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0470 Die Teufel des Avesta und Ihre Beziehungen zur Ikonographie des Buddhismus Zentral-Asiens : vol.1
The Devils of Avesta and their Relationship to Iconography of Buddhism in Central Asia : vol.1
Die Teufel des Avesta und Ihre Beziehungen zur Ikonographie des Buddhismus Zentral-Asiens : vol.1 / Page 470 (Color Image)

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doi: 10.20676/00000193
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verneigte sich vor den Füßen des Erha-
benen und setzte sich zur Seite nieder. So
sitzend redete er den Erhabenen also an:
„Hier, o Heiliger, König Rudräyana wünscht
die Askese nach der wohlgesetzten Disziplin,
die Ordination und das Leben als Mönch,
also erweise ihm der Erhabene die Güte, ge-
statte ihm das Asketenleben und die Ordi-
nation. Und Rudräyana erhielt die Anrede,
die zum Mönchtum auffordert: „Komm, o Mönch,
lebe reinen Wandels". Durch die Macht des
Wortes des Erhabenen wurde Rudräyana kahl,
trug das Mönchgewand, hielt den Bettelnapf,
mit dem Kännchen dazu in der Hand und
stand innerhalb der Gelübdereife eines hundert-
jährigen Mönches. Also mit dem Worte „Komm"
angeredet durch den Tathägata kahl gemacht
und die Mönchrobe am Leibe verharrte er sofort
beruhigt über Sinnlichkeit, und trotzdem der
er nicht fest in dem, was Buddha wünschte.
Am Morgen gürtete sich Rudräyana und ging
mit Bettelnapf und im Mönchskleid, Speise-
almosen zu holen, nach Räjagrha. Da ward er von
der großen Volksmenge erblickt. Die Nach-
richt davon verbreitete sich überall in der Stadt
Räjagrha: „König Rudräyana ist Asket ge-
worden, er hat, um Bettelbrot zu erhalten
Räjagrha betreten." Hunderttausende sammel-
ten sich, als sie dies hörten. Auch die Mäd-
chen, die doch im Innern der Häuser sich
aufhalten, erschienen an den Fenstern, Durch-
blicken und Terrassen und schauten nach ihm.
Das meldeten die Minister dem König Bimbi-
sâra: „Herr, König Rudräyana hat die Stadt,
um Almosen zu sammeln, betreten, er ist um-
geben von Hunderttausenden." Als dies der
König hörte, ging er dahin, wo Rudräyana
war, trat zu ihm und redete den Mönch
Rudräyana also an: „Als Beherrscher genossest
du, was tausend Ortschaften und die Stadt
Roruka dir boten, jetzt suchst du die Bissen,
die dir gereicht werden, büßest du nur so?
Du speistest aus hundertmal dir aufgesetzten
goldnen und silbernen Geschirren, jetzt ißt du
von einer tönernen Schale, büßest du nur so?
Erst speistest du süßen Reisbrei mit Fleisch
als Zulage, jetzt genießest du Reisbälle ohne
Fett, büßest du nur so? Hingegeben hast
du die wollenen und linnenen Gewänder, die
feinen Kleider, die gestickten und seidenen
Stoffe, du trägst fahle Lumpen von der Leichen-
stätte, büßest du nur so? Du, der du schliefst
in einem verschlossenen Gemach ohne Zug-
luft, wo der Wecker zu dir hintrat, liegst nun
auf Baumwurzeln, büßest du nur so? Du
saßest auf weichen Polstern, sanft wie Baum-
wolle, liegst nun auf Streu von Gras, büßest
du nur so? Der du eine ebenbürtige Frau,
eine herzliche, ergebene und freundlich redende
in Tränen zurückließest, büßest du nur so?
Erst ausziehend auf Elefantennacken, Pferden
und Wagen, die dir als Vehikel dienten, gehst
du auf der Erde mit eignen Füßen, büßest
du nur so? Dein Schatzhaus, reich an Besitz,
und die vollen Vorratskammern hast du ver-
lassen, Besitzlosigkeit hast du erreicht, büßest
du nur so?"
Rudräyana antwortete:
„Mißlingen bringt den zur Vernunft, der
schwer zu zügeln ist, er muß das Brot anderer
essen, wie zwänge ihn sonst das Joch?" König
Bimbisâra antwortete: „Was redest du so,
Verblendeter, was redest du wie ein Ver-
lassener, ich gebe dir Anteil am Reich, das
genieße du, da du dem Genusse ergeben bist.
Was redest du so, Verblendeter, was redest
du, wie ein Verlassener, ich gewähre dir alle
Freude, nach denen immer du die Sehnsucht hast".
Rudräyana antwortete: „O König, jener Elende,
der an den Formen in der Welt sich anhält,
ist hoffnungslos im Himmel, auf der Erde,
in der Hölle, dies Schicksal liegt ihm auf.
Wer aber, um den Einkleidungen zu entgehen,
Freude hat an Ungerechtigkeit, der, o König,
muß als Elender bezeichnet werden, da Finster-
nis und wieder Finsternis sein Ziel ist. Höre
mich, o Großkönig, ich will dir sagen,
wie es steht, wenn du die Wahrheit gehört
hast, daraufhin laß dich benennen, wenn du
noch von Güte reden willst. Die Körperlich-
keit ist der Tugend bar, aber es gibt eine
große Tugend, wie immer man die Zeit ver-
bringen muß, da geht sie dir immer so nach.
Zehn Jahresdekaden nennen sie das Leben
des Menschen, was soll da Heiterkeit, was
soll Liebesfreude? da die Söhne der Besitz
anderer sind, redet man von Stolz, daß man
einen Sohn hat, und er heißt Produkt der
Gattin; Diebe greifen nach dem Besitz, König,
von der Fessel bin ich gelöst. Nicht Heil-
mittel schützen, nicht Reichtum, nicht Ver-
wandtschaft, nicht Allwissenheit, nicht Gewalt,