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0059 Meine Tibetreise : vol.1
Meine Tibetreise : vol.1 / Page 59 (Color Image)

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doi: 10.20676/00000264
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erheben, und befindet sich gerade im Süden der großen Wasserscheide zwischen
Yang tse kiang und Hoang ho in einer Höhe von 575 m.

Die guten, von Lasttieren begehbaren Wege fangen im Tsin ling-Gebirge
immer schon einige Tagereisen südlich der Wasserscheide an. Wohl deshalb
kann man im Norden dieses Gebirges und vollends außerhalb der Berge lange
suchen, bis man jemand findet, der etwas auf dem Rücken tragen will, während
im ganzen Süden Chinas der Lastträger das Hauptbeförderungsmittel bildet.
Hier in Lung tschü tschai leben noch einige Leute vom Lastentragen. Die
chinesischen Transportgesellschaften, die hier von Osten her den Verkehr in der
Hand haben, bezahlen hierbei ihren Kulis 4—5 Tael = 11—14 Mark im Monat,
wofür sich diese selbst zu verköstigen haben und fast täglich Stoffballen und
Eisen im Gewicht von bis zu 130 Pfund pro Mann 20—25 km weit schleppen.

In Lung tschü tschai hatte ich mir eine Karawane für meine große Sommer-
reise zusammenzustellen. Es war mir durch die Liebenswürdigkeit von Rev.
Watsas geglückt, vier Pferde, die noch von der Filchnerschen Expedition übrig
waren, zu erhalten. In seinem Hause hatten sich die Tiere sogar recht gut
herausgefüttert. Es wurden noch zwei gute Maultierhengste¹) dazugekauft