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『東洋文庫所蔵』貴重書デジタルアーカイブ

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0023 Southern Tibet : vol.5
南チベット : vol.5
Southern Tibet : vol.5 / 23 ページ(白黒高解像度画像)

New!引用情報

doi: 10.20676/00000263
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OCR読み取り結果

I. Beschreibung der Gesteinsproben in Nummerfolge mit An-
gaben ihrer Fundorte.

1. Grauer, dichter und schiefriger Leptit (Tafel VIII, Fig. 2).
Das Gestein setzt sich aus Quarz, Orthoklas, Biotit und Granat zusammen. Die Quarz-
und Orthoklas-Individuen sind alle von derselben Grösse, in einander mit gezahnten Rändern
greifend und eine allotriomorphe Masse bildend. Der Quarz zeigt undulöse Auslöschung; der
Orthoklas ist niemals frisch, sondern von Verwitterungsprodukten ganz getrübt. Der Biotit,
braun oder infolge Auslaugung grünlich, bildet unregelmässig lappige Individuen, deren a =
hellgelb, b und c = braun; er zeigt eine deutliche, dann auch sehr kleine Achsenwinkelöffnung.
Die Biotitblättchen liegen so orientiert, dass ihre längsten Achsen dieselbe Richtung innehaben.
Die Granate, schwach hellrot, sind selten. Oft scheinen sie zerquetscht zu sein; die ursprüng-
lich zusammengehörigen Stücke liegen entweder in situ, oder sie sind etwas verschoben, zusammen-
gefügt durch sekundären Quarz.
Die Struktur ist feinkörnig bis dicht, kristalloblastisch und schwach porphyroblastisch mit
Granatrelikten; die Textur ist schiefrig, wenn auch die Lagerung schwach ausgeprägt ist.
Das Gestein scheint ein Paragneiss oder, wenn man so will, ein feldspatreicher Biotitquarzit
zu sein, entstanden durch Umwandlung eines tonigen Sandmaterials.
Die Stufe stammt aus den Felsenecken gleich östlich von Tankse, wo das Gestein zusammen
mit grauem Gneissgranit (3) vorkommt. Das Fallen 85° gegen S. 30° W.

2. Grauer, feinkörniger Gneiss.
Eine Varietät von (1), etwas grobkörniger als dieses Gestein und zusammen mit diesem
vorkommend.
Die Probe ist 3 Kilom. östlich von (1) geschlagen worden.

3. Grauer, feinkörniger und schiefriger Gneissgranit (Tafel I, Fig. 6).
Das Gestein besteht aus Orthoklas, Plagioklas, Quarz und Biotit sowie, in zurücktretender
Menge, Muscovit, Apatit, Titanit, Epidot und Zirkon. Die Struktur ist deutlich granoblastisch
mit ungefähr gleichgrossen Komponenten in isodiometrischen Körnern ohne bestimmte Orien-
tierung. Die Textur wird jedoch schiefrig, die Schieferung nur dadurch hervorgerufen, dass
die Glimmerblättchen, zu dünnen Streifchen angesammelt, innerhalb derselben in ungefähr paral-
lelem Plan liegen.
Der Orthoklas zeigt einheitlichen Bau. Schnitte nach M (010) mit zentralem Austreten
der Bisectrix c löschen unter 7—8½° gegen die feinen Spaltrisse nach P (001). Er scheint
demnach ein schwach natronhaltiger Orthoklas zu sein. — Der Plagioklas zeigt polysyntheti-
sche Zwillingslamellierung nach dem Albitgesetz. Die zur Zwillingsebene symmetrische Aus-
löschungsschiefe beträgt 12° (= gemessenes Maximum). Die Lichtbrechung des ω des Quarzes
ist kleiner als diejenige des γ des Plagioklases (die Messung wurde nach der bekannten Methode