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0013 Atlas von China : vol.1
Atlas von China : vol.1 / Page 13 (Color Image)

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doi: 10.20676/00000261
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laßen. Die Behandlung mit einem einzigen Farbenton gestattet bei Anwendung derselben, die Skala
der Abschattirungen nur bis zu einer gewissen Stufe der Dunkelheit zu führen. Wo das Original
mit noch tieferen Tönen behandelt war, mußten diese ausfallen. Schroffe Absätze laßen sich daher
nicht in wünschenswether Weise erkennen. Dieselbe technische Methode bietet auch für den Druck
den Nachtheil, dafs nachträglich kleine Veränderungen nicht angebracht werden können, ohne dafs
ein ganzer Theil der Platte abgeschliffen wird. Sie sind daher überhaupt nicht vorgenommen
worden. Dennoch schien es zweckmäßig, diese Manier zu wählen: denn diejenige, die Plastik
mittelst dichtgedrängter Isohypsen darzustellen, war selbstverständlich ausgeschlossen, und die
Strichmanier eignet sich nicht für Fälle, wo etwas Exactes in bescheidenem Umfang geboten
wird und der größte Theil der Gebirgszeichnung nur ein Bild in allgemeinen Zügen zu geben
bestimmt ist.

Zu den bezeichneten Schwächen der angewendeten Methode ist noch ein Umstand beach-
teiligend hinzugetreten. Er besteht darin, dafs die Zeichnung der Gebirge auf den Stein in zwei
verschiedenen lithographischen Anstalten hergestellt wurde, von denen nur eine ein dem Original
ziemlich gut entsprechendes (wenn auch selbstverständlich von den angedeuteten Mängeln nicht freies)
Bild hervorzubringen vermochte. Es kann dem Beschauer der Kartenblätter nicht entgehen, dafs
dieselben gewissermaßen zwei Gruppen orographischer Charakterbilder sind, von denen die eine
durch breit und weich angelegte Formen die individuelle Verschiedenheit der Bergformen zurück-
treten läßt, während dieselben bei der anderen besser zum Ausdruck kommen.

Die Höhenzahlen entlang meinem Reiseweg sind nach meinen eigenen Beobachtungen
berechnet. Ich habe mich erst spät entschlossen, dieselben in die Karten einzusetzen, weil die
Grenzen der möglichen Fehler nicht unerheblich sind. Herr Dr. von Fritsche in Peking hatte die
Gefälligkeit, die beiden von mir benutzten Aneroide zu wiederholten Malen einer genauen Prüfung
zu unterwerfen und die Tabelle für die Correction der Beobachtungen selbst auszuarbeiten. Es war
daher möglich, bei Tagesausflügen die Höhendifferenzen einzelner Punkte über der Ausgangsstation
ziemlich genau festzustellen. In diesem Fall befand ich mich jedoch selten. In der Regel reihten
sich die Ablesungen entlang der Linie meines Reiseweges aneinander. Da nun Peking und Shanghai
die einzigen Barometerstationen waren, mit denen eine Vergleichung stattfinden konnte, so mußte sich
die Zuverlässigkeit der Berechnung mit der Entfernung von diesen Orten verringern. Etwas erhöhte
Sicherheit trat für einige Gegenden dadurch ein, dafs ich in Tai-yüen-fu (Shansi), Hai-ngan-fu
(Shensi) und Tshing-tu-fu (Sz-tshwan) längeren Aufenthalt machte und das Mittel sämmtlicher
Beobachtungen an jedem dieser Orte mit dem Mittel des Barometerstandes derselben Periode in
Peking und Shanghai vergleichen konnte. Sind auch dann noch nicht geringe Fehlerquellen vor-
handen, so dürften doch die gefundenen Meereshöhen als eine vorläufig befriedigende Basis für die
in der Nähe gelegenen Orte angenommen werden.

In Anbetracht der geringen Sicherheit habe ich die Höhenzahlen abgerundet. Als Maafs-
einheit wurde die englische Fufs gewählt, und zwar deshalb, weil ich unterwegs die Gebirge
meiner Umgebung nach ihren relativen Höhen in englischen Fufs zu schätzen pflegte. Ist nun ein
Gebirge beispielsweise auf 700 bis 800 Fufs, oder auf 2000 bis 1200 Fufs geschätzt, so ist es
müfslich, diese Maaße in Meter zu übertragen. Eine solche Schätzungen, falls ihnen einige Uebung
zu Grunde liegt, ein besseres Bild der Höhenverhältnisse geben, als zerstreute Messungen, selbst wenn
sie genau sind, so wünschte ich sie auf den Karten einzutragen. Sie gaben den Ausschlag für die
allgemeine Wahl der Maafseinheit. Die freistehenden Zahlen am Reiseweg selbst beruhen auf
Aneroidmessungen, die in Klammern geschlossenen Zahlen in einigem Abstand von
demselben auf Schätzung. Wo rel. (relativ) hinter den letzteren steht, ist die relative Höhe
über der nächsten Stelle des Reisewegs gemeint.

In wenigen Fällen habe ich auf den Blättern der zunächst erscheinenden ersten Hälfte
des Atlas die Höhenmessungen Anderer einzutragen gehabt. Sie sind an der kleineren Schrift zu