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0507 Die Teufel des Avesta und Ihre Beziehungen zur Ikonographie des Buddhismus Zentral-Asiens : vol.1
The Devils of Avesta and their Relationship to Iconography of Buddhism in Central Asia : vol.1
Die Teufel des Avesta und Ihre Beziehungen zur Ikonographie des Buddhismus Zentral-Asiens : vol.1 / Page 507 (Color Image)

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doi: 10.20676/00000193
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Raudrî
Vyâghravaktrâ
Carcikâ
Śṛṅkhalâ
Śvânavaktrâ
Śûkarî
so finden wir die schweineköpfige als unterste
und unmittelbar vor ihr die hundeköpfige
Dâkinî. Zur letzten gehören geierköpfige
und zur vorletzten rabenköpfige. Nehmen
wir diese dazu
Kâkavaktrâ
Gṛdhravaktrâ
so erhalten wir acht Namen und acht Haupt-
dâkinîs des Weltsystems. Die aufsteigende
Reihe endet mit Raudrî, also der Gattin des
Rudra (Siva) und gleich hinter ihr folgt ihr
Vehikel, der Tiger als besondere Dâkinî.
Nehmen wir nun die obige Kolonne (60/61),
so ist klar, daß damit die Sätze nicht ver-
ständlicher werden, aber wir haben oben
sechzehn Reihen und hier acht Namen. Des-
wegen erwähnt V. 5, 79, in dem Mañjuśrî als
Buddhamutter bezeichnet wird, mit doppelter
Betonung des Zahlwortes acht Zornesgötter
auf acht aufschießenden Lotusthronen. Diese
acht Zornesgötter sind also zuzurechnen als
die Heroen der entsprechenden Dâkinîs. Es
ist ferner zu beachten, daß ein Stützpunkt
in Kol. 17, wie oben schon hervorgehoben
wurde, vorhanden ist. Und dieser Stützpunkt
hilft in folgender Weise. Er gilt als Mittel-
stück mit der folgenden Kolonne 17 und ent-
spricht dem Heros der Raudrî und dieser
selbst, und die Zeilen heißen:
„Rudra und Raudrî bestehen in dem kost-
baren Donnerkeil (Kopulation) des Wassers,
sie sind das kostbarste Eine von sechzehn
auf der Fläche der fünf bewohnten Länder".
Es schließen sich an: 16, 19 also:
„Ein Vira (Held) und Vyâghravaktrâ sind
Niṣat, das weißleuchtende, auf dem die große
Kostbarkeit des Kuśa-Grases wächst, 1000
Yojanas des Beckens der Salzflut".
15, 20: „Ein Vira und Carcikâ: es sei eine
bekannte Hölle, ein Kreis, der der Ring der
Erde ist".
14, 21: „Ein Vira und Śṛâkhalâ: Weltperiode
weiß, die Kopulation Ha entbehrend Hara
und seine bewaffnete Begleitung".

13, 22: „Ein Vira und Śṛṅkhalâ. Ein
Finger. Eine Elle (Bogen) hier durch eine
Elle (einen Bogen) vernichtet. Und schreitet
in der Schlacht."
12, 23: „Ein Vira und Śvânavaktrâ. Eine
Zahl von 3000 Yojanas, eine in der Dreiwelt,
des Königs, begabt mit hundert Säften."
11, 24: „Ein Vira und Śûkarî. Eine Zahl von
2000 Yojanas, was hoch kreist Tag und Nacht,
langsam, nimmt einen Tag weg auf der Erdfläche.
10, 25: „Zahlreiche Viras mit Geier- und
Rabenkopf-Hexen: ihre Ausdehnung, der un-
bewegliche Punkt des Gesichtes ist vollendet,
sie rennen umher bei den aus Atomen geborenen
Menschen und Dämonen."
Es ist nachzutragen, daß die fünf Länder
fünf Berge sind, ferner, daß Kol. 13, 22 eine
hier wertlose Anspielung enthält auf Kalki.
Alles andere ist klar.
Bevor wir nun weitergehen und die wichtigste
Form, Mañjuśrî, herausholen, wollen wir noch
einige dieser Dâkinîs selbst betrachten.
Fast bei allen Zauberern spielen die Dâkinîs
eine große Rolle, bei zweien aber eine so
hervorragende, daß bestimmte Formen sogar
nach ihnen oder ihrer Tätigkeit benannt sind.
Es sind dies die zwei Persönlichkeiten, die
wir öfters erwähnen, Nâro, der Vertreter des
Kâlacakra, und der Eigenbrötler, der unter
dem Namen Padmasambhava bekannt ist. Von
dem ersteren wissen wir, daß Vajrayoginî, eine
andere Form der schweineköpfigen Vajravârâhî,
ihm den „Luftwandel" beibrachte und direkt
selbst davon den Beinamen erhielt: „Luft-
wandlerin des Nâro". Wichtiger ist in diesem
Falle der andere. Wir haben Worte der ge-
heimen Zaubersprache, die mit dem Etruskischen
zusammenhängt, oben aus dem Kâlacakra nach-
weisen können: E, VA, M, HA, I in genau derselben
Bedeutung in beiden Zaubersystemen, Padma-
sambhava bringt uns noch ein geradezu ent-
scheidendes Wort. Wir wissen, daß Padma-
sambhava Blitzzauber trieb, ja fast alles, was
wir über ihn wissen, läuft darauf hinaus; schon
seine Legende zeigt seine dadurch errungene
Besessenheit, es geht so weit bei ihm, daß er
den Donnerkeil in seinen Büchern als Unter-
scheidungszeichen für unser Komma und Punkt
eingeführt haben soll; diese Art wird in der
ihm geweihten Literatur noch aufrechterhalten.
Ihm werden zwei, uns noch unbekannte Systeme