国立情報学研究所 - ディジタル・シルクロード・プロジェクト
『東洋文庫所蔵』貴重書デジタルアーカイブ
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| 0019 |
Southern Tibet : vol.5 |
| 南チベット : vol.5 |
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OCR読み取り結果
der Geologischen Landesanstalt Indiens gestützt und bin davon ausgegangen, dass auch der
von Dr. HEDIN's Reise berührte Teil der fraglichen Eruptivformation späteocän ist.
Die Beschaffenheit des Materials im übrigen machte es notwendig, behufs Identifizierung
sich auf petrographische Übereinstimmungen zu verlassen, ein Arbeitsweg, der natürlich leicht
zu fehlerhaften Resultaten führen kann. Um indessen das Risiko irreführender Schlussfolge-
rungen so gering zu machen, wie es unter den vorhandenen Umständen möglich gewesen ist,
habe ich mich nicht mit habituellen makroskopischen Ähnlichkeiten begnügen wollen, sondern
mich, auch was die sedimentären Gesteinsarten betrifft, mikroskopischer Analysen bedient.
Diese haben in einer Masse von Fällen eine exakte und zuverlässige Bestimmung des Ursprungs
des in den sedimentären Gesteinen enthaltenen Detritusmateriels und damit des Alters dieser
Gesteine, ob prä- oder posteruptiv, d. h. prä- oder posteocän, ermöglicht.
Auch die den Himalaya zusammensetzenden sedimentären Formationen sind innerhalb sehr
grosser Gebiete fossilfrei. Zum Zwecke einer Systematisierung derartiger topographisch ge-
trennter Ablagerungen haben sich die Geologen der Geologischen Landesanstalt Indiens der
Methode bedient, nicht vereinzelte Gesteinsformationen, sondern zunächst ganze Folgen von
solchen zusammenzustellen und mit einander zu vergleichen. Da es ohne weiteres klar erscheint,
dass eine detaillierte Übereinstimmung der Schichtenfolge innerhalb zweier Schichtenbauten ein
besseres Indizium für die geologische Zusammengehörigkeit der Schichten liefern kann als eine
petrographische Übereinstimmung zwischen zwei vereinzelten Schichten, so habe auch ich für
Transhimalaya und Tibet diese Bestimmungsmethode benutzt, wo es nötig und möglich erschien.
Trotz aller Vorsicht bei der Anwendung der letzterwähnten Auswege für eine Alters-
bestimmung bin ich mir natürlich der Möglichkeit von Irrtümern wohlbewusst. Besonders
riskabel würde die Ausarbeitung einer Gebirgsgrundkarte auf Grund des zu Gebote stehenden
Materials sein, wenn sie mit dem Anspruch aufträte, als eine für alle Zeiten gültige objektive
Darstellung betrachtet zu werden. Alle Gebirgsgrundkarten, auch solche, die das Ergebnis
sehr detaillierter Felduntersuchungen sind, bleiben in grösserem oder geringerem Grade sub-
jektiv, um so mehr natürlich eine geologische Übersichtskarte, gegründet auf das Material einer
raschen geographischen Forschungsreise durch ein zuvor zum grössten Teil ganz unbekanntes
Gebiet. In voller Erkenntnis hiervon erachtete ich mich doch, nachdem ich mich eine längere
Zeit hindurch mit Detailuntersuchungen über dieses einzigdastehende Material beschäftigt hatte,
für verpflichtet zu veröffentlichen, wie meiner Ansicht nach diese Details am zweckmässigsten
zu einem Ganzen zu kombinieren sind.
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