National Institute of Informatics - Digital Silk Road Project
Digital Archive of Toyo Bunko Rare Books
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| 0401 |
Die Teufel des Avesta und Ihre Beziehungen zur Ikonographie des Buddhismus Zentral-Asiens : vol.1 |
| The Devils of Avesta and their Relationship to Iconography of Buddhism in Central Asia : vol.1 |
Citation Information
OCR Text
Horn, wieder eine Hand mit der Endung
-AHE, einen Strich mit weggerücktem Eck und
ein zerstörtes Zeichen; die Hand ist sicher,
wenn auch aus Raummangel höher gelegt,
wieder A·U·NA·H·E; der Tierkopf aber eine
Variante von den Figuren Z. 2, 3; nur ist das
Horn im Keim und muß also, wenn das andere
annähernd dieselben Elemente enthält wie
KĀVAYOM, eine andere Letter als Anfang haben.
Wahrscheinlich ist, und das paßte auch in
den Sinn des übrigen, daß, da das Horn so
unentwickelt N gelesen werden muß, Ā, Y, OM
sicher da sind, ein F vorhanden war, so daß
NĀFYOM „Verwandtschaft" dastünde. Hinter
A·U·NA·H·E ist ein Absatz markiert, wenn auch
nicht der Schluß, der unten folgt.
Da der Inhalt dieser mißkannten Inschriften
für uns eine dringende Notwendigkeit war,
wollten wir uns so kurz wie möglich fassen.
Es ist klar, daß die Bilder und die tuskische
Unterlage noch mehr bieten, als der hier
allein geltende medische Text. Wir erhalten
für unsere Zwecke die Grundlage aller Zauberei
und sehen eine Reihe von wichtigen Gleichungen
tuskischer Zauberformeln und medischer Wörter,
die wir in den nordbuddhistischen Tantras,
besonders in den Büchern des Padmasambhava
und im Kālacakratantrarāja wiederfinden. Es
sind dies: E: VAZRA, VAJRA, TI: AESMA Asmodäus,
Vajrapāni, I und Ś im Kālacakra, I·P·A: ADAM,
AHAM, auch KĀVAYOM SOIΘROM glossiert, also
GUHYA-KSETRA der Tantras, endlich noch TANU-
MANΘRŌ, das genau dem TANTRAMŪRTI des
Kālacakra entspricht. Der Rest wird sich
finden.
Es ist noch eine Sache zu erwähnen, die
geradezu entscheidend für die Erklärung der
Inschrift ist. Wir sehen, wie in Z. 1 das E,
wie der kleine Teufel unter das Horn, unter
das Wort M·E·ME „der Bock" unterschlüpft.
Ferner sehen wir in Z. 3 in RAS·A·U·NA·H·E
und in Z. 7 RA·A·U·NA·H·E als etruskische
Wörter im medischen Text zur Verhöhnung
des Namen ΘRAETAUNA (HE). Das etruskische
H·E ist uns aus den übrigen etruskischen
Schriftresten wohl bekannt, es ist der Kegel
H(U) als E, als männliche Energie, der HEVAJRA
der Tantras. Da in Z. 3, 4 (am Schluß), 5 in
der bis jetzt gelesenen Hieroglyphe ΘRAETAU-
NAHE das Θ fehlt so müssen wir, das fordert
auch der Inhalt, dort etruskische Formeln
RA·E·T·A·U·NA·H·E lesen, was durch die Über-
setzung so klar werden soll, als es möglich
ist. So können wir also die ganze Inschrift,
soweit sie lesbar ist, umschreiben und eine
Übersetzung beifügen.
Die Situation ist klar. Der Urteufel er-
scheint vor Spitama, wendet sich ihm zu in
Form eines flammenden Ringes, er sucht die
wegflatternden Verwesungsdämpfe, etruskische
Formeln vor Wut heulend, zurückzuhalten;
da es mißlingt, erscheint er als Hund und
produziert Kotkegel, sein auserwähltes Volk,
Böcke. Ich erinnere nur an den Anfang des
Faust. Es folgt eine drastische medische
Glosse. Dann antwortet ihm Spitama, auf
die kommende Vernichtung deutend, die ihm
seine eigene Wut bringe. Die Wörter in
seine Formeln verdrehend antwortet der Teufel.
Das ist der eigentliche Text. Was folgt, ist
eine sehr künstliche, alles erklärende, kaum
wiederzugebende Glosse, in der leider einige
Halbzeilen fehlen.
Der medische Text vom Sündenfall
(vgl. Fig. 22, S. 344).
(1.) I·P·A ANRAMANYUS M·M·M·M·E UBATI
(U·P·A·TI) ŚM·M·M·M·E·Ś BŪSYANTI
MEŚŌ MEŚŌ MEŚŌ MEŚŌ —
ACIŚTOM TAFNŌ AUIZAΔATI (2.) YAMŌ
KĀVAYOM SOIΘROM ΘRAETAUNAHE
VAZROM — AEŚMŌ TE VAZROM MARKĀI
AZĀT —
(3.) ACIŚTOM I RAS·A·U·NA·H·E Ō A —
TAŚOM ŚOIΘROM x RA·E·T·A·U·NA·
H·E
(4.) xxxxxx ΘRAETAUNAHE VAZROM ŚOIΘROM
TANURAZAFNŌ TANUMANΘRŌ IRYATI
RA·E·T·A·U·NA·H·E (5.) TAFNŌ
AUIZAΔATI ANYATBAESŌ APASKARAKŌ
xxxxxxxxxxx
(6.) DAEVŌ IRICYŌ YAMŌ A·U·NA·H·E
AŽIŚ DAEVŌ VAZROM ADAM VAZROM
IRYATI RA·E·T·A·U·NA·H·E MIΘVANO
KĀVAYOM YAMŌ (7.) ANYAΔA RA·A·
U·NA·H·E YAMŌ KĀVAYATA ΘRAET-
AUNAHE VAZROM ŚOIΘROM DAEVŌ
YAMŌ NĀFYOM(?) A·U·NA·H·E | xxx
(8.) xxxxxxxxxx YAMŌ KĀVAYOM ΘRAETAUNA-
HE ‖ ΘRAETAUNAHE VAZROM ŚOIΘROM.
(1.) „Der Ich genannte hier, der böse Geist,
hält meckernd zurück (er wurde eben zu Feuer
vor Wut), ein Zischer! Gemecker, ein Zischer!
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