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0225 Iranische Felsreliefs : vol.1
イランの岩壁彫刻 : vol.1
Iranische Felsreliefs : vol.1 / 225 ページ(カラー画像)

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doi: 10.20676/00000244
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TAFEL XL

Schapur. Sassanidisches Relief I. Details

Von der bedeutenden Stadt, welche Shāpūr I. südwestlich von Istakhr in der fruchtbaren Ebene
von Kāzerūn anlegte, sind nur noch wenig Reste erhalten. Sie befinden sich im Norden der Ebene, dort,
wo ein Gebirgsfluß, der Rūdkhāne i Shāpūr, das Felsgebirge durchbricht. Ehe der Fluß die Ebene er-
reicht, durchfließt er eine von steilen Felswänden eingeschlossene ca. 1 km lange Talmulde, deren enge
Eingänge fast ganz durch das Flußbett eingenommen werden. Dieses kleine Tal und der Saum der Ebene
enthält die Überreste der sasanidischen Stadt, unter denen die Einfassung einer Quelle, die Ruinen eines
quadratischen, turmähnlichen Gebäudes zu nennen sind, und ferner Befestigungsanlagen auf dem süd-
lichen Ausläufer des Gebirges, der wahrscheinlich die Akropolis der Stadt bildete. Wir weisen auf
die bei Flandin (Pl. 45—47) gegebenen Aufnahmen hin.

Von größerer Bedeutung wie diese Reste sind die Reliefs, welche am Fuß der Felswände in dem
westlichen Engpaß angebracht sind und den Zutritt zum Felstal flankieren, vier am rechten, nördlichen,
und zwei am linken, südlichen, Flußufer. Die Tafel XLVI zeigt die das Tal im Norden begrenzende
Felswand sowie zwei der Reliefs (Taf. XL und XLI).

Wir beginnen mit den Reliefs am rechten, nördlichen Ufer, deren erstes nicht zu den besten
Denkmälern von Shāpūr gehört. Ein Baum beschattet die linke Hälfte des Reliefs vollständig (vgl.
Taf. XLVI), so daß von einer photographischen Aufnahme des ganzen Reliefs abgesehen werden mußte.
Die Tafel gibt nur zwei Detailansichten der rechten Seite, und zwar ist versehentlich die Stellung der
beiden Bilder unrichtig angeordnet; denn das linke Detail schließt sich fast unmittelbar an das rechte an
und bildet seine rechte Fortsetzung, wie aus der von Flandins Tafel L gegebenen Abb. 101 zu erkennen
ist. Auch die beiden Aufnahmen von Stolze (Taf. 138) mögen zum Vergleich herangezogen werden.
Das Relief setzt sich aus zwei übereinanderliegenden Streifen zusammen und stellt eine Thronszene dar:
ein sasanidischer Herrscher läßt sich die Gefangenen und die Beute eines besiegten Volkes vorführen. Im
oberen Streifen bildet die sitzende Figur des Königs die Mitte. Er hält die Linke auf das Schwert ge-
stützt, während die erhobene Rechte einen hohen Stab (eine Lanze oder eine Streitaxt, jedenfalls keine