National Institute of Informatics - Digital Silk Road Project
Digital Archive of Toyo Bunko Rare Books
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| 0528 |
Die Teufel des Avesta und Ihre Beziehungen zur Ikonographie des Buddhismus Zentral-Asiens : vol.1 |
| The Devils of Avesta and their Relationship to Iconography of Buddhism in Central Asia : vol.1 |
Captions
| [Figure] Fig. 65 |
Avalokiteśvara with the halo, from E. E. Uchtomskij, Reise in den Osten des Kaisers Nikolaus II., 5, 141 Russian edition.Avalokiteśvara mit der Sonnenscheibe, nach E. E. Uchtomskij, Reise in den Osten des Kaisers Nikolaus II., 5, 141 der russischen Ausgabe.
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Citation Information
OCR Text
sattva selbst in männlicher Form die Sonnen-
scheibe mit dem großen Auge in der Mitte,
das alles sieht, und der Repräsentant des
jeden Morgen wieder aus der Mitte der Scheibe
erscheinenden Sonnengeistes ist. Daß die
weibliche Form des Padmapāni in China und
aus China in Japan fast die einzige geworden
ist, die freilich endlose Variationen in ihren
Hilfeleistungen in den „acht Nöten", hervor-
gebracht hat, ist allbekannt, literarisch zwar
in Tibet erwähnt, wenn auch in magische
Formeln eingeballt, aber als Abbildung selten.
Dies Auge in der Scheibe blickt, wie wir
belehrt werden, auf die ausgelegten Zauber-
kreise (maṇḍala), es ist das ti im System des
erwähnten Padmasambhava und entspricht der
gewalttätigen, launischen und Blitze werfenden
Tätigkeit des Vajrakāya.
84.
Diese Zorneswirkung wird bei Beschreibung
des Zauberkreises, den der Zauberer der in
Sonnenringen „ihr Antlitz zeigenden" Gott-
heit entgegengestellt (vgl. Fig. 61), in folgender
Weise offener wie sonst in den Tantras an-
gegeben im Kālacakra IV, 97:
ŚĀSTĀ DIVYĀDIKUMBHĀḤ SAHAJAJINATA-
NUR MANDALE GARBHAMADHYE
BUDDHĀDYĀ DHARMAKĀYAH KHALU RASA-
KULIŚĀDYĀŚ CA SAMBHOGAKĀYAH
KRODHO NIRMĀṆAKĀYO BHAVATI KULAVA-
SĀN MANDALE GARBHASAMSTHĀŚ
CĀMUṆḌĀDYASTADEVYAH PARIJANASAHI-
TĀH SUDDHAKĀYO HI VĀHYE
„Der Lehrer und die ‚Gefäße', die mit den
Göttern beginnen, der Leib des gleichzeitig
gebornen Überwinders im Zauberkreise, in
der Mitte, die den Keim enthält,
der Buddha also und was mit ihm ist, ist
die Verkörperung der Religion (dharma),
der Ichor und der Donnerkeil (die Mannheit)
ist die Verkörperung des Genusses, (sam-
bhoga), Zorn ist der Leib, der Spukbilder zeigt
(nirmāṇa); da es sich um Fortpflanzung han-
delt, befinden sich im Zauberkreise als Keim
die acht Hexen (devī), Cāmuṇḍā voran mit
ihrem Gefolge; denn die Verkörperung der
Reinheit (śuddha) ist davon getrennt".
Diese raffinierte Stelle bedarf einer Er-
klärung. Der Zauberkreis ist eine Scheibe,
in ihrer Mitte ist eine kleine Scheibe (oben
Auge genannt), sie enthält den Keim. Dieser
Keim, auf Selbstbegattung hin entwickelt, ist
die Verkörperung der „Überwinder", d. h.
der Buddhas, die durch den weißen Elefanten,
die Lotusrose der Scheibe, das Gegen-
bild der Sonne, durchbricht, irdische Form
als Lehrer (śāstr) und Erlöser, Buddha annimmt.
Er ist die Verkörperung unter Gleichzeitig-
gebornen, den „Gefäßen" (kumbha), die, auf
normale Art erzeugt, von den unteren Götter-
regionen bis hinab in die Höllen reichen;
der so von Mitgebornen begleitete, mystisch
erzeugte Buddha ist mit diesen Geschöpfen
aus Erde, die durch ihn die Religion erlangen
sollen, der Dharmakāya, die Verkörperung
der Religion (dharma). Durch mystische Selbst-
begattung, ausgedrückt durch rasa (Ichor) und
vajra (das durch den weißen Elefanten sym-
bolisierte Zeugungsorgan) ist er die Verkör-
perung des Genusses (Sambhogakāya). Aber
er zürnt und zeigt Zauberbilder, die Schrecken
verbreiten, besonders solange er selbst noch
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