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Digital Archive of Toyo Bunko Rare Books
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| 0562 |
Die Teufel des Avesta und Ihre Beziehungen zur Ikonographie des Buddhismus Zentral-Asiens : vol.1 |
| The Devils of Avesta and their Relationship to Iconography of Buddhism in Central Asia : vol.1 |
Citation Information
OCR Text
Diese von unten kommende Sonne, die also wieder
am Morgen aufsteigt, um den Kreislauf aufs neue
zu beginnen, die schon in dem vorigen Zeichen mit-
wirkt, kommt zur vollen Geltung in der letzten Hiero-
glyphe (20) SU·TA·NA. Wir sehen, daß der Mittel-
zacken über dem unten angebrachten A Quadrat,
durch dessen Druck die innere Sonne, der Halbkreis
darüber, sich in Flammen erhebt, die allein geltende
Hauptfigur ist, wie in dem Zauberquadrat, dessen
untere zwei Zacken noch in den Rundungen stecken.
Eine derselben, die an der Pranke den Daumen
bildet, ist von besonderer Bedeutung dadurch, daß
sie jenen abgewandten Bogen bildet, der so oft mit
einem nach vorne offenen und mit der kleinen Senk-
rechten zusammen erscheint. Von den letzteren zwei
wissen wir, daß die erstere jene zugewandte Ein-
buchtung, also das I ist, das wir von oben gesehen
aus T·I und durch das Dach vorgebildet in C·I
kennen, ferner, daß der losgelöste kurze senkrechte
Strich das E ist. Die kleine abgewandte Halbscheibe
ist einfach die andere Hälfte der kleinen Scheibe und
erhält, weil in beiden sowohl im I wie im E eine
Person auftritt, im tuskischen System die Silbe NA
„Person" als Lautwert: eine Person I stirbt, eine
neue E folgt nach. Von diesem NA nun geht ein
Gesetz aus, das für die Schrift von besonderer Be-
deutung ist und das, obwohl dem medischen System
angehörig, nur auf diesem Wege aus Mangel an an-
deren Beispielen sich erweisen läßt; dies Gesetz lautet:
werden zur Herstellung einer Bildhieroglyphe Elemente
der Symmetrie halber wiederholt, so gelten die Laut-
werte nur einmal, wird aber ein in den Bildern vor-
kommendes Element durch ein gleichwertiges, aber
anders geformtes wiederholt, so abtetiert das hinzu-
tretende den entsprechenden Laut in der Hieroglyphe.
Indem nun die Querlinie in dem magischen Tableau,
die das Fragepronomen N „wer?" enthält, als N ab-
gelöst wird, entsteht aber Ansetzung dieses N an
die Silbe NA das A der gewöhnlichen Schrift; so wird
der Begriff „Ewigkeit" A für dies Zeichen beseitigt.
Die Umdrehung des Halbkreises ist nötig zur Unter-
scheidung von T. Im Siegel I·A·HU aber wird dies
A, das sonst nicht ausgedrückt werden kann (15),
eckig gebildet, um auf den Begriff des „Ewigen" (1)
hinzuweisen. Ganz emphatisch aber steht das NA
losgelöst neben dem Zeichen RASNA (12), RASENA
(13), das durch seine unten quadratische Form eben-
falls auf die ewige Dauer dieser Person im Gegen-
satz zu den stets wechselnden I·NA, E·NA hinweist.
Unten beginnend gibt das Zeichen hinten R, es folgt
A als „ewig", ein langgezogenes S und über dem R
das kleine NA. Da das Zeichen eine Umdeutung des
medischen Siegels ASTI ist, so ist das S noch der
medischen Form näher als der sonstigen.
Wir müssen zu dem Zaubertableau zurückkehren,
denn nur mit seiner Hilfe gewinnen wir Auskunft
über die letzten Schriftzeichen. Wenn wir überlegen,
daß das Bild des Sternes im Kreise das Leben der
Sonne überhaupt darstellt, so ist klar, daß uns hier
mehr enthüllt wird, als die medische Methode leistet;
wir sehen in das Innere der zweiten Scheibe hinein
und der jetzt äußere Ring ist also noch ein T, das sich
bald in S wandeln wird. Dann ist der innere kleinere
Kreis ein Durchblick auf den Fond, die Ewigkeit, und
wie auf das äußere T der Fond A folgt, so muß dies
innere A auf den inneren in der Mitte im I punktierten
Kreis folgen, und wenn wir das festgestellte L in den
Linien, die je einen Kegel (Flamme) umgeben, und die
göttliche Macht ausdrücken, auf TA folgen lassen und
darauf nun L und die beiden nach der Mitte, von der
die Bewegung ausgeht, gewandten I Halbbogen, dann
kann der Kreis, den der Hohlraum bietet und zur
Punktierung der Sonne drängt, nur mit dem Hohl-
raum ΘA sein, so daß wir für die ganze Figur die
wertvolle Interpretation TALIGA „die Jungfrau" erhalten.
Daß diese Bestimmung richtig ist, beweist einerseits das
magische Wort VE (UE), als die runden Manifestationen
des Quadrates in den Siegeln E·Θ (7), von denen
die seltene Form die dauernde Punktuation präzise
andeutet. Eine fast gezwungene Umdeutung des
Spottbildes SPA (5) „der Hund" gibt ebenfalls tus-
kisch dem Kreise als Hohlraum die Bedeutung Θ,
verlängert aber die Seiten des Kreises, so daß eine
Eiform entsteht und für das A ein U schon im Rande
hingeschoben wird.
Die Zeichen, welche sich nicht verbinden lassen,
werden als Elemente zusammengesetzter Hieroglyphen
gestielt. So erhält das aus dem Siegel TU erschlossene,
durch Ablösung des beibehaltenen medischen U ge-
wonnene T einen längeren Strich und der Bogen steht auf-
recht, TI wird in zwei Zacken zerlegt und gestielt und
ebenso der ewige Anhauch Θ, zugleich in zwei Halb-
kreise zerlegt, da das H das Gegenstück zu Θ ist,
dient das umgekehrte Zeichen für das H. Das ma-
gische M „dieser" wird dadurch zu M, daß nur der
Bogen bleibt, aber nach hinten einen Ansatz erhält,
das aus dem Siegel SU (10) sich durch Abteilung von
U ergebene S erhält ebenfalls einen Haken, aber nach
vorne, da die Vorlage aufrecht steht, S erhält unten
zwei runde Ansätze, es ist der Zischer, der das Er-
gebnis der auf Θ und H beruhenden Zeugung ist;
X erhält seine ähnlich ausgestattete Form durch Um-
bildung von H. Es bleiben noch die Lettern C, F,
P, V, Z: denn B und D sind Neuerungen, Varianten
von F und D. Diese Lettern sind alle bloße Ecken,
die uns alle wieder zum Quadrat zurückführen, der
magische Sinn der Lettern ist: C Siegel, F Erneuerung,
als Keim, P eingetretene Vollendung, V mit langem
Strich quer, der auf das Weiterlaufen hinweist: Feuer
als Keim, Z ein dem V verwandter Begriff, also
ähnlich geschrieben: Werden. C zeigt die Bewegung
nach unten, F das bereits Umfassen, P ist das Gegen-
stück, der Gegendruck zu C, V und Z sind Vorstufen
zu F, das Quadrat A (1) Ewigkeit zu bilden.
Das Schema der magischen Lettern und Silben,
das als etruskische Sprache gilt, ist, soweit es in den
gegebenen Texten vorkommt, das Folgende. Zur
Anordnung befolge ich ein mir bekanntes, bald wieder
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