国立情報学研究所 - ディジタル・シルクロード・プロジェクト
『東洋文庫所蔵』貴重書デジタルアーカイブ
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| 0049 |
Southern Tibet : vol.5 |
| 南チベット : vol.5 |
引用情報
OCR読み取り結果
Diese ganze Sandstein-Quartzitserie, die zusammen mit den altcretaceischen Kalksteinen und
dieselben unterlagernd vorkommen, scheint mir entweder präcretaceisch zu sein oder sogar der
ältesten Kreide, etwa dem Neocom, anzugehören.
**215, 210.** Dunkelgrauer, **phyllitischer Tonschiefer.**
Das Gestein ist dünngeschichtet; die Schichtflächen sind feingekräuselt, mit schwachem
Seidenglanz. Es stimmt petrographisch vollständig überein mit den von HAYDEN im östlichen
Himalaya während der Expedition nach Lhasa im Jahre 1903 gefundenen Kalkschiefern und
Phylliten jurassischen Alters, von denen mir durch die zuvorkommende Güte der Geologischen
Landesuntersuchung Indiens einige Probestücke zum Vergleich gesandt wurden.
Anstehend unter nördlichem Fallen auf der Südseite des eben genannten Passes (s. **214**).
**217.** Grünlich grauer **Sandsteinschiefer.**
Etwas grobkörniger und aus dickeren Schichten bestehend als (**215**).
Anstehend unter nördlichem Fallen, fast vertikal, auf der Nordseite des Engpasses Laän-la
(4.922 m ü. d. M.), 2 Kilom. südwärts vom Lager 95.
**218.** Weisser, braungefleckter, **quarzitischer Sandstein** oder **Quarzit** (Taf. VII, Fig. 3).
Das Gestein besteht aus unregelmässig eckigen, selten abgerundeten Quarzkörnern, deren
oft verzahnte Ränder in einander greifen. Der Durchmesser wechselt zwischen 0,5 und 1 mm
Die Auslöschung undulös; die Quarzkörner können sogar Druckzwillinge aufweisen. Die Ein-
schlüsse hegen oft eine bewegliche Libelle. Zwischen den Quarzkörnern liegen schmale Nähte
von sekundärer Kieselsäure oder von feinschuppigen Glimmermineralien, ebenso dünne Häute
von Eisenhydroxyd. — Von der früheren Psammitstruktur sind nur spärliche Spuren erhalten;
der frühere Sandstein ist jetzt durch eine intensive Dynamometamorphose in einen Quarzit
umgewandelt worden.
Anstehend 4 Kilom. südwärts vom Laän-la, »an der ersten Ecke zum zweiten Passe«, nörd-
lich des Lagers 96.
**219.** Graulich grüner, sandiger **Schiefer.**
Das Gestein ähnelt in hohem Grade dem Schiefer (**217**); zerfällt beim Schlagen in unregel-
mässig polyëdrische Stücke und besteht aus feinsandigem Material mit Zwischenlagen von Ton-
schiefer.
Anstehend auf dem Passe gleich südlich vom Quarzit (**218**).
**220.** Dunkelgrauer, harter und kalkhaltiger, **phyllitischer Tonschiefer.**
Das Gestein ist dunkelgrau mit grünem Ton und mattem Seidenglanz, eine unregelmässige
Absonderung zeigend. Die Schieferung ist schwach ausgeprägt, schief zur Schichtung gehend.
Diese wird durch dünne Zwischenlagen von Kalkspat- und Quarzkörnern, die etwas gröber sind
als die winzigen Quarzsplitterchen des eigentlichen Schiefers, hervorgerufen.
Anstehend auf dem »zweiten Passe«, 1 Kilom. westlich des Lagers 96, Laän, sowohl an der
Schwelle wie an den Seiten der Passhöhe. Das Fallen 75° gegen N. 30° W.
**221.** Hellgelber **Kalksinter.**
Unweit des Sees Ngangtse-tso.
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