National Institute of Informatics - Digital Silk Road Project
Digital Archive of Toyo Bunko Rare Books

> > > >
Color New!IIIF Color HighRes Gray HighRes PDF   Japanese English
0458 Die Teufel des Avesta und Ihre Beziehungen zur Ikonographie des Buddhismus Zentral-Asiens : vol.1
The Devils of Avesta and their Relationship to Iconography of Buddhism in Central Asia : vol.1
Die Teufel des Avesta und Ihre Beziehungen zur Ikonographie des Buddhismus Zentral-Asiens : vol.1 / Page 458 (Color Image)

New!Citation Information

doi: 10.20676/00000193
Citation Format: Chicago | APA | Harvard | IEEE

OCR Text

chen mit Edelsteinen gefüllt, übersandt und
übergeben, ein Brief ward mitgesandt: „Lieber
Bruder, mein ungesehener Freund, wenn es
irgend etwas gibt, was du in Roruka ausrichten
willst, sende mir einen Brief. Ich will das
alles ausrichten." Sie übernahmen die Sendung
und gingen dahin, wo Rājagrha lag. All-
mählich gelangten sie nach Rājagrha. Das
Schächtelchen mit den Juwelen wurde dem König
Bimbisāra überreicht und zugleich der Brief.
Der König Bimbisāra las den Brief und fragte
seine Minister: „Ihr Herren, was kann jener König
schwer bekommen?" Die Minister antworteten:
„Unser König ist der Herr kostbarer Stoffe,
jener König Herr über Edelsteine, ihm sind
Stoffe schwer zu erlangen." Deswegen wurde
für ihn ein Koffer mit kostbaren Stoffen ge-
füllt, als Angebot gesandt und ein Brief
beigegeben: „Lieber Herr Bruder, mir nie
gesehener Freund, was du immer in Rājagrha
ausgerichtet haben willst, da brauchst du nur
einen Brief zu senden, das will ich dir alles
besorgen." Sie nahmen das Angebot mit und
brachen auf in der Richtung, wo Roruka lag.
Und allmählich gelangten sie nach Roruka.
Dann wurde von ihnen der Koffer mit den
Stoffen überreicht und der Brief; also die
Botschaft war angekommen. Da, zu einer
anderen Zeit, redete der König Rudrāyana,
umgeben vom Kreise seiner Minister, sie also
an: „Ihr Herren, wie groß ist denn die Macht-
entfaltung dieses Königs?" Sie antworteten:
„Wie unser Herr, so ist auch dieser König
selbst ein Heros, und wie er seine Schlachten
schlägt mit den benachbarten Fürsten, so hätte
ja König Rudrāyana eine kostbare Edelstein-
Rüstung, aus fünf Stücken bestehend, die in
der Kälte heiß macht, in der Hitze kühl, die
nicht zu spalten, nicht zu durchbohren ist,
Giftpfeile abhält, von selber funkelt." Da
wurde ihm eine solche als Geschenk angeboten
und ein Brief beigegeben: „Lieber Herr Bruder,
ich wollte dir eine kostbare Rüstung als Angebot
senden, sie besteht aus fünf Stücken, wenn es
kalt ist, macht sie dir heiß, wenn es heiß ist,
macht sie dir kühl, ist nicht zu spalten,
nicht zu durchbohren, Giftpfeile hält sie ab,
funkelt von selbst, die sollst du keinem andern
geben." Der Bote nahm die Rüstung und den
Brief, machte sich auf in der Richtung von
Rājagrha und gelangte endlich dorthin. Die

kostbare Rüstung wurde dem König Bimbisāra
überreicht und damit der Brief. Als sie König
Bimbisāra sah, war er erstaunt. Herbeigerufen
wurden die Sachkundigen für Wertstücke:
„Bestimmt mir den Wert". Die antworteten:
„Herr, jeder einzelne Edelstein, der daran ist,
ist hier ein unschätzbares Wertstück, richtig
und gerecht das Ganze zu schätzen, ist un-
möglich, jedes einzelne Juwelstück gilt zehn
Millionen". Da war König Bimbisāra außer
sich und sagte: „Was soll ich denn da als
Gegengabe schicken?" Es kam einem Schätzer
bei: Da ist ja Buddha, der Erhabene,
da er einem König, der ihm alles gibt, un-
übertreffliche Einsicht besitzend, zu Willen ist,
ich gehe zu Buddha, dem Erhabenen." Er
nahm ihn also mit und ging dahin, wo Buddha
sich aufhielt. Er näherte sich ihm, verneigte
sich zu seinen Füßen und setzte sich ihm zur
Seite. So redete König Bimbisāra den Er-
habenen an: „Herr, im Lande Roruka wohnt
ein König Rudrāyana, ein mir persönlich
unbekannter Freund. Er hat mir eine mit
Juwelen besetzte Rüstung als Geschenk gesandt,
was kann ich ihm als Gegengabe schicken?"
Der Erhabene sprach: „Laß ein Bild des
Tathāgata auf Leinwand malen und schicke es
als Gegengabe." So wurden Maler gerufen
und ihnen gesagt: „Malet das Bild des Tathā-
gata auf Leinwand." Aber schwer wieder-
zugeben sind die erhabenen Buddhas. So
konnten sie auch, was den Erhabenen aus-
zeichnet, nicht fassen. Also sprachen sie:
„Wenn der König den Erhabenen zu Gast
laden würde in den Palast, würde der Heilige
selbst durch die Zusage ermöglichen, daß wir
fassen können, was ihn auszeichnet." So lud
denn König Bimbisāra den Erhabenen zu Gast
und er ward bewirtet. Keinem stumpfte sich
das Auge beim Hinblicken auf einen erhabenen
Buddha, so konnten auch sie, während sie wieder-
holt auf Buddhas Antlitz blickten, kein Ende fin-
den, also vermochten sie auch nicht zu fassen, was
Buddha auszeichnet. Da sprach der Erhabene:
„Großkönig, sie sind müde geworden; so
können sie nicht fassen, was die Art ist des
Tathāgata. Laß du Leinwand bringen." So
wurde Leinwand gebracht. Darauf warf der
Erhabene seinen Schatten und redete sie so
an: „Füllt das mit Farben aus und darunter
sollen geschrieben werden die Sätze der drei