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0128 Iranische Felsreliefs : vol.1
Iranische Felsreliefs : vol.1 / Page 128 (Color Image)

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doi: 10.20676/00000244
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Vom Tor des Xerxes aus sich nach Süden wendend gelangt man an einem gemauerten Bassin
vorüber zu einer mit den Reliefs von Tributzügen geschmückten Treppenanlage, die sich durch ihre In-
schrift (Xerx. Pers. b.) ebenfalls als Werk des Xerxes kundgibt. Auf der Plattform, zu der diese Treppe
hinaufführt, steht ein Bau des Xerxes, welcher die ungeheuren Dimensionen von 9900 Quadratmetern
bedeckten Raumes besitzt. Trotz großer Zerstörung ist der Erhaltungszustand derart, daß er den Grund-
riß mit Sicherheit herzustellen gestattet (Abb. 49).

Von der Rekonstruktion Chipiez' bei Perrot ist ganz abzusehen. Der Bau setzt sich aus einem ge-
waltigen Säulensaal, einer Vorhalle und zwei Seitenhallen zusammen. Der Saal ist von 59,60 m Tiefe
und fast genau gleicher Breite. Die Decke trugen sechs Reihen von sechs Säulen. Die Hallen haben ent-
sprechend zwei Reihen von sechs Säulen. Von den Säulen stehen einige noch mit Resten der Kapitelle da,
von anderen sind nur die Basen noch sichtbar, von nur wenigen sind auch die Basen von Schutt bedeckt,
wie der Plan (Abb. 49) zeigt.
Die von der Vorhalle in den
Hauptsaal führenden Türen
sind noch erhalten. Tafel XX
zeigt die Ansicht von Nord-
osten und Abb. 50 die von
Osten. Man sieht im Vorder-
grunde vier hohe zur östlichen
Seitenhalle gehörige Säulen,
dahinter drei an ihren ab-
weichenden Formen kenntliche
Säulen des Hauptsaales, im
Hintergrunde vier Säulen der
westlichen Seitenhalle. Rechts
steht ganz isoliert eine Säule
der Vorhalle. Zwischen dieser
und der nördlichsten Säule des
Saales sieht man die Reste
beider Türen. Die Verschüt-
tung wächst, wie an den Basen
ersichtlich ist, von der NW.-
Ecke nach der SO.-Ecke, von
19,40 m bis 21,00 m, wie der