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『東洋文庫所蔵』貴重書デジタルアーカイブ
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| 0075 |
Iranische Felsreliefs : vol.1 |
| イランの岩壁彫刻 : vol.1 |
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hinabzugehen, ist ganz ausgeschlossen, da in parthischer Zeit gewiß schon die Leichenaussetzung im
allgemeinen vorherrschte. — Zur Vervollständigung des Materials weise ich auf die einfachen, kleinen
Felsgräber hin, welche de Morgan (Mission IV, I, Pl. XXXIII, pag. 301, Fig. 179) unter dem Namen
Dî-nou (d. i. Deh i nô) veröffentlicht hat. Ich gebe die Abb. 22 nach einer von Professor Oskar Mann
aufgenommenen Photographie. Die Umrahmung der einfachen Grabhöhlen weist noch auf die ursprüng-
liche Hausform hin. Das Relief über dem rechten Grabe ist eines der seltenen Beispiele figürlicher Dar-
stellungen. Seine Ungeschicklichkeit dürfte halb provinziell, halb altertümlich sein. Die Tracht der vor
einem Altar betenden Gestalt ist die medische. Für die Datierung wichtiger ist, daß auch die Haartracht
noch die medische ist, die zuletzt bei Dareios auf dem großen Relief von Bisutûn vorkommt (vgl. Text
zu Tafeln XXXIII—XXXV). Damit wird das Grab, offenbar eines der jüngsten der nordiranischen
Felsgräber, noch in medische Zeit, also in das siebente bis sechste Jahrhundert gerückt. — Deh i nô,
oder nach Mann Issakawand, liegt an der von der großen Heerstraße Baghdad—Hamadan bei Bisutûn
abzweigenden Straße, die durch das Lûristân nach Khûzistân führt, also in einer wichtigen Grenzgegend
zwischen Ekbatana und Susa.
Es ist also so, daß Dareios mit seinem Felsengrabe an alte iranische Sitten anknüpfen konnte.
Neu war nur die königliche Ausgestaltung des Grabes. Von jüngeren als achaemenidischen Felsgräbern
ist in Persien wenig konstatiert worden. Brugsch¹) schildert das Gabristân von Kuhrûd, an der Straße
von Kâshân nach Isfahân. Dort liegt ein weit ausgedehnter Friedhof, mit Schachtgräbern von 3 bis 4
zu 1½ zu 6 Fuß Größe, in terrassenförmige Felsen gehauen. Die islamische Bevölkerung benutzt die
Gräber und gräbt neue. Über ihr Alter ist nichts bekannt.
Interessanter sind die Höhlengräber, von denen eines Abb. 23 zeigt. Diese Photographie fand ich
in Teheran bei einem russischen Photographen. Den ich um Auskunft bat, schrieb mir:
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