National Institute of Informatics - Digital Silk Road Project
Digital Archive of Toyo Bunko Rare Books
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| 0448 |
Die Teufel des Avesta und Ihre Beziehungen zur Ikonographie des Buddhismus Zentral-Asiens : vol.1 |
| The Devils of Avesta and their Relationship to Iconography of Buddhism in Central Asia : vol.1 |
Citation Information
OCR Text
sind da, während für p das y gilt. Dies ist
gestützt durch die Geraden von E·NA, die zwei
Bogen verstärken den schwachen unten; wir
haben also in der Tat Spitama vor uns. Die
seltsame Schreibung erklärt sich daraus, daß
sie determinierend wirken soll. Was über dem
Querstrich steht, steht am Himmel, was dar-
unter, ist irdisch. Dadurch wird auf das s
hingewiesen, das in der Inschrift eine so große
Rolle spielt. Es folgt srifô und darunter steht
das s. Hier setzt nun eine Sache ein, die für
die Inschrift von der größten Bedeutung ist.
Der Bogen ist überall stumm, außer in 4. Das
abgekürzte Gesicht, das die Inschrift beginnt,
ist bu; daran muß sich das nächste Zeichen
anschließen. Es ahmt einen Flügel nach, ist
aber offen. Es ist R und nach rückwärts r+Za.
Der Querstrich verlängert das a, die Parallelen
dahinter sind y; wir erhalten also mit bu- ein
buyârs. Fassen wir nun den Kern in 3, 4.
Wenn wir die unter der Schale stehende Hand
richtig erklärten, so mischt sich hier das unter-
irdische Element ein und wenn wir nach den
Bildern überhaupt gehen, so sehen wir die
Linie der Stimme über der Schale. Da Yama
eine magische Schale hat, so paßt das äußer-
lich zu der Überlieferung, aber es ist unwahr-
scheinlich, daß er selbst hier spricht, da wir
doch vor der Stelle selbst dann den Namen
erwarten müßten. Die Mittelgruppe enthält das
Wort daevô, tuskisch P·E·N. In das, was die
Göttin sagt, mischt sich eine wütende Stimme,
etwa in dem Sinne des furchtbaren ἔσοφὲ μ'ὡς
ἔδοικα πλάγχο, das den Prometheus des Aischylos
schließt. Die Situation ist die gleiche; der
Blitz steht über dem Worte Teufel. Der Gruppe
folgt yamô get und ein bisher unbekanntes,
an die Guppe E·L·I·A angeähneltes Zeichen.
Es ist einfach; vorne b+Za+R (hint.) s
+iSt+Fond: bastô. Darauf folgt nun wieder
yamô, aber mit E·NA bezeichnet, also soll auch
I·A·MU gelesen werden können. Es folgt weiter
murtyô (kursiv), wieder daevô (doppelt) und s,
das hier etruskisch ist. Absatz 6 wiederholt die
Stelle in zweiter Kolonne mit einem siegelartigen
Zeichen, in der Mitte p+Za+r (unt. bis)+Za
+c (Basis)+y Seiten-LL, die durch das durch
p zu supponierende schwache t zu i werden:
paracit. Es ist also im letzten Teil von 4
gesagt, daß ein Yama in der Tat gebunden
ist, und dieser wird mit I·A·MU gleichgesetzt.
Ferner erhält er die Epitheta „Sterbling, Teufel"
und das tuskische S „der Sohn". Also haben
wir eine Erklärung der merkwürdigen Mittel-
gruppe vor uns. Der dort unter dem Blitz
stehende Teufel ist derselbe, also der Verführer
des andern. Vorher steht medisch gelesen
die Kolonne yasata kursô „es kam der dünne
Spuk". So umstellt, muß die Mittelgruppe
ausdrücken, wohin der Spuk ging, bevor er
gebunden wurde. Fassen wir, was vorhergeht.
Hier stehen wir vor der Frage, ob medische
Lesung anwendbar ist. Dann müßte zwischen
die Worte des Spitama ein Dämon, eben jener
Verführer seine tuskischen Formeln einschieben,
so daß wir also dieselbe künstliche Schreibung
vor uns haben, wie sie die Löweninschrift
(Z. 1–3) bietet. Die CI-ähnlichen Zeichen
markieren also die tuskischen Formeln, die
sich in 3 in die Worte des Priesters einschieben,
ja sogar in die Antwort der Göttin und in 7
schließen. Was sonst etruskisch zu lesen ist,
können nur Zitate daraus sein. Zwei Zeichen
dieser tuskischen Unterlage haben ungewöhn-
liche Formen. So ist das als CI ähnlich be-
zeichnete SU, oben mit dem S-Bogen versehen,
also SU zu lesen, das letzte Zeichen der Mittel-
gruppe von 4 ist LU mit untergeschriebenem
R. Wir erhalten also für die tuskische Stelle
(3) das infernalische: ΘVE ŠU P·E·N AR E ŠU NI·E
E·Θ·NA·L N·N·NE Š ΘVE EI ŠU ŠU NU ΘVE, was
sich aber in die Worte der Göttin mischt,
ist das Schlußresultat: LE NU SU TI·N P·E·N SU
LU·R und 7 erhält noch die Unterlage P·E·N
SU·N. Des Erklärung der einzelnen Formeln
gibt das Glossar, aber, daß die Rede davon
ist, daß ein Sterblicher durch vom Himmel
gezaubertes Gold dauerndes Leben erhält und
obwohl erst sterblich ganz golden wird, müssen
wir erwähnen. Wie oben (Fig. 19) das ver-
ruchte Zeichen des Doppelmanns athetierende
Wirkung hat, so ist hier das angeähnelte und
sachlich gleichwertige SU „zischendes Feuer,
Gold" die athetierende Formel zur Herstellung
des medischen Textes. Absatz 3 im Munde
des Priesters muß das vorher Begonnene,
Unterbrochene und Verbesserte weiterführen.
Wie zitiert durch ein zweideutiges Wort, mischt
sich nun der Dämon ein. Dies Wort in 1
hängt offenbar mit yamô zusammen (I·A·MU)
und deshalb betont Spitama das ô noch einmal
und wiederholt yamô. Die athetierende Wirkung
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