National Institute of Informatics - Digital Silk Road Project
Digital Archive of Toyo Bunko Rare Books
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| 0063 |
Southern Tibet : vol.1 |
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western Himalaya, but even beyond and north of these regions? Von Ow comes to
the conclusion:
›Ich halte es für zweifellos, dass die Arier (die Stammväter der Hindus) über die Pässe
des nordwestlichen Himalaya eingewandert sind, und dass *daher* ihre genaue Bekanntschaft mit
diesen Gebieten stammt, die sie deshalb zu Göttersitzen machten, weil ihre vergötterten Stamm-
väter daselbst gelebt haben.‹
And further:
›Pushkara (Lotusteich), ein heiliger grosser See des Pitāmaha oder Brahmā, wird als das
erste tirtha genannt; es sind dort ›drei strahlende Gipfel und drei Wasserabstürze‹; über die
Lage fehlen nähere Anhaltspunkte; es heisst nur, dieses tirtha sei sehr schwer zu erreichen;
befand sich also wohl in der zentralasiatischen Heimat der Arier. Das jetzige Pushkara, ein
künstlicher See in Agmir, ist nicht damit zu verwechseln. . . Das wirkliche Pushkara nun,
der Urtyp für die heiligen Seen, in deren Mitte der Gott wie ein Baum oder ein Lotus wächst,
haben wir zweifellos im See Manasarovar zu suchen.‹
The ›three shining peaks‹ von Ow identifies with the Kailas and its neigh-
bours, and the ›three water-cascades‹ with the sources of the Indus, Brahmaputra
and Satlej.
Like Lassen, von Ow also shows that the ancient Indians very well knew that
the Brahmaputra had its source north of the Himalaya near the holy Kailas. Late
generations did not know the origin of the river. He relates the same legend as
Lassen about the lake born between four mountains, which, as its originator, was
called Brahmā.
›Es ist dies natürlich nichts anderes als der Gott des Sees Manasarovar, den uralte Über-
lieferungen als den Quellsee des Brahmaputra (›Sohn des Brahma‹) bezeichnen. Hiemit glaube
ich eine neue Stütze gewonnen zu haben für meine Behauptung der Identität Brahmās und
Haomas: beide thronen inmitten eines Sees, und zwar desselben Sees. Lassen betont, dass in
den ältesten Vedahymnen das Gebiet des oberen Indus (seine Quelle liegt noch nördlicher als
der Kailasa) als *Heimat* gepriesen wird; der später so gefeierte Gangesstrom wird in denselben
nur als untergeordneter Fluss genannt.
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