National Institute of Informatics - Digital Silk Road Project
Digital Archive of Toyo Bunko Rare Books
|
|
Color Thumbnail -
Table of Contents -
Page Number -
Biliographic Information (Metadata) -
Caption -
Color Image -
Gray HighRes. Image -
Facing Pages -
Graphics -
| 0194 |
Iranische Felsreliefs : vol.1 |
Citation Information
OCR Text
Diese wenigen Reste gestatten ge-
rade, die Raumdisposition des Gebäudes
mit Sicherheit zu erkennen, wobei nur
Fragen zweiter Ordnung unbeantwortet
bleiben. Es ist ein Hauptraum vorhan-
den, der durch zwei Säulenreihen von je
vier Säulen in drei Schiffe geteilt wird.
Seine Mauern ergeben sich als etwa 2½ m
stark, sie bestanden aus ungebrannten
Lehmziegeln mit schwarzen, relieftragen-
den Orthostaten am Sockel. Der Lang-
seite dieses Raumes lag zwischen zwei
aufrechten Anten (den beiden links auf
Tafel XXX) eine offene Vorhalle vor, die
notwendigerweise 4 Säulen als Stützen
besessen haben muß. Die südliche Ante
(Tafel XXX im Vordergrund) und das
Säulenfundament in ihrer Flucht bestä-
tigen die Anlage einer ähnlichen, nur
zweisäuligen Vorhalle an dieser Schmal-
seite. Zwischen beiden Hallen wird ein
turmartiger Eckteil gebildet, dessen Eck-
punkt auf Tafel XXX links unter dem
Perser zu sehen ist. Dieser Turm war
nicht massiv, sondern hatte einen Innen-
raum, da eine Kante an den Fundament-
steinen der Orthostaten der Vorhalle
das Vorhandensein einer Tür beweist.
Das weitere Verständnis dieses
noch fragmentarischen Grundrisses er-
schließt der Vergleich mit dem Apadana des Xerxes in Persepolis, bei welchem sich dieselben
Räume wiederfinden. Wie wir bereits besprochen hatten, sind die Bauten vom Apadana-Typus nur
auf eine Achse symmetrisch. Für das Gebäude S in Pasargadae sind nun zwei Anhalte gegeben,
welche Achse als Symmetrieachse, mit anderen Worten, welche Seite als Hauptfront aufzufassen ist.
Zuerst die Orientierung. Das Apadana und der Hundertsäulensaal von Persepolis blicken
nach NNW. Die Breitseite des Gebäudes S blickt ebenfalls nach NW., und da wir dieselbe Rich-
tung bei dem Gebäude R wiederfinden — genaue Gradmessungen liegen leider nicht vor —,
so kann man diesen Umstand kaum für einen Zufall halten, da die Orientierung für jene Kli-
mata eine eminent praktische Bedeutung hat. Der andere Anhalt ist der, daß in der nördlichen
Schmalwand der Längsvorhalle der Rest einer der südlichen entsprechenden Tür vorhanden ist, der
leider nicht genau gemessen worden ist; doch darf man ihn für sicher halten, aus Gründen der Symmetrie
und da auch die Fundamentsteine unter der nördlichen Ante auf eine Verlängerung der Mauer nach NO.
hinweisen.
Aus diesen Erwägungen habe ich (Abb. 83) die nordöstliche Schmalseite mit Turm und Vorhalle
der südwestlichen symmetrisch ergänzt. Ob die Rückwand, die also nach SO. gekehrt war, eine Tür besaß
oder nicht, bleibt dahingestellt: beim Apadana ist keine Tür mehr festzustellen, beim Hundertsäulensaal
sind solche vorhanden.
1
.
.
.
.
|
.
.
.
.
11
.
.
.
.
|
.
.
.
.
21
.
.
.
.
|
.
.
.
.
31
.
.
.
.
|
.
.
.
.
41
.
.
.
.
|
.
.
.
.
51
.
.
.
.
|
.
.
.
.
61
.
.
.
.
|
.
.
.
.
71
.
.
.
.
|
.
.
.
.
81
.
.
.
.
|
.
.
.
.
91
.
.
.
.
|
.
.
.
.
101
.
.
.
.
|
.
.
.
.
111
.
.
.
.
|
.
.
.
.
121
.
.
.
.
|
.
.
.
.
131
.
.
.
.
|
.
.
.
.
141
.
.
.
.
|
.
.
.
.
151
.
.
.
.
|
.
.
.
.
161
.
.
.
.
|
.
.
.
.
171
.
.
.
.
|
.
.
.
.
181
.
.
.
.
|
.
.
.
.
191
192
193
194
195
196
.
.
.
.
201
.
.
.
.
|
.
.
.
.
211
.
.
.
.
|
.
.
.
.
221
.
.
.
.
|
.
.
.
.
231
.
.
.
.
|
.
.
.
.
241
.
.
.
.
|
.
.
.
.
251
.
.
.
.
|
.
.
.
.
261
.
.
.
.
|
.
.
.
.
271
.
.
.
.
|
.
.
.
.
281
.
.
.
.
|
.
.
.
.
292
.
.
.
.
|
.
.
.
.
302
.
.
.
.
|
.
.
.
.
312
.
.
.
.
|
.
.
.
.
322
.
.
.
.
|
.
.
.
.
332
.
.
.
.
|
.
.
.
.
342
.
.
.
.
|
.
349
Copyright (C) 2003-2026
National Institute of Informatics
and
The Toyo Bunko. All Rights Reserved.