssen. Drei
Halbscheiben, die wie Berge wirken, stehen
vier kleinen Ringen gegenüber. Diese kleinen
Ringe können nur die Vorstufen der Halb-
scheiben sein, die vierte aber geht leer aus,
das ist offenbar der entscheidende Punkt.
Der vierte Berg ist noch in der Entwicklung,
statt dessen erhebt sich die ganze Figur, so
daß die vorigen Bildungen an der Seite stehen.
Also ist eine vulkanische Katastrophe ange-
deutet, bei der der vierte Berg alles empor-
hebt. Dadurch erhalten wir die Himmels-
stütze wieder, aber aus der Erde selbst ge-
bildet, eine unnormale, widersinnige Bildung,
die aus dem Worte sofort klar ist. Die Elemente
sind vier Ringe in einer Fläche, die Konturen
derselben drei Halbkreise. Die wiederholten
Zeichen gelten nur einmal, so erhalten wir
mit den kleinen Scheiben mit Zwischenraum
TA, aus den gespaltenen Ringen S; der auf-
recht gestellte Boden mit den kurzen Seiten-
linien bildet einen Himmel M, der auf die
Fläche O folgt. Wir erhalten also TASOM von
TASA „das Beil". Mehr ist hier aus der Stelle
nicht zu erkennen. Der zweite Teil (Z. 7) ent-
hält: YAMŌ, den Tierkopf mit halbentwickeltem
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