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0165 Iranische Felsreliefs : vol.1
Iranische Felsreliefs : vol.1 / Page 165 (Color Image)

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doi: 10.20676/00000244
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Anten, schwarz die Orthostaten. Ebenso war das Gebäude R ausgeführt,
nach Flandins Beobachtung „construit en assises d'un fort volume, les
unes blanches, les autres noires". Auch die Orthostaten von Meshhed i
māder i Sulēimān sind grau, während das Grab selbst aus feinem, gelbem
Kalkstein erbaut ist. In Persepolis dagegen finden sich wohl auch gelbe
und schwarze Kalksteine, doch nicht die Zweifarbigkeit an einem Objekt:
an Säulenschaft und Basis, an Wand und Tür und Fenster.
Der Bau von Naqsh i Rustam gehört also aufs allerengste mit
den Bauten von Pasargadae zusammen. Trägt die Zweifarbigkeit schon
an sich den Charakter höheren Altertums, da sie die Farben des älteren
Materials, Holz und Lehm, widerspiegelt¹), so wird dieser Charakter be-
stätigt durch Einzelformen, welche sich in entschiedenen Gegensatz zu
denen von Persepolis stellen und nur älter als jene sein können. Von
den Säulen habe ich gesprochen: die reich dekorierten glockenförmigen
Basen treten erst seit Dareios' Zeit auf und fehlen noch in Pasargadae. Über die Orthostaten werde
ich bei den Tafeln XXX und XXXI
sprechen. Der Grabturm bietet die Ge-
legenheit, auf ein in diesem Sinne be-
sonders wichtiges Detail einzugehen, die
Türbildung.
Die Form der Tür habe ich schon
oben beschrieben (Abb. 69, vgl. auch
Abb. 1). — Dieselbe Tür finden wir, et-
was bereichert, am Meshhed (Tafel XXIX,
Abb. 80). Von den Türen der Paläste ist
nur eine Spur vorhanden, die aber darauf
hinweist, daß sie den Grabtüren gleich
gebildet waren. Die Frontseite des
Laibungssteines, der das Relief trägt, ist
nämlich als zweifacher Rahmen gebildet,
wie jene, während sämtliche Türen von
Persepolis, wie es Abb. 70 zeigt, drei-
rahmig sind. Die Tür von Persepolis ist
außerdem durch ihre ägyptisierende Hohl-
kehle charakterisiert, das Einzige, was
man als unmittelbare Entlehnung aus
Ägypten bezeichnen könnte. Diese Hohl-
kehle fehlt an keiner Tür von Xerxes bis