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Digital Archive of Toyo Bunko Rare Books
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| 0479 |
Die Teufel des Avesta und Ihre Beziehungen zur Ikonographie des Buddhismus Zentral-Asiens : vol.1 |
| The Devils of Avesta and their Relationship to Iconography of Buddhism in Central Asia : vol.1 |
Citation Information
OCR Text
Bhiru ihr Schiff mit Juwelen und flohen. Und
Hiru gründete in einem andern Lande die
Stadt Hiruka. Denn sein Name ward Name
der Stadt. Bhiru baute in einem andern Lande
die Stadt Bhiruka. So erhielt sie den Namen
Bhirukaccha. Am siebenten Tage begann der
Staubregen zu fallen. Von Dämonen wurden
die Paläste verschüttet. Śyāmāka sagte: „Ehr-
würdiger, was bedeutet der Lärm in der Höhe,
der gewaltige Lärm?" Mahākātyāyana ant-
wortete: „Sohn, aus den Windfenstern werden
die Seidenvorhänge wohl zerrissen." Und aus
den Windfenstern wurden die Vorhänge zer-
rissen und mit Staubmassen alles bestreut.
Da überlegte Mahākātyāyana: „Wenn man
sich sagt, nur diese Stelle ist noch übrig als
frei, so wird uns, wenn noch mehr durchreißt,
alles voll sein, und wir sitzen dann auf einem
Grasbüschel." Er überlegte weiter: „Hier
kann man nicht mehr leben, wir wollen gehen."
Und die Schutzgöttin, die in Roruka wohnte,
ging dahin, wo Mahākātyāyana sich befand,
verneigte sich vor seinen Füßen und sprach:
„Ehrwürdiger, ich komme auch, ich will dem
Ehrwürdigen aufwarten." Er nahm es an.
Dann sprach er zu Śyāmāka: „Mein Sohn,
nimm die Robe und den Henkelkrug, wir
wollen gehen." Jener nahm Robe und Krug.
Durch Zauberkraft ging er mit dem Knaben
Śyāmāka weg und die Stadtgöttin von Roruka
folgte ihm durch ihre Zauberkraft auf den
Fersen. Die Stadt Roruka aber ward vom
Sand verschüttet. Sie aber gelangten in der
Folge nach dem Dorfe Khara. Da blieben sie
an einem Orte, der „die Tenne" hieß. Mahā-
kātyāyana ließ den Knaben Śyāmāka in der
Tenne zurück und betrat, um Reisalmosen zu
holen, das Dorf. Durch göttliche Macht
vermehrte sich das Korn auf der Tenne. Ein
Mann, der dort sich aufhielt, sah den Knaben,
ging zu ihm hin und fragte: „He Kind, vermehrt
sich das Korn durch deine Macht?" Der
Knabe antwortete: „Nicht durch meine Macht
vermehrt sich das Korn auf der Tenne, aber
die Stadtgöttin von Roruka ist wohl mit-
gekommen, die wohnt jetzt hier, und durch
ihre Göttermacht vermehrt sich auf der Tenne
das Korn." Der Mann warf sich vor ihr auf
die Knie und sagte: „Göttin, ich habe den
Schlüssel, bis ich nach dem Dorfe gehe und
wiederkomme. Außer mir aber darfst du ihn
niemandem geben." Sie nahm ihn an, er
ging nach dem Dorfe, die dort versammelten
Dorfleute redete er also an: „Ihr Leute, die
Schutzgöttin von Roruka ist hierhergekommen,
sie wohnt auf der „Tenne", durch ihre Macht
vermehrt sich auf der Tenne das Korn. In
ihre Hand habe ich den Schlüssel gelegt mit
den Worten „Göttin, bewahre du den Schlüssel,
bis ich nach dem Dorfe gehe und wieder
zurückkomme, außer mir sollst du ihn nie-
mandem geben" damit weise ich ihr mein
Haus als Wohnung an; wenn ihr nun meinen
ältesten Sohn für volljährig erklärt, so wißt,
daß, wenn ich die Zeitlichkeit verlasse, die
Göttin von dieser Wohnung aus nicht mehr
anderswo hingehen wird, euch wird alles
Gute sich mehren und alle Plagen werden
aufhören." Sie erklärten seinen ältesten Sohn
für volljährig und er selbst schied aus dem
Leben. Nun wurde das ganze Haus mit Wohl-
gerüchen und Blumen, mit Schirmen, Wimpeln
und Fähnchen geschmückt und sie zogen
mit Opfergaben zur Göttin. Der Mann war hin-
gegangen, vor ihr auf die Knie gefallen: „Göttin,
bleib unser Schutz, bleibe hier." „Ich habe
hier keinen festen Wohnplatz, ich bin die
Dienerin des ehrwürdigen Mahākātyāyana".
„Göttin, er sagte: „ehrwürdiger Mahākātyā-
yana", also nimm dich dessen an, von dem
du die Schlüssel erhalten hast." So hatte
sie sich seiner angenommen, bis er gestorben
war, hatte sie aufgepaßt. Nun wandte sie
sich an die Leute, die da wohnten: „Ich will
unter der Bedingung bei euch bleiben, daß
ihr mir einen Schlafplatz macht, wie dem
Ehrwürdigen." Das sagten sie zu. Einen
just solchen Schlafplatz, wie sie der Göttin
machten, machten sie auch dem ehrwürdigen
Mahākātyāyana. Und die Lampe, die sie der
Göttin für ihren Aufenthaltsort angeschafft
hatten, die nahm sie und stellte sie auf den
Schlafplatz des Mahākātyāyana. Wie sie die
Lampe nahm und hinging, wurde sie von
einem Fremden gesehen, der in einer Mauer-
kante stand. Der dachte sich: „Die Göttin
(abhisārikā) macht dem ehrwürdigen Mahākāt-
yāyana einen Liebesbesuch." Aber sie er-
kannte seine Gedanken, wurde zornig: „Dieser
Bauer mit der Äußerung dessen, was er übel
gedacht hat, wird dem ehrwürdigen Mahākāt-
yāyana durch Verleumdung seines zufrieden-
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