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0016 Atlas von China : vol.1
中国地図 : vol.1
Atlas von China : vol.1 / 16 ページ(カラー画像)

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doi: 10.20676/00000261
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OCR読み取り結果

Zu den jüngeren Bildungen gehören die „Lacustrinen Schotter" auf Bl. 20, die „hohe
Schotterterasse" auf Bl. 10, die „Lacustrinen Schattkegel" auf Bl. 2 und die Terrassenbildungen des
Liau-Thales auf Bl. 8. Für letztere wurde aus technischen Rücksichten eine den Bezeichnungen auf
anderen Blättern wenig entsprechende röthliche Färbung angewendet.

Eine dem nördlichen China fremde jüngere Bildung ist auf Bl. 24, 26 die hohe, als „Thal-
Lehm und Schutt" bezeichnete hohe Terrasse im Thal des oberen Han (s. S. 590).

Mit dem Namen „Alluvium" sollten die ebenen Schwemmlandsbildungen der Flüsse bezeichnet
werden. Genauere Aufnahmen in der Großen Ebene werden das auf den Karten ersichtliche Gebiet
derselben vermuthlich wesentlich einschränken. Auf Bl. 2, 10, 12 werden die Dünen von Meeressand
anzugeben sein, welche sich weit landeinwärts erstrecken, aber nicht abgegrenzt werden konnten. In
den Randgebieten der Ebene, wie sie auf Bl. 16, 18, 20 auftreten sind, mußte die Eintragung der
Schattkegel unterbleiben.

Jüngere Eruptivgesteine. Mit Ausnahme der Trachyte und Rhyolithe von Kalgan
(Bl. 12) sind alle vulcanischen Gesteine mit der gleichen Farbe bezeichnet worden, da eine Sonderung
derselben sich nur für einzelne Fälle, wie die Basalte von Shantung und die Dolerite der Mongolei,
mit einiger Sicherheit hätte durchführen lassen.

In vollkommenem Bewufstsein der zahlreichen Mängel, welche meinen Karten selbst-
verständlich anhaften müssen, übergebe ich die erste Abtheilung des mit großer Mühe zu Stande
gebrachten Werkes der Oeffentlichkeit. Nur wer selbst in Ländern, von welchen bessere Karten
noch nicht vorlagen, Aehnliches unternommen hat, vermag es zu würdigen, mit welcher Liebe zur
Sache, mit welchem Verlangen nach richtiger Erkenntnifs zum Behuf richtiger Darstellung, und mit
welchem Aufwand von Arbeit ein derartiges Werk aus kleinen Keimen zu wachsender Ausdehnung
und Ausgestaltung gebracht wird, um dem Verfasser doch schließlich in erster Linie das
unbefriedigende Gefühl des Fragmentarischen und Lückenhaften zu gewähren. Die Blätter, auf
welchen ich die wissenschaftlichen Ergebnisse meiner Reisen bildlich darzustellen gesucht habe,
sollen nur Bausteine sein. Sie würden ihren Zweck erfüllen, wenn sie dazu beitragen sollten, die
Episode in unserer Kenntnifs eines Theiles der Erdoberfläche, als welche sie sich darstellen, in
kurzer Zeit zu einer überwundenen zu machen. Ich darf hoffen, dafs sie künftigen Reisenden einen
bequemen Anhalt für weiteres Forschen geben werden. Vielleicht vergessen diejenigen, welche das
Werk fortsetzen werden, nicht ganz, dafs es (um dies nochmals zu betonen) sehr viel leichter und
müheloser ist, eine vorhandene Darstellung zu berichtigen und zu verbessern, als sie selbst zu
schaffen, wo vorher Nichts vorhanden war.

Schließlich kann ich nicht unterlassen, auch an dieser Stelle meinen Herren Verlegers, welche
außer den Textbänden die Herausgabe dieses Atlas unternommen haben, für die auf die Herstellung
desselben verwendete Sorgfalt, für die Opferwilligkeit, mit welcher sie stets auf die Erweiterung
meiner Pläne eingegangen sind, und für die Liebenswürdigkeit, mit welcher sie sich in ofmaliger
Wiederholung in der Verzögerung der Ausführung gefügt haben, meinen verbindlichsten Dank
auszusprechen.

Leipzig, November 1884.

F. v. Richthofen.