National Institute of Informatics - Digital Silk Road Project
Digital Archive of Toyo Bunko Rare Books

> > > >
Color New!IIIF Color HighRes Gray HighRes PDF   Japanese English
0406 Die Teufel des Avesta und Ihre Beziehungen zur Ikonographie des Buddhismus Zentral-Asiens : vol.1
The Devils of Avesta and their Relationship to Iconography of Buddhism in Central Asia : vol.1
Die Teufel des Avesta und Ihre Beziehungen zur Ikonographie des Buddhismus Zentral-Asiens : vol.1 / Page 406 (Color Image)

New!Citation Information

doi: 10.20676/00000193
Citation Format: Chicago | APA | Harvard | IEEE

OCR Text

einen Beinamen zu KURSÄSPÓ enthalten, da-
mit gleich konstruiert. Die Gruppierung zeigt
uns den Anschluß des Töpfchens an den Namen,
aber auch die Zugehörigkeit von CI und CIN
zum übrigen. Beginnen wir mit der Scheibe,
so ist klar, daß dies entstellte Gegenstück
der Vollsonne den äußeren Ring zeigt, statt
der zwei Striche einen schraffierten, aber keine
innere Scheibe, und doch müssen wir den
Schuh als entstellte Himmelshieroglyphe auf-
fassen. CIN, daneben gesetzt, athetiert. Wir
erkennen nun, daß am Schuh der Himmel
(oben) und die senkrechten Striche weggeschafft
werden, so daß nur der untere Fuß bleibt
und das über den Zehen stehende SU. SU
ist die kleine Scheibe, also ein T. Die zwei
Querlinien, die kurze oben, die lange unten,
sind zu trennen, die untere, U, beginnt das
Wort; die obere ist ein R und steht vor T,
der Schuh gibt also das Wort URTA, das unsere
Tradition ASA schreibt. Es folgt CI und dem
tilgenden CIN ein etruskisches M. Das letztere
ist ein Himmelsbogen, umgestaltet und mit
Kegeln versehen; CI ist ebenfalls eine Himmels-
figur, aber oben kantig und ruht auf fast
parallelen Senkrechten. Schon die nächste
Gruppe wiederholt CI und M und vorher den
einfachen Schuh. Ohne Schuh erscheinen
dieselben vor HVAXSAGRŌ. Diese Wieder-
holung weist darauf hin, daß gleiche Wörter
oder gleiche Endungen vorliegen. Wir brauchen
Verba zu den vier Namen und womöglich
Formen, die entweder auffordern zu berichten
oder Präteritalformen, die enthalten: „berichtete"
„sah", „vollbrachte". Nehmen wir das letztere
an, so brauchen wir auch Objekte, und zwar
solche, die je einem Reiter angepaßt sind.
Aber wir wissen nur etwas von KURSÄSPA,
der beginnt; das aber, was wir von ihm er-
warten, seine Zerstörung des Drachenofens,
kann der Anfang kaum enthalten. Denn das
von URTA („Wahrheit") gefolgte Zeichenpaar
enthält kaum diese tollkühne Tat. Das Wort
URTA (so noch) verlangt, daß wir darin ein
Objekt erkennen, also: „er brachte, erfaßte
die Wahrheit." Zu einem vollen Verb sind
aber CI und M zu einfache Zeichen. Lassen
wir CIN als Athetierung des Schuhs fallen, so
erhalten wir, wie oben bei VAZROM die Endung
OM und das A im T würde durch die Öffnung
mit O verbunden. CIN athetiert dann etwas

anderes. Der nächste Schuh ist einfach wieder
das oben gefundene VAZROM und ebenso der
letzte im Kolophon der Zeile. Die Gruppe
VOF HVAXSAGRŌ zeigt vor CI, M das etruskische
U·L·U·X·E·SU und eine Keilhieroglyphe davor,
die etwas VAZROM Paralleles enthalten müssen.
Der etruskische Text weist auf Feuer, die Figur
auf einen Stierkopf, die keilförmige Figur
darüber ist eine Formel, welche die Entstehung
eines Keims im Feuer, der sich zu einem
Fascinum umbildet und obwohl so männlich
eine Jungfrau ist, also das ganze Geheimnis
der Agramer Texte enthält, eine Formel, deren
Hauptelemente E und VA mit der dabei er-
scheinenden Spukgestalt eines Stierkopfteufels
eine unerhörte, unheilvolle Verbreitung fand.
Die Gegenüberstellung zu VAZROM muß also
das Ergebnis einer abscheulichen Opfer-
handlung sein. Die Lösung im medischen
Sinne ist leicht. Der Stierkopf beginnt mit
dem Horn (für zwei) und Hohlraum KA, es
folgt die entstellte Scheibe zwischen den
Hörnern S, ein halbes I, also Y und Hohlraum A,
ein langes P (statt zwei an den Seiten) und
einen angedeuteten Himmel mit O-Füllung.
Die zwei Bogen auf Stirne und Maul weisen
auf die Scheibe, die intakt zwischen den
Hörnern stehen soll, hin: also KASYAPOM „die
Schildkröte". Das darüberstehende Zeichen
hält sich an den etruskischen Sinn. Es ist
so zu lesen, daß man diesmal mit der Linie
hinter dem inneren Keil beginnt und R vorne
ablöst, so entsteht mit Zwischenraum ein XAR,
der äußere Keil, athetiert an der Spitze, gibt
ein zweites, uns unbekanntes Element, eine
Senkrechte mit zwei spangenartigen Strichen
und ein A des Raumes, also ein XARXA; wenn
wir den Sinn des etruskischen VA bedenken,
so finden wir GARWA „Fetus", ein Wort, das
mit dem folgenden zusammenzusetzen ist:
GARWA-KASYAPOM. So haben wir drei Glei-
chungen, Objekte: URTOM, VAZROM, GARWAKA-
SYAPOM, die letzteren zwei für ARÄSTI allein.
Es fehlt das Objekt für PAURUSÄSPÓ. Hier
ist ein sonderbarer Bockskopf und ein Halb-
bogen an der entsprechenden Stelle. Auch
über PAURUSÄSPÓ wissen wir nichts. Hinter
dem Namen steckt aber die Brandstätte
P·NU·E·L. Horn und Stirne beginnen, das
Horn hat Zwischenraum A, an der Stirne hängt
als Maul ein U, es folgt das Ohr N mit A und