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0025 Southern Tibet : vol.5
南チベット : vol.5
Southern Tibet : vol.5 / 25 ページ(白黒高解像度画像)

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doi: 10.20676/00000263
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OCR読み取り結果

Im Osann'schen Projektionsdreieck (hier unten, S. 156) fällt der Analysenort dieses Gneiss-
granites z. B. mit demjenigen des Granitites von Landsberg ¹ zusammen; er liegt ferner in der
Nähe des Analysenortes für Grubenmanns Biotitorthoklasgneiss, eines Gneissgranits von Oetz-
thal in Tirol, ² sein c ist jedoch etwas grösser als beim Oetzthalergneis = 6 : 4.5.
Aus der chemischen Analyse geht also hervor, dass die Zusammensetzung dieses Gesteins
mit der Zusammensetzung eines mittelsauren Granitmagmas übereinstimmt. Die optische Ana-
lyse gibt an, dass das Gestein durch eine Metamorphose desselben schwach porphyrartigen
Granites, der bei mehreren Fundorten in Transhimalaya und Himalaya angetroffen worden ist,
entstand, und dass die Metamorphose durch Gebirgsfaltung verursacht wurde. Indessen sind
kataklastische Erscheinungen sehr selten; ebenso vermisst man in diesem Gneissgranit die für
die obere Umwandlungszone charakteristischen Mineralkombinationen. Ob die Metamorphose
der mittleren oder der unteren der Grubenmann'schen Zonen zuzurechnen ist, muss für den
Augenblick unentschieden bleiben, vielleicht könnte man annehmen, dass die Metamorphose
des Granites in Gneissgranit in den tieferen Teilen der mittleren Zone erfolgte.
Das Gestein, das zusammen mit den hier oben erwähnten und weiter nördlich als diese
vorkommt, wurde aus der nördlichen steilen Felzenwand 2 Kilom. nordöstlich vom Fundorte
für (2) geschlagen. Das Fallen 68° gegen S. 30° O.

4. Graulich brauner Gneissgranit.
Das Gestein setzt sich aus Orthoklas, Plagioklas, Quarz, braunrotem Biotit und Apatit
sowie, in stark zurücktretender Menge, aus Muscovit, Zirkon, Epidot und Titanit zusammen.
Die Struktur ist, was die Feldspat- und Quarzindividuen betrifft, granoblastisch, zuweilen je-
doch undeutlich porphyroblastisch. Diese letztgenannte Strukturform wird durch eine Quetsch-
zone, einen Mörtelkranz von kleineren Quarzkörnern um ein grösseres Quarzkeilit, hervor-
gerufen. Die Textur ist durch die planparallele Anordnung der Biotitblättchen schieferig.
Plagioklas mit fast zentral austretender Bisectrix c auf M (010) zeigen eine Auslöschungs-
schiefe zu 15° gegen die scharfen Spaltrisse nach P (001), also Ab⁴¹An⁹. Das gemessene
Maximum der zur Zwillingsebene nach dem Albitgesetz symmetrischen Auslöschung = 28°;
auch nach diesem Befund sollte ein basischer Andesin, Ab²An⁴, vorliegen. Der Plagioklas
zeigt oft einen zonaren Bau ohne bestimmte Grenze zwischen den verschiedenen Zonen; die
Hülle ist saurer als der Kern. Die Einschlüsse des Quarzes sind liquid, geordnet in derselben
Weise wie im hier oben beschriebenen Gneissgranit (3). Der Achsenwinkel des Biotits ist sehr
klein, 2E = 8¹/₄ bis 9°; a = gelb oder sehr hell braungelb, b und c = dunkelbraun. Der Ge-
halt an Glimmer beträgt ung. 21 Volumprozent der Gesteinsbestandteile.
Das Gestein ist mutmasslich genetisch mit (3) zusammengehörig, nur unbeträchtlich von
diesem verschieden. Die Mörtelstruktur des hier behandelten Gneissgranites deutet vielleicht
eine Pressung desselben in einem höheren Niveau als das für (3) angenommene an. Beide
Varietäten kommen zusammen vor. Die Probe (4) stammt von einem über dem Talboden her-
vorragenden Hügel 3 Kilom. w.n.w. von Muglib. Das Fallen wird zu 78° gegen W. 30° S.
angegeben.

5. Grauer, turmalinhaltiger Leptit (Tafel VIII, Fig. 3).
Dies Gestein stimmt sehr nahe mit (1) überein, ist aber glimmerreicher als dieses sowie
auch reicher an, gleichsam durchtränkt von staubartigen Erzpartikeln. Der Leptit enthält eine
nicht unbeträchtliche Menge von authigenen Turmalinskristallen in nadelförmiger Ausbildung