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Digital Archive of Toyo Bunko Rare Books
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| 0411 |
Die Teufel des Avesta und Ihre Beziehungen zur Ikonographie des Buddhismus Zentral-Asiens : vol.1 |
| The Devils of Avesta and their Relationship to Iconography of Buddhism in Central Asia : vol.1 |
Citation Information
OCR Text
holt. Vor SARD Z. 2 steht ein Komma,
darunter ein Haken. Alles bis zu KURSÄSPŌ
scheint ohne Verb zu sein, vielleicht zeigt also
der Haken eine Wiederholung des Verbs an,
das unter der NU·RE-Gruppe steht; es wäre
also „ritt" oder „ritt hin" hier zu wiederholen,
falls nicht, was ja füglich möglich wäre, die
Kreuzesgruppe ein Verb enthält. Die einführen-
den E·NA·E·NA, I·E·E·NA, die derselben Lokalität
gehören, müssen eine Beziehung zueinander
haben. Da das böse Element umgekehrt
vorhergeht, kann der Sinn nur eine unglück-
liche Begebenheit ausdrücken und muß eine
Wirkung auf das zu Lesende ausüben. Die
Schlußgruppe, der fliehende Hase hat ein
Komma unter sich und eine leichte Variante
des Wortes „ritt" und diese liegt flach und
steht nach dem Komma, während sie vor
SARD in der gewöhnlichen Haltung über einem
beschädigten Zeichen erscheint.
Es ist also zunächst übel ergangen, aber
der Reiter, der nur derselbe sein kann, der
unter dem Stierkopf vorher verborgen ist,
überwand die Feiglinge und entkam. Trotz
des dämonischen Aussehens hat dieser Stier-
kopf allein die Senkrechte. Hinter ihm steht
DAEVŌ TIAMAT und der einfache Blitz. Wenn
der Kopf einen Heroen nennt, so können
diese Zeichen nur athetierende sein, die so
verwendet doch einen sachlichen Sinn haben
müssen. DAEVŌ kann nur bedeuten, daß am
Stierkopf der umgekehrte Himmel, der das
Maul bildet, also die Endung -OM weggeschafft
und durch -Ō ersetzt wird. Der Blitz athetiert
das Auge; TIAMAT nimmt Horn und Ohr weg;
es bleibt der Sonnenring, der Zwischenraum
und die außen liegenden Ecken. Die Ver-
bindung der Elemente ist hier ganz ungewöhnlich
und kann nur bedeuten, daß der Held in
Gestalt eines mit Stierhörnern ausgestatteten
Priesters, also verkleidet, einer Hinterlist ent-
ging. Die Außenecken geben uns: unter dem
Horn ein Gegenhorn, also K, oben U, über
dem Ohr R, der Stirnring S, die Räume über
und unter dem Auge A+A·Ā, der Backenring
S, die Maullinie P und DAEVŌ tritt seine Endung
-Ō ab: KURSÄSPŌ, und auf andere Weise ge-
schrieben, enthüllt uns so die Methode, wie
er den Dracheofen zerstörte, zeigt zugleich,
daß das Verb „entkommen" bedeuten muß.
Der Teufel ist zerstört, das Außenstehende
gibt den Namen. Wir müssen zu den Mittel-
stücken von Z. 2, 3 zurück. Daß auch hier
der Zerstörer des Ofens Besuch machte, ist
Z. 2 möglich, Z. 3 wahrscheinlich. Für die
Kreuzgruppe nahmen wir oben (S. 67, 281)
Bezug auf Yašt 15, 2, 7 (5, 21; 9, 3; 17, 24).
Dort ist von einem Opfer die Rede auf einem
aus Eisen gefügten UPABDI des Berges Harā,
wodurch der Opferer sich zu willen macht:
„Teufel und Menschen, Zauberer und Hexen,
kavische und karapanische Machthaber (Yašt
19, 26). Die Kreuzesgruppe hat zwei Begleit-
zeichen, LU, einen gerandeten Keil und einen
Pflug darunter, in dem wir ein Verb vermuteten.
Zu den Taten des Kursāspa gehört eine, die
ihm zum Vorwurf gemacht wird, die Liebe zu
einer Hexe (parika). Die Kreuzgruppe hat
drei Zeichen: die Doppelkreuze, eine Art Trog
oder Topf und das kopflose Böckchen. Die
etruskischen Formeln reden von Strahlenkranz
einer ewig gewordenen Aura Θ und fügen bei,
daß ein männliches Prinzip (E) Sohn geworden
sei eines I·NA, der den Strahlenkranz hat. Das
gibt einen Anhalt; denn wir haben geradezu
die Geschichte von TAGES vor uns, wobei
nicht einmal der Pflug fehlt. Also ein Gold-
kind ist da. So könnte die Geschichte von
der Hexe passen, wie aber die Stelle, die
das Bild nahelegt? Es ist hier ohne die
Sonnenscheibe und ohne die Athetierung durch
die Begleitzeichen nichts zu machen. Das
Böckchen entspricht dem Ring, das Töpfchen
enthält die zwei Senkrechten, die Kreuze sind
die neue Scheibe. Oben steht LU daneben, in
der Mitte der Keil, besonders gestellt unten der
Pflug. Die ersten zwei athetieren die Kreuze
sowie das Töpfchen, es bleibt nur das kopflose
Böckchen und der Pflug. Die Lösung liegt in
dem Nachfolgenden. Der große zweite Keil ent-
hält eine entsetzliche etruskische Formel, die fast
unübersetzbar ist. VAUVE bedeutet: „ist der
Keim (VA) vorhanden, so entsteht durch Feuer
über Feuer (U·U) eine neue männliche Energie (E)"
oder: „so entsteht im Feuer (U) eine Jungfrau (VE)".
Das Zeichen, medisch gelesen, enthält also die
umgeformte Vollsonne, den Ring, die Innen-
scheibe in jener Form (als eine Senkrechte)
wie in E·A. Das folgende CA zeigt, daß ein
dem vorigen gleichstehendes Wort da sein muß.
Nun verstehen wir die Athetierung der Kreuzes-
gruppe. Der Keil beseitigt an der Mittelfigur
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