National Institute of Informatics - Digital Silk Road Project
Digital Archive of Toyo Bunko Rare Books
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| 0447 |
Die Teufel des Avesta und Ihre Beziehungen zur Ikonographie des Buddhismus Zentral-Asiens : vol.1 |
| The Devils of Avesta and their Relationship to Iconography of Buddhism in Central Asia : vol.1 |
Captions
| [Figure] Fig. 36 |
Inscription of a pot from Babylon, Mitteilungen der Vorderasiatischen Gesellschaft 1900, 5, Tafel I.Inschrift des Kessels von Babylon, Mitteilungen der Vorderasiatischen Gesellschaft 1900, 5, Tafel I.
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Citation Information
OCR Text
Andeutungen vermuten lassen.
Bei Gelegenheit der Löwen-
inschrift benutzten wir schon
das in Fig. 36 klar sich er-
gebende Prinzip der Athetie-
rung durch Doppelschreibung
einzelner Elemente und durch
Verwendung des etruskischen
CI-Zeichens; denn nur so konnte
dort und anderwärts auch in
anderen Inschriften bei der
ungeheuren Verschiedenheit
beider Sprachen die Zwei-
sprachigkeit wiedergegeben
werden. Wir bedürfen für
Fig. 36 wieder des sachlichen
Hebels, um beide Versionen
herauszuholen; die etruskische Formel, die zu-
grunde liegt, ist zwar sehr kurz, aber die für
sie nötigen Lettern laufen fast durch den
ganzen Text wie eine zweite Stimme durch
und überfüllen die allerdings gedrängte Zeile
immer wieder mit Zeichen, deren böser Sinn,
uns nun nur zu wohlbekannt, gar nicht in das
vermutete Zwiegespräch passen kann. Wir
sehen aber auch nicht nur kleiner geschriebene
Gruppen, sondern auch E·NA- und ein E·I-
Zeichen und endlich zahlreiche, dem CI ähn-
liche, die sonst so nicht vorkommen. Da
ferner jeder Absatz mit einem dachförmigen
Halbkreis schließt, so ist klar, daß diese
Inschrift, reicher wie alle andern, mit Lese-
zeichen ausgestattet ist. Wir können also
sagen, daß in den Haupttext eine Formel
aufgenommen sein muß, die im schärfsten
Gegensatze dazu steht, von ihm umklammert
und zurechtgesetzt ist. Die Mittelgruppe
und die gleichen Randgruppen haben wir
aus dem abgeteilten, sicher mit dem Gesichts-
umrisse beginnenden Texte entfernt. Die
Mittelgruppe und die Randgruppen sind mit dem
bis jetzt erreichten Materiale unverständlich.
Die Lösung der letzteren liegt darin, daß die
vorkommenden Füße und Flügel sich gegen-
seitig aufheben und nur determinative An-
deutungen der Personen sind. Das dritte
Zeichen, das handartig nach oben weist,
etruskisch I·U·DAN „Feuer eines I in einer
Aura" führt offenbar einen dritten Sprecher,
den der Formel, ein, ein dämonisches Wesen
also, dem das vorkommende yamô (I·A·MU)
gilt. Neben yamô begegnet uns mehrfach
daevô, dreimal sogar doppelt, also den Be-
sessenen bezeichnend, immer in der Nähe
athetierender Zeichen; am Schlusse, wo es
mit E·NA eingeführt ist, folgt ebenfalls ein
verdoppeltes athetierendes Zeichen und gleich
darauf yamô. Folgen wir diesem Zeichen, so
sehen wir in dem Abschnitt mit der Schale (4)
in der Mitte eine Gruppe von drei Kolonnen,
deren zweite den Blitz oben und unten das
Wort daevô enthält. Die Gruppe muß die
Antwort der Göttin in der Hauptsache ent-
halten auf das, was in 3 in vier Kolonnen,
die mit spâ beginnen, sagt. Es ist in 4 gegen
Schluß noch eine mit E·NA eingeführte Gruppe,
die sogar noch über dem dachförmigen Halb-
kreis das E·NA zeigt. Es wird also auch das
Zeichen gelesen und es fragt sich, ob die
medische Lesung, die schließlich nur ein s geben
kann, angenommen werden darf. Dieser säu-
selnde Laut würde wohl zu der Auffassung
passen, daß der Priester im Emporwehen des
brennenden Räucherwerks ein s hört, aber,
da das, was er selbst (1) spricht, ebenso endet,
müßte in 2 doch noch etwas hinzugetreten
sein, was ihm zeigt, daß eine übernatürliche
Stimme sich hören ließ. 2 beginnt mit dop-
peltem E·NA, was ungewöhnlich ist; hiermit muß
also etwas angedeutet sein, was die folgenden
zwei einfachen Zeichen als Stimme von oben
betont. Das erstere versuchten wir oben ohne
Erfolg zu lösen. Wir haben die solaren Ele-
mente vor uns; deutlich ist y da und der Strich
als iS, also t, der Bogen ist durch einen Quer-
strich geteilt, so entsteht oben ein p und unten
ist ein kurzes R als s, die Teilungslinie gibt
ein H, also ein m, auch Z a für t und m
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