National Institute of Informatics - Digital Silk Road Project
Digital Archive of Toyo Bunko Rare Books
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| 0080 |
Iranische Felsreliefs : vol.1 |
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aus Leder, hergestellter und unter der
Krone hervorkommender Schurz hält die
Fülle der zur Schulter herabfallenden
Locken hinten zusammen. Der nur am
Wangenansatz gekräuselte und rechteckig
beschnittene Bart fällt bis zur Brust
herab. Das Gewand besteht aus weiten
Hosen, die röhrenartig das Bein umgeben
und bis zur Fußspitze herabfallen, aus
einem oben eng anliegenden Armelrock,
der bis zum Knie reicht und von dem
Gürtel abwärts mehrfach geschlitzt ist,
und aus einem Mantel, der, auf der Brust
durch eine Spange zusammengehalten,
über dem Oberarm nach hinten fällt und
sich im Wind zu blähen scheint. Den
Hals umgibt als Abschluß der Gewandung
ein wie der Gürtel aus einzelnen Glie-
dern oder Platten zusammengesetztes
Schmuckband.
Die Haltung des Königs erweckt auf den ersten Blick
den Eindruck, als wenn er ganz in Seitenansicht dargestellt
wäre. Aber wir sehen auch die gleiche wechselnde Drehung
des Körpers wie bei der Figur des Gottes; nur macht sich
die Enfacestellung des Oberkörpers weniger bemerkbar, da
dieser durch den vorgestreckten rechten Arm im wesentlichen
bedeckt wird, und die linke Schulter kaum zum Vorschein
kommt. Mit der ausgestreckten Rechten greift Ardashir
nach dem Ringe, den er mit den Fingerspitzen berührt; die
Linke ist vor dem Gesicht erhoben mit einer Gebärde und
Fingerstellung, die wir als Respektsbewegung bezeichnen
wollen, und auf die wir noch öfter zurückkommen werden
(Abb. 25). Den Kopf bedeckt eine flach anschließende Helm-
kappe mit Backen- und Nackenschutz, und darüber wölbt
sich der den sasanidischen Königen eigentümliche Globus¹).
Wie ein Studium der sasanidischen Skulpturen und Münzen
ergibt, war an der Spitze der Helmkappe wahrscheinlich
ein wohl aus Metalldraht bestehendes kugelförmiges Gerüst befestigt. Dann wurde über den Helm
und das Gestell eine weite Stoffkappe gezogen und durch Bänder festgehalten, einmal am unteren
Rande des Helmes durch ein diademartiges breites Band, dessen Enden bis zur Hüfte herabfallen, ein
zweites Mal durch ein schmaleres Band unterhalb des Globus. Dichte, volle Locken bilden das
Haupthaar, aber sie sind schlichter und weniger sorgfältig gekräuselt wie beim Gott. Auch die Bart-
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