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0142 Iranische Felsreliefs : vol.1
Iranische Felsreliefs : vol.1 / Page 142 (Grayscale High Resolution Image)

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doi: 10.20676/00000244
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vorhanden. Ich glaubte früher, Teile des Palastes könnten aus Lehmziegeln bestanden haben, doch
scheint mir nach neuerlichem Besuch von Ktesiphon wahrscheinlicher zu sein, daß sich der eigentümliche
Erhaltungszustand wirklich aus einer versuchten teilweisen Abtragung des Baues erklärt. Daß der
Grundriß nicht der „Idealtypus eines auf dem Tonnengewölbe als Deckenkonstruktion beruhenden
zu einem rechteckig geschlossenen Ganzen vereinigten Raumgebildes" ist, habe ich in meinem „Samarra"¹)
gezeigt. Ebenso wie in Fīrūzābād modifiziert hier die Tonne, das Gewölbe nur den Grundriß, schafft
ihn aber nicht. An derselben Stelle habe ich über die hellenistische Herkunft der Scheinarchitektur der
Fassade gesprochen. Es ist sehr bedeutsam, daß der hellenistische Charakter am Bau Shāpūrs I., unter

dem das Sasanidenreich zuerst im Kampf mit dem Occident eintritt, weit ausgeprägter ist als am Bau
Ardashirs I. —

Kaum vor 320 v. Chr., vielleicht erst fünfzig Jahre später, gründete Shāpūr II. Dhu'l-aktāf die
Stadt Erān-Khurra-Shāpūr²), von den Syrern Karkhā de Lādan genannt (arab.-pers. Karkh), oberhalb von
Susa, an dem später nach dieser Stadt den Namenerkhā (Karkh-āb) tragenden Flusse. H. C. Rawlinson³)
erwähnt⁴) zuerst die dortige große Ruine des Ī Kwān i Karkh. Aufnahmen besitzen wir durch Dieulafoy.
Dem Grundriß nach ist es eher ein gewaltiger Torbau als ein Teil eines Palastes. Für die Entwickelung
der sasanidischen Baukunst wesentlich ist an der Ruine, daß sie zuerst ein Abweichen von den beiden